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Strafvollstreckung (de)

aus jurispedia, das gemainsame Recht
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Deutschland > Öffentliches Recht > Strafverfahrensrecht
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Die Strafvollstreckung in Deutschland ist in den §§ 449 - 463 d StPO als verfassungsmäßiges, d.h. gerechtes Verfahren gesetzlich geregelt.



Rechtshistorische Betrachtung

Das mittelhochdeutsche Wort 'Pranger' bezeichnete einen (Marter-)Pfahl, an dem gemäß mittelalterlichem Strafrecht ein Verbrecher auf einem öffentlichem Platz ausgestellt wurde.


Kulturhistorische und sprachphilosophische Betrachtungen

Das mittelhochdeutsche Verb ‚prangen‘ hat sich in einem alten Volksgedicht des Juristen und Dichters Matthias Claudius (1740 – 1815) in seiner ursprünglich positiven Bedeutung bis heute für die deutsche Sprache erhalten können. In dem bekannten Abendlied heißt es: „Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar.“ Das Gedicht wurde 1778 verfasst und schon im Jahr 1790 von Johann Abraham Peter Schulz (1747 – 1800) durch eine gut singbare Melodie verewigt. Die drei deutschen Begriffe Macht – Pracht – prangen machen die lautliche Entwicklung dieses alten Wortes deutlich.

In der niederländischen Sprache hat das Verb ‚prangen‘ eine andere Bedeutung erhalten. Es bedeutet dort drücken, pressen. Der englische Begriff ‚prang‘ bedeutet als Substantiv Bruchlandung, Bombenhagel, Luftangriff, Heldentat. Das Verb ‚to prang‘ bedeutet bepflastern, schwer bombardieren, durch Bruchlandung kaputtmachen (= „Kamikaze“). Dieser negative Bedeutungswandel von ‚prangen‘ hat wohl mit der allmählichen Christianisierung der naturreligiösen germanischen Völker zu tun.

Das deutsche Volkslied geht folgendermaßen weiter: „Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar.“ Ob sich die naturreligiösen Menschen früherer Zeiten den irdischen Nebel aus feinen Wassertröpfchen im Mondlicht der Nacht mit dem sichtbar leuchtenden Spiralnebel am Himmel (= Milchstraße) zu einem einzigen (egozentrischen) Lebensraum zusammengedacht haben, lässt sich heute nicht mehr durch Zeugenaussagen nachweisen. Auf den am Nachthimmel gut sichtbaren Sternenhaufen der „Plejaden“ wurde einst von Schamanen bzw. Sterndeutern die naturrechtliche Richter(innen)funktion projiziert. Noch heute sind die Symbole Mond und Sterne für den Islam Zeichen der Macht/Pracht.

Die drei (3) weiteren Verse des Gedichts gehen so:

"Wie ist die Welt so stille und in der Dämm'rung Hülle so traulich und so hold, als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt!

Sehr ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.

So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder! Kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen und lass uns ruhig schlafen und unsern kranken Nachbarn auch."


Siehe auch

De flag.png Den Begriff Strafvollstreckung im deutschen juristischen Web finden
De flag.png Den Begriff "Matthias Claudius" im deutschen juristischen Web finden
At flag.png Den Begriff Strafvollstreckung im österreichischen juristischen Web finden
Ch flag.png Den Begriff Strafvollstreckung im schweizerischen juristischen Web finden
Li flag.png Den Begriff Strafvollstreckung im liechtensteinischen juristischen Web finden
Eu flag.png Den Begriff Strafvollstreckung im juristischen Web der Europäischen Union finden