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Syllogismus

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Der aus der griechischen Sprache stammende Begriff Syllogismus geht auf Aristoteles, den „Erfinder“ der wissenschaftlichen Logik zurück. Unter Syllogismus versteht man ein logisches Schließverfahren, bei dem denkerisch abstrakt nach bestimmten Regeln das Besondere eines Einzelfalls aus dem Allgemeinen des Erfahrungswissens abgeleitet wird. Der Syllogismus besteht aus drei Urteilsstufen, die Obersatz, Untersatz und Schluss genannt werden. Somit war die Aristotelische Logik die erste wissenschaftliche Lehre vom korrekten, formal gültigen Argumentieren. Unter Argumentieren versteht man eine sprachliche Aneinanderreihung von Aussagen, die in einer Folgerungsbeziehung zueinander stehen. Das klassische Philosophenbeispiel eines Syllogismus ist folgendes:

Obersatz: Menschen sind sterblich.

Untersatz: Sokrates ist ein Mensch.

Logischer Schluss: Sokrates ist also sterblich.

Die griechischen und römischen Juristen haben den Syllogismus als juristische Urteilsmethode übernommen und zur Kunst der Gerichtsrede weiterentwickelt. Durch den Einfluss von verschiedenen religiösen Vorstellungen im Recht war aber der Wahrheitstransfer dauernden Schwankungen unterworfen - je nachdem, wie jüdische, christliche, muslimische oder gar schamanistische Moralrechtsvorstellungen im europäischen Rechtsraum gestaltend mitwirkten. ==> Chaos

Beim Syllogismus kann man heute drei Arten unterscheiden:


Inhaltsverzeichnis

A Adjunktiver Syllogismus

Beispiel:

Obersatz: Mutter bügelt oder schaut Fernsehen.

Untersatz: Mutter bügelt nicht.

Logischer Schluss: Also schaut sie Fernsehen.


Ein logischer Fehlschluss wäre in diesem Fall:

Untersatz: Mutter bügelt.

Falscher Schluss: Also schaut sie nicht Fernsehen.

B Konjunktiver Syllogismus

Beispiel:

Obersatz: Mutter isst nie Marmelade zusammen mit Wurst.

Untersatz: Mutter isst Marmelade.

Logischer Schluss: Also isst sie gerade keine Wurst.


Ein logischer Fehlschluss wäre in diesem Fall:

Untersatz: Mutter isst gerade keine Marmelade.

Falscher Schluss: Also isst sie heute Wurst.

C Hypothetischer (klassischer) Syllogismus

Obersatz: Weibliche Menschen werden Frauen genannt.

Untersatz: Eine heilige Frau war Maria.

Hypothetischer Schluss: Weibliche Menschen sind Marien.


Erst die heftigen Juristenstreitigkeiten im 19. Jahrhundert zwischen Romanisten und Germanisten des Deutschen Reiches, aus denen die Deutschen Juristentage seit dem Jahr 1860 hervorgegangen sind, brachten die neue logische Methode der Subsumtion als säkulare Lösung für die Wahrheitsfrage im Recht in die Welt.


Siehe auch

International.png Den Begriff Syllogismus im weltweiten juristischen Web finden
Fr flag.png Den Begriff Syllogisme im französischen juristischen Web finden (Syllogisme in Deutsch)
Be flag.png Den Begriff Syllogisme im belgischen juristischen Web finden
Lu flag.png Den Begriff Syllogisme im luxemburgischen juristischen Web finden
Ch flag.png Den Begriff Syllogisme im schweizerischen juristischen Web finden
Eu flag.png Den Begriff Syllogisme im juristischen Web der Europäischen Union finden

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