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Subsumtion

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Hauptseite > Methodenlehre des Rechts > Rechtsklarheit > Juristische Bildung in Europa > Denkraum
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Einer der wichtigsten Juraprofessoren für die Methodenlehre des formal-begrifflichen Denkens der sogenannten Pandektistik war Anfang des 19. Jahrhunderts Georg Friedrich Puchta (1798 - 1846) in Berlin. Die Pandektistik hatte Auswirkungen auf die Rechtsentwicklungen in der Schweiz, in Österreich, in Italien und in England. Durch sein an Immanuel Kant’s Werk geschultes abstraktes Denkvermögen gelang es Georg Friedrich Puchta mit Hilfe seiner wissenschaftlichen Mitarbeiter die aus der Antike überkommene Lehenspyramide – bestehend aus gelebten Rechtsbeziehungen – zu abstrahieren und in eine juristische Begriffspyramide zu verwandeln. Er wendete dazu die Regeln der formalen Logik an, die Immanuel Kant in seinen Kritiken entwickelt hatte. Seit dieser Zeit gilt die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Rechtserzeugung durch abstrakte Begriffskonstruktionen als logisch begründet.

Aus gesammelten Rechtssätzen wurde das Gemeinsame abstrahiert und aufsteigend zu Begriffen von wachsender Allgemeingültigkeit zusammengefasst. So konnte man einen Tatbestand einem Rechtssatz unterwerfen, um ein Urteil zu gewinnen. Diesen dreistufigen Denkprozess nennt man Subsumtion und logische Schlussfolgerung. Er gliedert sich so:

  • Analyse des jeweiligen Lebenssachverhalts und synthetische Definition des gefundenen Tatbestands (= Untersatz)

Die Subsumtion als formal-logische juristische Methode bildet zunehmend „den Quell“ der Rechtsprechung in Europa. Sie könnte heute als die bisher fehlende, d.h. weitgehend unentdeckte logische Ergänzung zum antiken Syllogismus des Aristoteles erkannt werden. Bezogen auf die Kantische Logik, die Urteile nach den zwei mal zwei (2 x 2 = 4) Kategorien analytisch und synthetisch bzw. a priori und a posteriori unterscheidet, wäre die Subsumtion ein synthetisches Urteil, durch das versucht wird, sowohl die Vergangenheit (a posteriori) als auch die Zukunft (a priori) gerecht und sozial zu berücksichtigen.

Der Affekt der Rache spielt bei dieser modernen Gerechtigkeitsvorstellung keine Rolle mehr! Somit dient die richtig angewandte Methode der Subsumtion der Wahrheitsfindung – im Gegensatz zum Syllogismus, der dem logischen Wahrheitstransfer - von der Gotteserkenntnis ausgehend - diente.


Siehe auch

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Uk flag.png Den Begriff subsumption im juristischen Web des Vereinigten Königreiches finden
Ca flag.png Den Begriff subsumption im Kanadische juristischen Web finden
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