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Zikkurat

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Das Wort ‚Zikkurat‘ ist ein altbabylonischer Begriff für einen heiligen Turmtempel mit mehreren Geschossen (= „Termitenbau“) als theokratisches Zentrum. Der rechtshistorische Turm von Babylon hatte wohl acht Geschosse und besaß eine quadratische Grundfläche mit gut neunzig Metern Seitenlänge. Die Heilige Hochzeit wurde als Fruchtbarkeitskult in einem Turmzimmer zelebriert. So wurde die repräsentierte Stammesgöttin (= Matriarchin) geschwängert, die als einzig Berechtigte Prinzessinnen und Prinzen für den antiken Stadtstaat Babylon gebar. Der 'Zikkurat' war deshalb der Sehnsuchtsort für die eigene Wiedergeburt der Gläubigen.

Das mit ‚Zikkurat‘ sprachverwandte arabische Wort ‚zekker‘ bezeichnet das männliche Geschlechtsteil. Das Wort leitet sich wohl aus der koptischen Sprache her. ‚Seker‘ war im alten Ägypten der Name für den „Herrn des Todes“, einer schamanischen Spielform des altägyptischen Gottessohnes ‚Osiris‘. ‚Seker‘ war der Schutzgott der altägyptischen Totenstadt ‚Sakkara‘ (oder ‚Saqqara‘), die heute südlich von Kairo liegt. ‚Sakkara‘ war einst der Begräbnisort (= Nekropole) der alten Reichshauptstadt ‚Memphis‘. Dort wurde u.a. König ‚Djoser‘ begraben, der im dritten Jahrtausend vor Christus das erste afrikanische Pharaonen- bzw. Kaiserreich bis ans Mittelmeer ausdehnte und ‚Memphis‘ als Reichshauptstadt monumental ausbaute. Die Stufenpyramide von ‚Sakkara‘ als männlich-kaiserliche Begräbnisstätte kann heute noch besichtigt werden.

Der ägyptische ‚Seker‘ hieß in Babylon ‚Zaqar‘ und auf Hebräisch ‚zakar‘. Die Wörter haben die Bedeutung von Männlichkeit. Der biblische Männername 'Zacharias' wird im Koran als 'Zekeriyya' bezeichnet. Das arabische Wort bedeutet Erinnerung. Die koptischen Christen nannten den für sie heidnischen Gott später ‚Satan‘. Die griechische Mythologie kannte ‚Zephyr‘, einen Windgeist, der angeblich Frauen und weibliche Tiere (ungewollt) schwängern konnte! Deshalb galten damals Jungfrauengeburten wie bei der christlichen Gottesmutter als wahr!!! Dies sollten vor allem Musliminnen zur Erkenntnis nehmen. Nach ähnlicher Wortauslegung wäre dann ‚Sekem‘ das durch ‚Seker‘ bzw. ‚Zephyr‘ wohl bestellte, d.h. fruchtbare Ackerland in Ägypten


Naturphilosophische und rechtshistorische Betrachtungen

Die altbabylonische Turmbauweise gilt heute als architektonisches Modell für die Himmelssphären, nicht als tiermenschlicher „Termitenbau“. Schon im vierten vorchristlichen Jahrtausend, also vor den alten Ägyptern unter König Djoser (ca. 2600 v. Chr.), wurden nachweislich von den Sumerern in Warka bzw. Uruk/Erech im heutigen Irak solche frühmenschlichen Himmelsdarstellungen als vergöttlichte Hierarchieabbildungen für das staunende Volk gebaut. Jede Stufe der Pyramide stellte eine Himmelssphäre dar. Im Inneren des Stufenturmes befanden sich wahrscheinlich die entsprechend gedachten sieben Untersphären, die sowohl gespielt als auch strafrechtlich real in den Abgrund des Todes führten. Sowohl die unteren Sphären als auch die Himmelssphären wurden von jeweils sieben Torwächtern bzw. Torwächterinnen bewacht. Im letzten Abgrund drohte wohl die Todesstrafe, in den unteren Ebenen davor gab es wohl „nur“ Folterungen oder Verstümmelungsstrafen zu erleiden. Ähnliche Strafvollzugspraxen konnten sich leider in (un)menschlichen Diktaturen bis in die moderne Zeit – jeweils ohne ein staatliches Unrechtsbewusstsein – erhalten.

Die sieben (7) Torwächterinnen der Himmelssphären mussten mit den richtigen Bußworten (= Gebet) angesprochen werden, damit die geläuterten bzw. geheilten oder geretteten Menschenseelen in diese angestrebten Himmelssphären kommen konnten. Diese sieben Torwächterinnen wurden sprachlich überliefert als Sieben Schwestern, Sieben Hebammen, Sieben Hathors und Sieben Säulen der Weisheit. Einer ihrer antiken Stadtstaaten war wohl die biblische Stadt ‚Hazor‘, die als matriarchalisches Königreich im Stammesgebiet ‚Naphtali‘ im Altstaat Israel lag (siehe Altes Testament, Buch ‚Josua‘ 11, 10 – 23). Die antiken Priesterinnen betrieben Astrologie bzw. Kosmologie als Heilige (irrationale) Geisteswissenschaft. Die sogenannten „Eingeweihten“ durchliefen eine praktische Lehre als göttlich beauftragte Strafvollzugshelfer/innen oder als Gottesdiensthelfer/innen. Sie waren mit einem Gelübde bis zu ihrem körperlichen Tod zum Schweigen verpflichtet. Die Initiationsrituale waren dramatische (Theater-)Aufführungen mit Priesterinnen und Priestern, die Kostüme und Masken trugen. Die Wirkung auf die Novizinnen und Novizen war ganzheitlich bzw. traumatisch.

