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Verfassungsrecht (tr)

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Türkei > Verfassungsrecht > Einführung ins Recht der türkischen Republik
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Seit dem Jahr 1928 gilt in der Türkei die mit lateinischer Schrift geschriebene, türkische Sprache als Amtssprache.


Rechtshistorische Betrachtung

Das Osmanische Reich stand zumindest seit der Herrschaft von Sultan Süleiman I., dem Prächtigen (1520 – 1566), mit Frankreich in völkervertraglichen, diplomatischen Beziehungen. Frankreich verhielt sich in dieser Beziehung oft sogar christenfeindlich und nationalistisch unbrüderlich. Deshalb ist es rechtsgeschichtlich verständlich, dass das islamische Osmanische Reich nach der Französischen Revolution von 1789 die Idee einer konstitutionellen Verfassung brüderlich übernahm. Eine christliche Nation wie Österreich hätten sich die Türken sicherlich nicht zum verfassungsrechtlichen Vorbild genommen.

Am 03.11.1839 wurde in Istanbul im Park von Gülhane im Beisein von allen wichtigen Religions- und Kirchenführern und allen Ministern die sogenannte „Tanzimat“ zum neuen, liberaleren Grundgesetz des türkischen Staates erklärt. Alle osmanischen Staatsbürger (nur Männer) hatten nun formal die gleichen Bürgerrechte. Es herrschte formal Religionsgleichheit. Die Türkei war nun offiziell auf dem Weg in eine konstitutionelle Monarchie.

Dann brach der Krimkrieg gegen das absolutistisch-orthodoxe russische Zarenreich aus, dessen herrschender Zar Nikolaus I. Pawlowitsch (1796 - 1855) - als orthodoxer Beschützer der Christenheit in der Türkei und auf dem Balkan - kurz nach Kriegsbeginn verstarb. Sein Nachfolger Zar Alexander II. Nikolajewitsch (1818 - 1881) unterlag der Übermacht von Frankreich, Großbritannien und der Türkei. Die Kämpfe zur See und zu Land dauerten zwei Jahre von 28.03.1854 bis 31.03.1856. Die Kriegsschäden an Menschen und Material waren sehr groß. Der Friedensvertrag von Paris konnte den Frieden leider nicht nachhaltig sichern. Am 21.02.1856 hatte Sultan Abdul Mecid nochmals feierlich die Weitergeltung der Religionsfreiheit in der Türkei mit der sogenannten „Hatti Humayun“ erklärt mit dem Wunsch nach Toleranz der orthodoxen Christenheit. Sein Wunsch wurde nicht erhört, denn das Deutsche Reich bildete sich am 18.01.1871 als Nationalstaat in der Mitte Europas nach einem kurzen Krieg gegen Frankreich

Das Osmanische Sultanat wurde dann kurz vor dem Ersten Weltkrieg am 24.04.1908 durch die Revolution der "Jungtürken" (= politische Partei) gestürzt – vergleichbar mit dem Sturz des Zarentums durch die Russische Revolution von 1917. Der Sultan wurde jedoch nicht getötet. Er starb erst im Jahr 1918 im Palais von Beylerbey am Bosporus, wo er Hausarrest hatte. In der Türkei konnte sich der Sozialismus nie mehrheitlich durchsetzen. Bekanntlich rief Atatürk am 29.10.1923 in Ankara, der neuen Hauptstadt, die türkische Republik aus, die seit 1928 laizistisch ist.


Siehe auch

Tr flag.png Den Begriff Verfassungsrecht im türkischen juristischen Web finden
Tr flag.png Den Begriff "Constitutional law" im türkischen juristischen Web finden
Tr flag.png Den Begriff Tanzimat im türkischen juristischen Web finden
Tr flag.png Den Begriff "Hatti Humayun" im türkischen juristischen Web finden

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