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Staatstheater (de)

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Inhaltsverzeichnis

Rechtshistorische Betrachtung

Das deutschsprachige klassische Theater entwickelte sich erst im 18. Jahrhundert in der Schlussphase des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, das im Jahr 1806 vom österreichischen Kaiser juristisch aufgelöst wurde (= faktische Rechtsspaltung zwischen dem nationalistischen Frankenreich und dem Östlich-katholischen Reich). An der nachhaltig völkerverbindenden Entwicklung der Deutschen Klassik wirkten sowohl die berühmten deutschen Dichter wie Lessing, Goethe und Schiller mit als auch die Advokatentochter Friederike Caroline Neuber (1697 – 1760) zusammen mit ihrer reisenden Hof-Comödiantentruppe.

Aus purer Not taten sich polnische, sächsische, braunschweigische und lüneburgische Hofschauspielerinnen und Hofschauspieler im Jahr 1725 solidarisch zusammen und reformierten das künstlerische Reisetheatergewerbe nach englischem Vorbild und nach Ideen des damals berühmten deutschen Literaturprofessors Gottsched aus Leipzig. Gottsched war ein Theoretiker der Europäischen Aufklärung und wollte Theaterstücke zu Lehrstücken für das Volk machen. Er kritisierte das sonst übliche Barocktheater moralisch und verbannte alberne Harlekine, Narren und den „Hanswurst“ dogmatisch von der Theaterbühne.

Die deutsche Schauspielerin und Leiterin ihrer reisenden deutschsprachigen Schauspieltruppe ging als „Neuberin“ in die deutsche Kulturgeschichte ein. Sie führte ihr Kulturunternehmen zusammen mit ihrem Ehemann mit viel Enthusiasmus und nahm die zahlreichen Diskriminierungen durch die konservativ-christlichen Kräfte im Reich tapfer in Kauf. Von den Eintrittsgeldern für das Theater konnte damals kaum jemand leben. Das Unternehmen existierte immerhin bis zum Jahr 1750. Es hatte somit 25 Jahre lang sein deutschsprachiges Publikum spielerisch etwas aufklären können. Danach übernahmen die neu geschriebenen Theaterstücke von Gotthold Ephraim Lessing, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller diese nie endende Volksbildungsaufgabe. Bis heute werden ihre berühmten Theaterstücke auf vielen Bühnen und in zahlreichen Filmen den Zuschauerinnen und Zuschauern vorgeführt. Lessing, der Älteste dieses deutschen Autorentrios, kritisierte ausdrücklich das damalige Französische Theater mit seinen starren, künstlichen Spielregeln. Das Englische Theater, d.h. Shakespeares Stücke, hätten eine viel stärkere Wirkung auf ihre Zuschauerinnen und Zuschauer, weil die Versformen hier freier gestaltet seien und so für die Akteurinnen und Akteure mehr Natürlichkeit im Schauspiel möglich sei. Prompt wurde Lessing im Jahr 1778 zensiert. Sein „Nathan der Weise“ galt damals als Tendenzstück ...

Griechisch-Deutsche Staatentragödie

Bekanntlich war das Heilige Römische Reich Deutscher Nation einst eine (deutsche) Kulturnation. Kunstgeschichte und Rechtsgeschichte liefern viele Beweise für diese philosophische These. Nach der juristischen Auflösung des ökumenischen Reiches in der Mitte Europas im Jahr 1806 durch den deutschen, römisch-katholischen Habsburger Kaiser Franz II. (Reichsregierung 1792 – 1806) nahm die Tragödie ihren bekannten schrecklichen und jammervollen Verlauf. Die „Götterdämmerung“ begann …

Die positive Wirkung der altgriechischen Tragödien auf ihre Zuschauerinnen und Zuschauer rührt bekanntlich von dem möglichen Umschwung her, den die tragische Spielhandlung des Theaterstückes aufzeigt. Das kann sowohl ein Umschwung von Glück in Unglück, als auch von Unglück in Glück sein. Je nachdem endet die Tragödie mit einem Untergang der tragischen Helden oder mit einer Versöhnung - in diesem deutschen Wort steckt der 'Sohn' drin -, bei dem oder der das Schicksal (als Göttin) eine entscheidende Rolle spielt. Die alten Griechen nannten diese Naturmächte „Kakodaimonie“ bzw. „Eudaimonie“. „Daimon“ war für die antiken Griechen kein Dämon, sondern göttliches Wirken, das der menschlichen Seelenbildung dient. Das altgriechische Gottesbild in Beziehung zum Menschen war stets fördernd – auf die liebende oder die strenge Art. Um die menschlichen „Dämonen“ wie Zorn oder Hybris mit Hilfe von Seelenbildung und einem Anti-Doping-Gesetz überwinden zu können, ist jedoch eine entsprechend aufgeklärte Schul- und Erwachsenenbildung im Staat notwendig. Deshalb richteten die alten Griechen ihre philosophischen Akademien schon während der Antike für ihre privilegierten Männer ein.

Die Innere Schulreform in Deutschland versucht seit 1995, diese alte Idee durch eine moderne, aufgeklärte Bildungspolitik bundesweit umzusetzen und europaweit anzustoßen. Hierzu ist eine ökumenische, weltethisch-europäische Zusammenarbeitskultur notwendig. Vereinzelt immer noch herrschende religiöse Dogmen oder Nationalismen sollten spielerisch, – wie seit langem jährlich in der deutschen Karnevalskultur vom närrischen Volk in der „Bütt“ geübt – gewaltlos und freilassend in Frage gestellt werden, bis diese Gesetze in ihren jeweiligen Rechtsräumen entweder zur sozialen Ordnung überflüssig oder zur allgemeinen Gewohnheit geworden sind.

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Siehe auch

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