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Semitische Sprachen

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Die Bezeichnung 'semitisch' leitet sich begrifflich von den altägyptischen Priesterinnen, den 'schemat' (= singende Mütter) her, die die schamanischen Hymnen und Worte der Kraft kannten. Zu den semitischen Sprachen des Vorderen Orients gehören Akkadisch (erste semitische Sprache aus dem 3. Jahrtausend vor Christus; später Assyrisch, in Keilschriften auf Tontafeln erhalten), Arabisch, Aramäisch, Äthiopisch (Amharisch), Hebräisch, Ivrit, Kanaanäisch, Maltesisch, Nabatäisch, Phönikisch, Syrisch, Ugaritisch u.a.


Inhaltsverzeichnis

Religions- und sprachphilosophische Betrachtung

Die Sprachgruppenbezeichnung ‚semitisch‘ lässt sich dank biblischer Aufzeichnung von einem der Überlebenden der großen Flutkatastrophe im mystischen Altertum herleiten. Dieser Priestersohn von ‚Noah‘ hieß ‚Sem‘ bzw. ‚Schem‘. Er überlebte dank göttlicher Vorwarnung (= Wahrspruch) eine schreckliche Flutkatastrophe im selbstgebauten Holzschiff ‚Arche‘. ‚Sem‘ bildete dann zusammen mit seiner Ehefrau einen der drei neuen Menschenstämme des Alten Testaments (siehe Genesis 9.18 – 10.32). Die drei Stämme unterscheiden sich namentlich, patrilinear abgeleitet als Semiten, Hamiten und Jafeten.

Es dürfte sich bei dieser Unterscheidung um zwei mythische Phantasiebezeichnungen der Kontinente von Afrika (Hamiten) und Asien (Jafeten) handeln. Um die Erdspalte zwischen beiden Kontinentalplatten herum (Rotes Meer, Totes Meer, Jordan-Graben) bildete sich bekanntlich die sehr alte, semitische Sprachengruppe als Drittes heraus. Als semitische Kulturen gelten in der Wissenschaft heute noch lebende Äthiopier (Abessinier), Araber, Hebräer, Juden (Judäer), Palästinenser und Syrer. Untergegangene Semitenstämme sind Akkader, Aramäer, Assyrer, Kanaanäer, Nabatäer, Phöniker, Ugariter u.a.

Semitische Sprachen können heute völkerrechtlich nicht mehr als „göttlich“ gelten!!! Nur das Arabische gilt im Internationalen Völkervertragsrecht als authentisch!


Sprachwissenschaftliche Betrachtungen

Wegen der beiden grundlegenden Religionsschriften Thora und Koran stehen die beiden semitischen Schriftsprachen Hebräisch und Arabisch faktisch in einem heiligen Wettstreit der Sprachräume. Die ältere Sprache Hebräisch besteht aus 22 geschriebenen Mitlauten. Die Selbstlaute werden im Hebräischen traditionell nicht mitgeschrieben. Die älteste überlieferte hebräische Schriftform ist das Altkanaanäische aus dem vierten Jahrhundert vor Christus. Die Amtssprache des Staates Israel ist die modernste Form des Hebräischen. Sie entstand nach der Staatsneugründung ab dem Jahr 1948 und wird ‚Iwrith‘ genannt. Die Hebräische Schrift, d.h. die Schrift für das Hebräische Recht, hat demnach eine Geschichte, die mindestens 24 Jahrhunderte umfasst.

Die Schreib- und Leserichtung von rechts nach links haben die hebräische und die arabische Schrift gemeinsam. Die Arabische Schrift besteht ebenfalls nur aus Mitlauten, insgesamt aus 28 Schriftzeichen ohne Großbuchstaben. Selbstlaute (= Vokale) können durch diakritische Zeichen, d.h. durch Unterscheidungszeichen schriftlich kenntlich gemacht werden. Seit der Aufzeichnung der Predigten und Offenbarungen des Propheten Mohammed im siebten Jahrhundert nach Christus haben sich verschiedene Schrifttypen des Arabischen entwickelt: Buchschrift, Persische Schrift, Kufische Schrift u.a.

Als völkerrechtlich authentische Sprache wird sich die Arabische Schrift global lebendig weiterentwickeln. Die gemeinsame Schrift dient der Verständigung zwischen allen arabisch Sprechenden, die – wie überall auf der Erde – in zahlreichen Mundarten und Mischsprachen miteinander kommunizieren. Eine europäische Mischsprache ist die Maltesische Inselsprache, eine Sprachensynthese zwischen Italienisch und Arabisch. Auch in die deutsche Sprache wurden im Verlauf der Rechtsgeschichte Lehnwörter aus dem Arabischen übernommen. Beispiele sind Aprikose, Laute, Chemie und Admiral


Hebräisches Alphabet

Das hebräische Alphabet besteht aus 22 sehr alten Schriftzeichen, die alle Konsonanten, d.h. Mitlaute darstellen. Die Vokal- bzw. Selbstlautzeichen wurden als Punkte erst später ergänzt. Da es im Althebräischen noch keine speziellen Zahlzeichen gab, stellt traditionell jeder hebräische Buchstabe gleichzeitig auch mindestens einen Zahlenwert dar. Aus diesen Schreibmöglichkeiten entwickelten die früheren Rabbiner, d.h. die judäische Priesterkaste, ihre Form der Numerologie (= „Gematria“) als Zahlenmagie. So entwickelte sich der sogenannte Kabbalismus heraus als jüdisch-praktische Geheimlehre (= Okkultismus). Kabbalisten gruppieren die 22 hebräischen Schriftzeichen unter die drei Oberbegriffe „Mütter“ (= 3), „Doppelte“ (= 7) und „Einfache“ (= 12). Sie schreiben geheime Zahlenspiele mit magisch aufgeladener Bedeutung wie einen normalen hebräischen Text auf. Nur Eingeweihte können diesen Text in seiner richtigen Bedeutung lesen bzw. interpretieren – der Beginn der Kunst der richtigen Gesetzesinterpretation.

Außer ihrem unsystematischen Zahlenwert besitzen alle 22 hebräischen Buchstaben auch noch einen eigenen abstrakten Namen und eine eigene Symbolbedeutung, die wohl noch aus der Anfangszeit der Schriftentwicklung mit Bildzeichen bzw. Hieroglyphen stammt. Zum Beispiel stellt der elfte Buchstabe „Kaf“ eine Handfläche dar und gehört zu den „Doppelten“. „Kaf“ besitzt den Zahlenwert 20. Die zehn ersten hebräischen Buchstaben „Aleph“ bis „Jod“ stellen – möglicherweise – die Zahlenwerte 1 bis 10 dar. „Jod“ bis „Kof“ zeigen – möglicherweise – in Zehnerschritten die Zahlenwerte 10 bis 100 an. Der letzte hebräische Buchstabe „Tau“ ist ein „Doppelter“, besitzt den Zahlenwert 400 und symbolisiert ein Kreuz


Siehe auch

International.png Den Begriff "semitische Sprache" im internationalen juristischen Web finden
International.png Den Begriff Kabbala OR Kabbalist im weltweiten juristischen Web finden
Fr flag.png Den Begriff cabalistique im französischen juristischen Web finden (cabalistique in Deutsch)