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Staatstheater (it)

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Das anspruchsvolle italienischsprachige Theater entstand wegen der Dominanz des Kirchen- und Juristenlateins in den italienischen Stadtstaaten erst im 18. Jahrhundert, also zeitgleich mit dem deutschen Staatstheater. Zuvor hatte sich die „Commedia dell’arte“ als typisch italienisches Volkstheater von Berufsspaßmachern regional unterschiedlich in Dialekten entwickelt. Das Typische der „Commedia dell’arte“ ist das Fehlen von auswendig zu lernenden Texten. Die Schauspielerinnen und Schauspieler mussten innerhalb einer vorgegebenen Rahmenhandlung miteinander improvisieren. Deshalb war die Qualität des Theaterspiels stark von der individuellen Schauspielausbildung und –erfahrung abhängig.

Für reisende und stehende Theaterunternehmen stellten bekannte und beliebte Theaterstücke damals einen Wettbewerbsvorteil dar. Deshalb wurde der Theaterdichter in Europa zunehmend zum bürgerlichen Beruf. Die Synthese des italienischen Volkstheaters mit der literarischen Bühne gelang erstmals dem Arztsohn und Rechtsanwalt Carlo Goldoni (1707 – 1793) in Venedig. Bekannte Stücke von Goldoni sind „Der Diener zweier Herren“ und „Kaffeehaus“. Der dichtende Jurist starb verarmt im revolutionären Paris im hohen Alter von 85 Jahren.

Ebenfalls aus Venedig stammte Carlo Gozzi (1720 – 1806), der das auch von Friedrich Schiller bearbeitete und von Puccini als Oper vertonte chinesische Märchen „Turandot“ seiner italienisch sprechenden Nachwelt hinterlassen hat. Das Theaterstück handelt von der erfolgreichen Brautwerbung eines chinesischen Prinzen am chinesischen Kaiserhof. „Turandot“ ist die rätselverliebte Kaisertochter, die als Liebesprobe an jeden Brautwerber drei Rätselfragen stellt. Bei falschen Lösungen droht dem leidenschaftlichen Bewerber der Tod, doch der Prinz gewinnt das Liebesspiel mit Vernunft


Siehe auch

It flag.png Den Begriff "Commedia dell'arte" im italienischen juristischen Web finden
It flag.png Den Begriff "Carlo Goldoni" im italienischen juristischen Web finden
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