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Täter-Opfer-Ausgleich (il)

aus jurispedia, das gemainsame Recht
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Israel > Strafrecht > Schuld > Asymmetrischer Konflikt > Resozialisierung > Rechtsfortbildung > Nachsorgeprinzip
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Rechtsphilosophische Betrachtung

Ausgehend vom deutschen Jugendstrafrecht hat sich die Idee des harmonisierenden Ausgleichs zwischen Täter und Opfer im modernen Strafrecht der Bundesrepublik Deutschland erst nach der erzwungenen Aufgabe (= geistige Niederlage bzw. staatliche Demut) des deutschen Reichsgedankens herausbilden können. Nach der eigentlich 'platonischen' Idee können Jungtäter statt einer Strafe ein Erziehungsprogramm durchlaufen, das sie bei erfolgreicher Teilnahme offiziell resozialisiert.

Ein Programmpunkt dieses Erziehungsprogramms ist der sogenannte Täter-Opfer-Ausgleich (TOA). Er wird in § 45 Abs. 2 JGG folgendermaßen beschrieben: "Der Staatsanwalt sieht von der Verfolgung ab, wenn eine erzieherische Maßnahme bereits durchgeführt oder eingeleitet ist und er weder eine Beteiligung des Richters nach Absatz 3 noch die Erhebung der Anklage für erforderlich hält. Einer erzieherischen Maßnahme steht das Bemühen des Jugendlichen gleich, einen Ausgleich mit dem/der Verletzten zu erreichen."


Dieses Mediationsverfahren bereinigt den Rechtskonflikt mit disziplinarischen Mitteln statt mit Herrschaftsmitteln!

Am 20. Dezember 1999 hielt der Täter-Opfer-Ausgleich auch Einzug in die Strafprozessordnung: §§ 155 a, 155 b StPO. Seitdem kann die absolut(istisch)e Staatsgewalt durch den Richterspruch in Deutschland in geeigneten Fällen zu einer konsensualen Macht von Staatsanwaltschaft und Gericht gemäßigt werden. Damit wurde das (unchristliche) Talionsprinzip gesetzlich stark eingeschränkt.


Siehe auch