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Satz vom ausgeschlossenen Dritten

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Das formallogische Grundgesetz mit dem lateinischen Namen „tertium non datur“ ist heute bei Logikerinnen und Logikern als der „Satz vom ausgeschlossenen Dritten“ gut bekannt. Diese elementare Regel des logischen Schließens (= eine (1) Form des menschlichen Denkens) kann mit Junktoren formelhaft dargestellt werden. Junktoren verbinden die Prämissen mit der Konklusion auf mathematische Weise. In Worten ausgedrückt, d.h. in die deutsche Sprache übersetzt, lautet der „Satz vom ausgeschlossenen Dritten“ folgendermaßen:

Einführung ins französische Recht

Also ist A (= Frankreich: 'le soleil' = männliche Lichtquelle) oder nicht A (= Deutschland: 'die Sonne' = weibliche Lichtquelle). --> Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik; Bilateralismus, Gewalten-Teilung

Oder in der rechtsinformatischen Variante:

Also ist 1 oder nicht 1, also 0. (= Binärcode)


Die entsprechende monotheistische Konklusion des noch im alten, schamanischen Kaiserreich Ägypten ausgebildeten Hohepriesters Mose lautet folgendermaßen:

Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“[1]

Diese biblische Schöpfungsgeschichte vom "homo sapiens" reformierte die polytheistische, indogermanisch-griechische Schöpfungsmystik ausgehend vom Abyssos erfolgreich zur Dreifaltigkeit. Das kanonisch-rechtliche Ehesakrament schuf eine nichtewige rechtliche Dauerverbindung zwischen einem Mann und seiner Ehefrau. Nur ihre Kinder waren im Patriarchat erbberechtigt.


Die formale Sprachlogik befasst sich mit der formalen Beziehung zwischen Prämissen und Konklusion und nicht mit der Frage nach der Wahrheit oder Falschheit der Prämissen bzw. der Konklusion. Die oben verwendeten Junktoren mit den Bedeutungen „also ist“, „oder“ und „nicht“ verbinden die Unbekannte A mit sich selbst und gestalten so diesen logischen Satz. Die Formel schließt die Existenz einer dritten Unbekannten kategorisch aus. Es kommen nur zwei Unbekannte in dieser Formelwelt vor, nämlich A und Nicht-A.

Wendete man dieses formallogische Gesetz – dogmatisch - auf die Geschlechtlichkeit des Menschen an, dann wären Hermaphroditen oder andere real vorkommende Abweichungen von den beiden üblichen Geschlechtern beim Menschen und/oder bei Tieren nicht möglich. Die Natur bringt diese Abweichungen jedoch in der Realität vereinzelt hervor, ohne dass sie in Europa heute noch als Behinderungen gelten. Demnach stellt die Anwendung des „Satzes vom ausgeschlossenen Dritten“ hier unter empirischer Betrachtung in Europa eindeutig einen Kategorienfehler dar --> Trichotomie

Ein weiteres anschauliches Beispiel für einen falschen logischen Schluss beim sexuell unaufgeklärten Betrachter eines Ehepaares wäre die Anwendung der Formel auf das optisch Sichtbare. Denn es könnte ja bei der Ehefrau schon eine Schwangerschaft vorliegen, d.h. ein Drittes im Werden sein ...


Weitere Gegenbeispiele:

1. Bundeshöchstleistungsrechenzentrum

2. Kirchliches Rechenzentrum

3. Universalsuchmaschine ...

und

1. Status positivus

2. Status negativus

3. Status activus --> freies Elektron


und der sogenannte "Nichtstörer" im Deutschen Polizeirecht ...

oder das sogenannte Nichtwohngebäude, worin doch gewohnt wird ...


Ein schönes Fallbeispiel aus dem alten Case law bzw. Common law, das bei unklaren Grenzen zwischen zwei Grundstücken eine gerechte Lösung verspricht, ohne ein drittes, neues Grundstück zu bilden, ist die bürgerliche Rechtsfigur der sogenannten Grenzverwirrung.


