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Eigenverantwortung

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Inhaltsverzeichnis

Kontinentale Eigenverantwortung


Nationale Eigenverantwortung


Rechtsphilosophische Betrachtungen

Der junge Mann richtet sich – im Unterschied zur Jungfrau – zur geschlechtlichen Identitätsbildung meist unbewusst am eigenen oder am stellvertretenden Vatervorbild aus. Dieser menschliche Wachstumsvorgang hält die Familien in der Regel zusammen, solange ein Grundgefühl der familiären Ordnung für alle Familienmitglieder spürbar bzw. erkennbar ist.

Ein guter Vater überzeugt seine Familie regelmäßig durch seine liebevolle Gesinnung und sein verantwortungsbewusstes Verhalten. So dient er der Souveränität seiner Familie im patriarchalischen Umfeld bis zur Selbstaufgabe in Krankheit, Leiden und/oder Tod. Der väterliche Beschützerinstinkt wird hormonell ausgelöst und/oder vom eigenen Sozialkartell eingefordert. Die wirkliche Souveränität der Familie kann nur aus der Willenssynthese aller Mitglieder hervorgehen, d.h. aus Spielregeln, die alle gut finden und die deshalb zum Konsens führen.

Willkür gibt es in aktiver und in passiver Form, was sich heute an der „Tat durch Unterlassenstrafrechtlich in Deutschland zeigen lässt. In der Wirklichkeit einer Familie in Deutschland sind zahlreiche Funktionen dem väterlichen Willenseinfluss völlig entzogen. Will der Vater sein Recht am eigenen (religiösen?) Familienbild gewaltlos durchsetzen, dann muss Tapferkeit als individuelle Gesinnung in ihm vorherrschen. Denn eine individuelle Entscheidung für rein egoistische Zwecke führt heute zunehmend zum Familiendissens und in der Folge zur Trennung und/oder Scheidung.

Jedoch hat auch der Vater in Deutschland seinen Anspruch auf Anerkennung seiner Grundrechte. Diese Rechte gegenüber seiner Familie auch familiengerichtlich einzuklagen, stellt in der modernen europäischen Gesellschaft ein neues Rechtsphänomen dar. Eine Familienharmonie entsteht auf diesem Rechtsweg jedoch nur formaljuristisch. Die innere, moralische Harmonie kann nur durch die gegenseitige Anerkennung aller Familienmitglieder neu entstehen.

Rechtshistorische Betrachtung

Sexuelle Verhaltensnormen von Männern und Frauen mit unterschiedlichen religiösen Familiengewohnheiten sind häufig sogar gegensätzlich und daher oft unverträglich. Für eine christliche Frau ist der Status als Kurtisane moralisch als gesellschaftlicher Abstieg zu werten. In anderen Kulturen erlangen Kurtisanen reicher Männer einen dynastischen Statusgewinn. Der Beschützerinstinkt christlicher Väter führt in willenssynthetisch unreflektierter Ausprägung zwingend zur fundamentalistischen Segregation. Das reichsdeutscheGesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ und seine furchtbaren Folgen bleibt für alle Menschenzeiten ein mahnendes Rechtsdokument zur Erwachsenenbildung.

Aus Sicht der christlichen Väter stellte die durch das NS-Recht mechanisierte Ausstoßung aller potentieller Schandtäter aus dem christlichen Volksverband eine kultische Abwehrreaktion dar. Diese unbewusste Abwehrreaktion wird mit der Erkenntnis der eigenen Rechtsfähigkeit aller jungfräulichen Töchter als triebhafter Nothilfeexzess des antiken „Pater familiaserkennbar ...


