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Selbstschändung

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Der strafrechtliche Begriff Sodomie bezeichnete früher jede Art von Perversionen beim Geschlechtsverkehr. Die strenggläubigen Menschen konnten früher nicht über solche Dinge sprechen (= Tabu), ohne sich schuldig zu fühlen, und so konnten auch keine juristischen Begriffsdefinitionen erlassen werden. Heute verstehen wir unter Sodomie ausschließlich den Geschlechtsverkehr mit Tieren. Der biblische Namensbezug zur untergegangenen Stadt Sodom ist offensichtlich.

Sodomie war in antiken Staaten nicht in allen Fällen strafbar. So wird uns in hethitischen Rechtsbüchern in Keilschrift überliefert, dass Männer nach einem (religiösen?) Fehltritt mit einer Stute oder Mauleselin vom hethitischen König nur durch den Ausschluss von öffentlichen Ämtern gemaßregelt wurden. Die Hethiter sahen derartige Sodomie demnach noch als Ordnungswidrigkeit. Die Gründe hierfür dürften in den steinzeitlichen naturreligiösen Fruchtbarkeitskulten zu suchen sein.

Mit solchen „nichtmenschlichen“ sexuellen Vermischungspraktiken zwischen Tieren und Menschen machte erst die Thora bzw. die jüdische Staatsreligion strafrechtlich Schluss, denn die Judäer hatten erkannt, dass die Frau durch sexuellen Beischlaf faktisch zum Tier erniedrigt wird, wenn der Mann zuvor Selbstschändung mit Tieren betrieben hatte.

Auch die praktizierte und aufgedeckte männliche Homosexualität wurde/wird religionsstrafrechtlich in manchen Staaten wie Sodomie geahndet, ebenso der Sex mit Kindern.


Quelle: Hethitisches Recht, von Schuler, 1982

§ 200

Wenn ein Mann mit einem Pferd oder mit einem Maultier sündigt, ist es kein Ärgernis. Beim König aber tritt er nicht mehr ein, auch wird er nicht Priester.


Religionsphilosophische Betrachtung

Das altgriechische naturreligiöse Lehrgleichnis von der kretischen Königin ‚Pasiphae‘, die sich in den göttlichen Opferstier des griechischen Meeresgottes ‚Poseidon‘ (= der mit dem Dreizack) verliebte und mit ihm Sodomie, d.h. eine Gotteslästerung, verübte, ist die fast vergessene Mär zur indogermanischen Ergänzung des Europa-Mythos. Das Ergebnis dieser schweren Sexualstraftat war der ‚Minotaurus‘, ein Tiermensch mit Stierkopf.

Das Lehrgleichnis ahndet diese Straftat mit der Gefangenhaltung bzw. Sicherheitsverwahrung des Kindes im Labyrinth. Dies galt wohl in der Antike als schwerste religionsrechtliche Strafe, denn das Labyrinth symbolisiert das Zwischenreich zwischen materieller und geistiger Welt.

Die von den (dschainistischen) Todespriestern für unsterblich erklärte Menschenseele konnte aus dem Labyrinth nicht entkommen und konnte daher nicht mehr wiedergeboren werden. Dieser uralte Aberglaube beeinflusste wohl auch noch im beginnenden 19. Jahrhundert das dynastische Verbrechen an Kaspar Hauser, dem „Kind Europas“

Bekanntlich gab es aber auch für den menschenfressenden ‚Minotaurus‘ ein menschliches Erlöserpaar: den Athener ‚Theseus‘ und ‚Ariadne‘, eine kluge Tochter von König ‚Minos‘ …


Siehe auch

International.png Den Begriff Sodomie im weltweiten juristischen Web finden
De flag.png Den Begriff Ariadne im deutschen juristischen Web finden
Fr flag.png Den Begriff sodomie im französischen juristischen Web finden (sodomie in Deutsch)

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