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Schwäbischer Bund

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Rechtshistorische Betrachtung

Der römische Heerführer Julius Caesar hat in seinem Werk „de bello Gallico“ im vierten Kommentar (‚commentarius quartus‘) auch über die ‚Sueben‘, einen damals wehrhaften germanischen Volksstamm berichtet. Eine mögliche deutsche Übersetzung dieses klassischen lateinischen Textes erzählt aus dem 55. Jahr vor Christi Geburt über die späteren Schwaben im Kommentar des gebildeten, militärischen Anführers: „Sueborum gens est longe maxima et bellicosissima Germanorum omnium“.[1]

Der Stamm der Sueben ist der weitaus größte und streitbarste aller Germanen. Diese sollen 100 Gaue haben, aus denen sie jährlich je tausend Bewaffnete zur Kriegsführung einziehen. Die übrigen, die zu Hause bleiben, ernähren sich und jene; nach einem Jahr stehen abwechselnd die anderen unter Waffen, jene bleiben wieder zu Hause. So wird weder Ackerbau noch Theorie und Praxis des Krieges unterbrochen. Aber bei den Sueben gibt es kein privates und abgetrenntes Ackerland und man darf nicht länger als ein Jahr am gleichen Ort zum Anbauen bleiben. Und die Sueben leben nicht so sehr vom Getreide als vielmehr von Milch und Fleisch - und sie sind oft auf der Jagd.

Sowohl durch die Art der Speisen und die tägliche Übung als auch durch die Freiheit des Lebens, weil sie von Kindheit an weder an Pflicht noch an Zucht gewöhnt sind und überhaupt nichts gegen ihren Eigenwillen machen müssen, wachsen ihnen Kräfte zu und es entstehen Menschen von ungeheurer Körpergröße. Sie sind daran gewöhnt, dass sie in einer sehr kalten Gegend in Flüssen baden und nichts an Kleidung haben außer Fellen, wegen deren Knappheit ein großer Teil des Körpers unbedeckt ist.

Kaufleute bekommen Zutritt zu den suebischen Dörfern, damit diese Menschen haben, denen sie die Dinge, die sie durch den Krieg erbeutet haben, verkaufen können. Sueben verwenden die nach Gallien importierten Reitpferde nicht selbst, sondern sie bringen ihre eigenen kleineren und unedlen Pferde durch tägliche Übung dazu, dass sie höchste Arbeitsleistung erbringen. Sie springen in Reitergefechten oft vom Pferd und kämpfen zu Fuß und sie gewöhnen die Pferde daran, an der Absprungstelle stehen zu bleiben, sodass sie, wenn es nötig ist, schnell zu ihnen zurückkehren können. Gemäß ihren germanischen Sitten wird das Benutzen eines Sattels für schändlich und unnütz gehalten. Deshalb wagen sie es, große Zahlen von Reitern auf Sätteln anzugreifen, egal wie wenige sie selber sind. Sie verbieten die Einfuhr von Wein in ihr Land, weil sie glauben, dass die Männer dadurch schlaff und verweichlicht werden. Sie glauben, dass es das höchste Lob für ihren Staat ist, wenn ein möglichst breiter Grenzstreifen menschenleer bleibt. Daraus würde unmittelbar klar, dass die fremden Stämme ihrer suebischen Kraft nicht gewachsen sind. Das Land auf der einen Seite des Suebenstaates soll 100 Meilen weit menschenleer sein. Auf der anderen Seite leben die Ubier (die ‚Ubier‘ lebten einst im Taunus und im Westerwald, heute: Hessen).


Fußnoten

  1. Caesar, De bello Gallico, Textausgabe von Dr. Hans Fluck, Buch 4, Seite 58, Absatz 1, Satz 3, Lateinische Klassiker 10705, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn

Siehe auch

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