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Zionistischer Kongress

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Vom 29. – 31. August 1897 fand der erste zionistische Kongress in Basel im Kleinen Kasino statt. Die jüdischen Versammelten aus vielen Gebieten der Erde wollten die nationale Frage des Judentums gemeinschaftlich als neue globale Selbsthilfeorganisation lösen. Nach Jahrhunderten der wiederholten Judenpogrome beschloss diese Versammlung, dass jüdische Ehepaare und ihre Familien erfahrungsgemäß nicht assimilierbar seien in einem staatlichen Umfeld nichtmonotheistischer oder andersartig monotheistischer Reiche.

Deshalb trafen die bevollmächtigten 202 Delegierten dieses ersten zionistischen Kongresses den Mehrheitsbeschluss, völkerrechtlich nach und nach einen jüdischen Staat als öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte im Nahen Osten zu schaffen. Dieses Ziel wurde bekanntlich im Jahr 1948 mit Hilfe von Großbritannien erreicht – der Rechtsstaat Israel wurde neu gegründet. Der wichtigste Freiheitskämpfer der modernen, d.h. aufgeklärten „Israeliten“ war der Wiener Journalist Theodor Herzl (1860 – 1904). Er hatte für den ersten Zionistenkongress die programmatische Schrift „Der Judenstaat“ verfasst und wurde auf dem Kongress dann für dieses mutige Reformprojekt mehrheitlich zum ersten Präsidenten der neuen zionistischen Weltorganisation gewählt.

Im Jahr 1902 erschien zwei Jahre vor seinem Tod sein Roman „Altneuland“, in dem es um die Sehnsucht nach Wiederauferstehung des biblischen Staates Israel im Heiligen Land geht. Religiös begründete Abwehrreaktionen der Christenheit und der Muslime führten in der Folge zur Zunahme des Antijudaismus – vor allem im russisch-orthodoxen Zarenreich. Aber auch der Dreyfus-Prozess in Paris, den Theodor Herzl mitverfolgt hatte, zeigte schon ab 1894 die tatsächliche Gefahrenlage für Jüdinnen und Juden in Europa auf. Die für die zionistische Selbsthilfe gegründete jüdische Kolonialbank und ein jüdischer Nationalfonds schufen die finanzielle Grundlage für die jüdischen Einwandererfamilien in „Israel“.

Der zweite Anführer der globalen zionistischen Bewegung, die Theodor Herzl ideologisch und juristisch gegründet hatte, wurde von 1920 bis 1946 Chaim Weizmann (1874 – 1952), ein weißrussischer Biochemiker aus Manchester in England. Dieser gelehrte Universitätsprofessor schaffte es nach der „Balfour-Deklaration“ des britischen Außenministers Arthur James Balfour, im Jahr 1918 in Jerusalem die Hebräische Universität zu gründen. 1948 wurde er dann zum ersten Staatspräsidenten Israels gewählt – mit dem Einverständnis der Vollversammlung der Vereinten Nationen (29.11.1947).


Siehe auch

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