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Inhaltsverzeichnis

Kontinentale Wettbewerbsrechte


Nationale Wettbewerbsrechte

u.a.

Rechtshistorische Betrachtungen

Am rechtshistorischen Fallbeispiel der schwäbischen Stauferdynastie soll Aufstieg und Untergang einer europäischen Stammesdynastie im Mittelalter in Mitteleuropa als menschlicher Wettstreit um Macht und Einfluss aufzeigt werden. Dabei wird anschaulich, dass sowohl das ritterliche Kriegsspiel als auch das ritterliche Minnespiel, d.h. das Finden einer einflussreichen Ehefrau, gleich wichtige Teile dieses männlichen Wettstreits waren. Durch die Rechtsfortbildung zum Verfassungsstaat haben diese Ritterspiele in Europa ihren religionsrechtlichen Hintergrund (= Kartell) verloren und können nun „aus Spaßfreiwillig weitergespielt werden.

Zur Zeit der Clunyazensischen Kirchenreform gelangten erste Ländereien im keltisch-römisch-schwäbischen Remstal in den Besitz des Klosters St. Gallen. Die beim ehemaligen römischen Kastell Welzheim am Grenzwall „Limes“ gelegene Siedlung wird schon im Jahr 920 n. Chr. als Klosterbesitz dokumentiert. Die örtlichen Stammesfürsten übten sich im Rittertum und machten erstmals im Jahr 1002 in Person des Herzogs Hermann II. von Schwaben ihren Anspruch auf die deutsche Königskrone geltend. Damals gewann jedoch Herzog Heinrich III. von Bayern diese Fürstenwahl. Durch die eheliche Verbindung der Tochter Gisela von Hermann II. von Schwaben mit dem (belgischen) Salierkaiser Konrad II. gewann das Fürstenhaus Schwaben im Jahr 1028 die deutsche Königskrone, denn manche Ehefrauen haben familiären Einfluss bei ihren Ehemännern. Die Königskrönung wurde damals im Dom zu Aachen durch den Kölner Erzbischof zelebriert.

Der salisch-schwäbisch-römische Kaiser Heinrich III. war seit 1028 Deutscher König, seit 1038 Herzog von Schwaben und seit 1046 Römischer Kaiser. Für die damalige Zeit hatte er also die maximal mögliche Karriere für einen wettstreitenden Mann gemacht, er war jedoch durch sein salisches Geburtsrecht stark privilegiert gewesen. Kaiser Heinrich III. nannte sich „Patricius von Rom“ und sah sich traditionell als Staatsoberhaupt des Weströmischen Reiches, sich wohl sozialneidisch vergleichend mit dem damals viel prächtigeren Byzantinischen Kaiser, dessen Schwester Irene heute im Kloster Lorch als Königin von Schwaben im Remstal begraben liegt. Wegen der im Römischen Reich geltenden patrilinearen Erbfolge galten die Kinder der Gisela von Schwaben als Salier, nicht als Schwaben. Die Töchter der byzantinischen Prinzessin galten jedoch als Schwäbinnen …

Die Schwaben (Stauferdynastie nach der Stammburg „Hohenstaufen“ bei Göppingen) waren weiterhin tüchtige Ritter im kaiserlichen Wehrdienst und konnten schließlich im Jahr 1138 die Königskrone durch anerkennende Fürstenwahl erhalten – wen wundert das bei dieser ostkaiserlichen Abstammung?! Als erster schwäbischer Deutscher König gilt Konrad III. Sein Neffe Friedrich I. Barbarossa stieg schließlich im Jahr 1155 zum Römischen Kaiser auf. Die Stauferdynastie hatte bis 1250 das Römische Kaiseramt inne. Die konkurrierenden westeuropäischen Dynastien rüsteten auf und beseitigten schließlich im Jahr 1268 den letzten Staufersprössling im Mannesstamm, den 16jährigen Herzog Konradin, durch öffentliche Enthauptung in Neapel. Papst Clemens IV. und Karl von Anjou, der Bruder des französischen Königs Ludwig IX., hatten sich gegen den gutgläubig angereisten Jüngling verschworen ...


Siehe auch

International.png Den Begriff Wettbewerb im weltweiten juristischen Web finden