Naturphilosophische Betrachtung

„Auch die Mitte des Auges, die wir Pupille nennen, ist nichts andres als eine Art Punkt des Auges, und doch wohnt darin eine solche Kraft, dass mit ihr der halbe Himmel in seiner ganzen unsagbaren Größe beschaut werden kann, wenn man auf einer Höhe steht. … Aber nur wenigen ist es vergönnt, die Seele durch die Seele selbst zu sehen, anders gesagt, dass die Seele sich selbst sieht. Sie sieht aber durch den Verstand. Durch ihn allein nämlich darf sie sehen, dass in der Welt der Dinge die mächtigeren und großartigeren gerade jene Wesenheiten sind, die, wenn ich so sagen kann, keinen Schwellungen ausgesetzt sind. Nicht ohne Grund versteht man ja unter Schwellung ganz allgemein die Leibesgröße. Wenn sie so hoch zu schätzen wäre, müssten wahrlich die Elefanten gescheiter sein als wir. Wenn einer, der sich viel mit Elefanten beschäftigt, ihre Klugheit rühmt – …, der wird meiner Meinung nach zumindest zugeben müssen, dass eine kleine Biene mehr Verstand hat als ein Esel, und es wäre wohl mehr als Eselei, ihrer beider Größen zu vergleichen.“[1]

Naturwissenschaftliche Betrachtung

Am Beispiel des Lebensraumes Wasser soll die Funktion der Selbstkontrolle anschaulich gemacht werden. In einem natürlichen Gewässer herrscht ein biologisches Gleichgewicht. Die Konsumenten, d.h. die Wassertiere, vermehren sich in systemischer Abhängigkeit von den Produzenten, d.h. von den Algen und Wasserpflanzen, denn diese erzeugen organische Stoffe mit Hilfe ihrer Kompetenz „Photosynthese“. Die biochemische Photosynthese hängt wiederum vom Gehalt an Kohlendioxid und Mineralsalzen im Wasser ab, die durch Konsumenten und Reduzenten (sowohl konsumierend als auch produzierend) erzeugt werden.

Die Verschmutzung eines natürlichen Gewässers mit organisch-biologischem Abwasser führt regelmäßig zur Vermehrung von Bakterien, Würmern, Kleinkrebsen, Insektenlarven u.a., die sich von diesen zugeführten Abwasserstoffen ernähren. Sie bauen dabei die organischen Schmutzstoffe zu geruchlosen niedermolekularen Stoffen ab. Diese dienen wiederum den sauerstoffbildenden Algen als Nahrung. Die Lebensgemeinschaft aller dieser Wasserorganismen führt mit der Zeit durch Selbstreinigung bzw. natürliche Stoffbalance zur Wiederherstellung der Gewässergesundheit.

Bei Zufuhr einer zu großen Menge von Schmutzstoffen hängt die Heilung von der Zunahme der Fließgeschwindigkeit des Gewässers und der Zufuhr von Sauerstoff ab. Bei zu großem Sauerstoffmangel sterben viele Wassertiere ab und das Gewässer kippt um, d.h. es verliert seine Selbstheilungskraft. Dann können die Schmutzstoffe nur noch über Fäulnisprozesse mit Hilfe von anaeroben Bakterien abgebaut werden. Hierbei entstehen Kohlendioxid, Methan, Schwefelwasserstoff und Ammoniak, d.h. chemische Stoffe, die ein Weiterleben für die meisten Wasserorganismen unmöglich machen.

Industrielle Abwässer können außerdem auch giftige Metalle wie Blei, Arsen, Chrom, Cadmium, Quecksilber und Zyanide enthalten. Diese Stoffe wirken als Zellgifte und/oder sind krebserregend. Industrielle Landwirtschaft leitet Biozide in die Gewässer, die über die biologische Nahrungskette – logischerweise - auch in den menschlichen Körper gelangen. Die regionale und globale Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Selbstheilungskräfte der natürlichen Gewässer ist schlicht überlebensnotwendig für Mensch und Natur. Schamaninnen und Schamanen lehren diese uralte Weisheit noch heute!

Fußnoten

  1. Augustinus, De Quantitate Animae liber unus, deutsche Übersetzung entnommen aus „Liebe und tu, was du willst“ (Dilige, et quod vis fac!), Seiten 72/73, insel taschenbuch 2382, Insel Verlag Frankfurt am Main 1998

Siehe auch

International.png Den Begriff Selbstkontrolle OR Eigenverantwortung im weltweiten juristischen Web finden