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Wortsakrament

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Heute noch weit verbreitete Begriffe für das Wortsakrament sind:

Altes Testament, Logos, Heilige Schrift, Neues Testament, Wort Gottes, Clausula salvatoria, Sanskrit, matrika, Enlil, Echo, Umm und schließlich ganz neu: Matrix (nach dem gleichnamigen Kultfilm).

Das unsichtbare, weil gesprochene Wortsakrament benötigte zu seiner Anbetung durch die Gläubigen stets passende Materialisierungen. Neben den vielen Schriften und den männlichen Göttergestalten der Schreib- und Sprechgötter, die sich schließlich im Christus konzentrierten, wurde v.a. bei den semitischen Völkern das heilige Wort durch den weiblichen "Bauch der Welt" und seinen Nabelstein symbolisiert. Ein solcher Nabelstein (= Meteoritsplitter) wird - materiell - heute noch in Mekka spiralkultisch (Bilderverbot???) verehrt.


Inhaltsverzeichnis

Rechtsphilosophische Betrachtung

„Wort ist der Ort gemeinsamen Bewusstseins; Wert ist der Ort gemeinsamen Wirkens. Reden und Hören, Zählen und Ergänzen, Sprechen und Rechnen; dies sind im Vollzug – von Gemeinschaft – die Elemente des Rechts. Weil sie wiederum auch Einsamkeit ermöglichen, sind sie die Quelle der Freiheit durch Gemeinsamkeit.

Das Wort gehört – als Kult, als Gesang, als Gesetz – den Priestern, den Patriarchen, den Königen, dem Staat, den Professoren, den Gebildeten. Das Hören, das Gehorchen ist die Sache der anderen. Erstmalig und grundlegend gestört wurden diese Ordnungen durch das Christus-Ereignis. Damals wurde alle fremde Autorität der Könige, der Priester usw. aufgehoben. Die Menschen wurden potentiell frei und gleichberechtigt. Soll dieses Freiheitsgut soziale Wirklichkeit werden, so müssten Geld und Sprache Allgemeingut werden. Beides muss jedermann und in jedem Umfange zugänglich sein. Jeder müsste sprechend und rechnend aus Begriffen und Zahlen Worte und Werte konkretisieren können – wann immer er will und mit wem er kann oder muss.“[1]


Sprachphilosophische Betrachtung

An dem deutschen Wort 'Wort' kann man heute noch die europäische Sprachgrenze zwischen dem Romanischen und dem Indogermanischen Sprachraum erkennen. In der französischen Sprache hat 'mot' die entsprechende Bedeutung. Im Niederländischen bedeutet 'woord' und im Englischen 'word' entsprechend 'Wort'. Am niederländischen Begriff für Wurzel kann man die Herkunft des Wortes erkennen: 'wortel'.


Fußnoten

  1. Wilhelm-Ernst Barkhoff; Wir können lieben, wen wir wollen; Soziale Erneuerungskraft am Werk; aus einem Vortrag in Hamburg im Oktober 1976; erschienen im Kapitel: Wandlungen des Rechtsbewusstseins, Erkennen und Sprache, Seite 147/148; Verlag Freies Geistesleben GmbH, Stuttgart 1995

Wilhelm-Ernst Barkhoff (1916 – 1994) studierte Rechtswissenschaft in Freiburg, Berlin und Köln. Den Zweiten Weltkrieg überlebte er trotz Einsätzen an der West- und an der Ostfront. Deshalb widmete er sein ganzes restliches Leben der Neubegründung eines säkularen menschenliebenden Bankwesens. Er gründete 1959 die Gemeinnützige Treuhandstelle in Bochum, 1967 die Gemeinnützige Kredit-Garantiegenossenschaft und 1974 die Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken (GLS-Bank). Außerdem war er langjähriger Landesvorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbands.


Siehe auch

International.png Den Begriff Wort UND Sakrament im weltweiten juristischen Web finden
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Us flag.png Den Begriff "word-sacrament" im Vereinigten Staaten juristischen Web finden

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