Diese uralten gnostischen Mysterienkulte wurden – stammesgewohnheitsrechtlich - auch in den Monotheismus übertragen. Dadurch entstanden und entstehen weiterhin immer wieder örtliche Reformbewegungen in den herrschenden Kirchen-, Synagogen- und/oder Moscheenordnungen. Die uralte Vorstellung von den sieben Planetensphären hat wahrscheinlich den menschlichen Wochenrhythmus von sieben Tagen hervorgebracht. Einige Torwächternamen wurden als Wochentagsbezeichnungen verstetigt, z.B. ‚Saturday‘ als Tag des Gottes bzw. des Planeten „Saturn“ (= römischer Erdgott, auch als schwarze „Sonne“ bezeichnet). Die okkulte Bedeutung der „Sieben Säulen der Weisheit“ kann erahnt werden, wenn zu den sieben Planetensphären die symbolische Bedeutung eines Obelisken hinzugedacht wird.

Heilige Säulen sind stets Männlichkeitssymbole (= Phallus). Die Erektionsfähigkeit war früher die körperliche Voraussetzung für Vaterschaft bzw. für Teilhabe an der männlichen Erbfolge. Entsprechend wichtig waren Wallfahrtsorte mit der individuell angestrebten Heilwirkung für impotente Männer! Die orientalischen Christen versuchten die ursprünglich sexuelle Bedeutung mit ihren sogenannten „Säulenheiligen“ (= Styliten) zu verschleiern bzw. zu verdrängen (z.B. Symeon der Ältere, als Asket auf der Säule 459 n. Chr. gestorben; Symeon der Jüngere, als Asket auf der Säule 592 n. Chr. gestorben).

In Altindien hießen die ‚Sieben Mütter der Welt‘ „Krittikas“. Sie waren matriarchalische Richterinnen. Das griechische Wort ‚kritikos‘ (= Schiedsrichter) ist somit altindischen Ursprungs. Zum Strafvollzug der hinduistischen „Krittikas“ gehörte auch die Kastration mit der mondsichelförmigen Klinge – wohl der kultische Vorläufer der religionsrechtlichen Beschneidung im Judentum und im Islam. Als kosmisches Abbild der göttlichen Sieben Schwestern galten lange die Plejaden, ein realer Sternhaufen, der regelmäßig am Jahresende bzw. Jahresbeginn am Zenit des Nachthimmels zu sehen war. Im November gehen die Plejaden am Sternenhimmel Europas vorübergehend unter. Diese Himmelserscheinung war früher der Anlass, gemeinsame Gebete für die Toten des Stammes zu sprechen (= Totenkult). Seit etwa 995 n. Chr. ist aus diesem Kult das christliche Fest „Allerseelen“ (02. November) geworden.

Einige überlieferte Personennamen für das antike siebenfältige Richterinnengeschwader sind: Alkyone (gute Wettergöttin in Vogelgestalt), Elektra (Muttergöttin des antiken Stadtstaates Troja), Maia (Mutter des Weisheitsgottes ‚Hermes‘ bzw. ‚Merkur‘), Merope (Liebesgöttin ‚Aphrodite‘ in ihrer Funktion als Bienenkönigin nach der Befruchtung) u.a. Das altisraelitische Kultgerät (= Menora) zur Verehrung der sieben Säulen der Weisheit (= Lichter im abstrakten Sinn) wird im Alten Testament in Exodus 25, 31 – 40 beschrieben. Die verwendeten weiblichen Symbole dort sind Blüte, Kelch, Knospe, Lampe, Mandel und ein Talent Gold. Die große Gewichts- und Geldeinheit ‚Talent‘ bestand aus 60 Minen oder 6.000 Drachmen und hatte einen Wert von 26,196 kg reinem Gold. Der Wert der entpersonalisierten, judäischen Urmutter kann demnach mit Hilfe der Thora genau angegeben bzw. definiert werden. Dies stellt aus rechtswissenschaftlicher Sicht eine Verobjektivierung des weiblichen Prinzips durch das erste patriarchalische Moralrechtssystem der Menschheit dar – eine am Ende erfolgreiche Kampfstrategie der monotheistischen Priesterschaft, die ihre fundamentalistischen Auswirkungen dank der Europäischen Aufklärung nach 1945 endlich nachhaltig mäßigen konnte. Christologisch interessant ist die Tatsache, dass in der „Offenbarung nach Johannes“ im Neuen Testament beim sogenannten „Weltgericht“ genau sieben Engel im göttlichen Auftrag die Erde neu ordnen.


Siehe auch

International.png Den Begriff Zikkurat im weltweiten juristischen Web finden
De flag.png Den Begriff Sekem im deutschen juristischen Web finden