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Verlagsrecht (de)

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Deutschland > Privatrecht > Urheberrecht > Feudalistische Observanz
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Das Deutsche Verlagsrecht ist ein Werknutzungsrecht für Literatur und Tonkunst (§ 1 VerlG). Es ist im "Gesetz über das Verlagsrecht" vom 19.06.1901 geregelt.

Vom traditionell nationalen, d.h. objektiven Verlagsrecht unterscheidet man heute in Deutschland das

und das

Aus dem Verlagsrecht kann der Verleger, d.h. der Inhaber des alleinigen Nutzungsrechts, ggf. seinen Anspruch aus Ungerechtfertigter Bereicherung und seinen Vernichtungsanspruch gegen Plagiate (= "Bücherverbrennung") ableiten.


Rechtshistorische Betrachtung:

Mit der Monistischen Theorie des deutschen Urheberrechts, die vor der Europäischen Aufklärung aus christlich-fundamentalistischen Rechtstraditionen entsprang, können heute rückblickend die nationalsozialistischen Bücherverbrennungen rechtssoziologisch erklärt werden. Sie waren eine "Rechtsfolge" des Vernichtungsanspruchs der Deutsch-Nationalen Verleger! Erfüllungsgehilfen waren oft Deutsche Burschenschaften!!!


Rechtsphilosophische Betrachtung

Das publizierende Unternehmen ‚Verlag‘ zeigt mit seinen Büchern und/oder Zeitschriften, die es herausbringt, d.h. verlegt, seine geistige Absicht in Form des verlegerischen Programms. Jedes einzelne Buch und/oder jede einzelne Zeitschrift ist das konkrete Ergebnis einer redaktionellen Urteilsbildung zu der immanenten Frage, ob das Werk seinem Inhalt nach in die verlegerische Ausrichtung passt. Dabei bleibt es die ständige Aufgabe der Redaktion, ihre eigenen Schwerpunkte und Fernziele im Blick zu halten und sie stets in ihren Gedanken neu zusammenzufassen.

Gleichzeitig ist jedes gute Buch und jeder gute Artikel eine individuelle Schöpfung der Autorin bzw. des Autors und lässt sich daher nicht vollständig mit einem allgemeinen Oberbegriff des Verlags erfassen. Dieser geistigen Realität hat in Deutschland das stufenförmige Urheberrecht einen rechtswissenschaftlichen Ausdruck verliehen. Deutsche Verlagsverträge binden die Parteien in der Regel lebenslänglich aneinander. Die Ausrichtung, Qualität und Beständigkeit des Verlags bildet dabei eine Geschäftsgrundlage für den Vertrag. Bei Wegfall dieser Geschäftsgrundlage muss – wie bei einer Ehe – die „Lebenspartnerschaft“ juristisch aufgelöst werden können.


Siehe auch

De flag.png Den Begriff Verlagsrecht im deutschen juristischen Web finden
Fr flag.png Den Begriff "Droit d'édition" im französischen juristischen Web finden ("Droit d'édition" in Deutsch)
Uk flag.png Den Begriff Copyright im juristischen Web des Vereinigten Königreiches finden
Us flag.png Den Begriff Copyright im Vereinigten Staaten juristischen Web finden
Ca flag.png Den Begriff Copyright im Kanadische juristischen Web finden

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