Religionsphilosophische Betrachtung

Anders als die Thora erzählt die altindische Schöpfungsgeschichte, Quelle ist der Stammesgott ‚Indra‘, dass der Mensch nicht in der geschlechtlichen Dualität Mann und Frau im Paradies erschaffen wurde, sondern in der Dualität Wesenselement (= Sinnesobjekt) und Bewusstseinselement (= Sinnesorgan). Diese östliche Schöpfungslehre betrachtet die menschliche Entwicklung daher eher aus der philosophischen Innenansicht - anders als im Westen, wo die rationale Außensicht mit ihrer revolutionären Technikentwicklung durch Menschen hervorgebracht wurde. Beide Schöpfungsgeschichten stehen heute religionsfrei und gleichberechtigt in der Religionswissenschaft nebeneinander:

„Indra sprach zu ihm: Erkenne mich; ich halte das für das Beste für den Menschen, dass er mich erkenne. … Ich bin der Atem. Verehre in mir als dem Bewusstsein das Leben. Solange in diesem Leibe der Atem wohnt, wohnt in ihm das Leben; durch den Atem erlangt er in dieser Welt Unsterblichkeit, durch das Bewusstsein wirkliches Vorstellen. … In dem Hauch gewinnt man alles. Hauch ist Bewusstsein, Bewusstsein ist Hauch. So sieht man ihn, so erkennt man ihn: wenn ein Mensch im Schlaf keinen Traum sieht, dann wird er in diesem Hauch zu einer Einheit: in ihn geht die Rede mit allen Namen ein, in ihn geht das Auge mit allen Formen ein, in ihn geht das Ohr mit allen Lauten ein, in ihn geht der Geist mit allen Gedanken ein. Wie aus einem brennenden Feuer nach allen Seiten Funken stieben, so breiten sich beim Erwachen aus diesem Selbst die Hauche nach allen Seiten, jeder nach seiner Stelle aus, aus den Hauchen die Götter, aus den Göttern die Welten. …

Wie für dieses Bewusstsein alle Dinge eins werden, das wollen wir erklären. Die Rede ist als ein Teil davon ausgesondert; ihr ist der Name als Wesenselement gegenübergestellt. Der Hauch ist als ein Teil davon ausgesondert; ihm ist der Geruch als Wesenselement gegenübergestellt. Das Auge ist als ein Teil davon ausgesondert; ihm ist die Form als Wesenselement gegenübergestellt. Das Gehör ist als ein Teil davon ausgesondert; ihm ist der Laut als Wesenselement gegenübergestellt. Die Zunge ist als ein Teil davon ausgesondert; ihr ist Speise und Trank als Wesenselement gegenübergestellt. Die Hände sind als ein Teil davon ausgesondert; ihnen ist die Arbeit als Wesenselement gegenübergestellt. Der Schoß ist als ein Teil davon ausgesondert; ihm ist Wonne, Liebeslust und Zeugung als Wesenselement gegenübergestellt. Die Füße sind als ein Teil davon ausgesondert; ihnen sind als Wesenselement die Gänge gegenübergestellt. Der Geist ist als ein Teil davon ausgesondert; ihm sind Gedanke und Verlangen als Wesenselement gegenübergestellt.“[2]

Die zehn (10) Bewusstseinselemente des Hinduismus sind demnach folgende: Rede, Hauch, Auge, Gehör, Zunge, Hände, Körper, Schoß, Füße, Geist.

Die zehn (10) dazu in Beziehung stehenden Wesenselemente des Hinduismus sind folgende: Name, Geruch, Form, Laut, Speise und Trank, Arbeit, Glück und Unglück, Wonne Liebeslust und Zeugung, Gänge, Gedanke und Verlangen.

Die kommunikative Interaktion zwischen zehn Bewusstseinselementen bzw. menschlichen Sinnesorganen und den zehn entsprechenden Wesenselementen bzw. Sinnesobjekten bildete den Kern der gendergerechten altindisch-philosophischen Schöpfungslehre aus dem ersten Jahrtausend vor Christus – wohl der Vorläufer der Kategorienlehre (= rechtsklare Begriffsbestimmung als Weltengrund) von Aristoteles (ca. 384 – 322 v. Chr.).


Fußnoten

  1. Das Buch Genesis 1,27, Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart 1980
  2. Upanishaden Die Geheimlehre der Inder, Kaushîtaki-Upanishad, SHÂNKHÂYANA ÂRANYAKA V, Seiten 147 – 149, Übersetzung durch Alfred Hillebrandt (1853 – 1927), Professor für Indologie in Breslau, Lizenzausgabe mit Genehmigung des Eugen Diederichs Verlages, Düsseldorf/Köln für die Europäische Bildungsgemeinschaft 1981


Siehe auch

International.png Den Begriff "tertium non datur" im weltweiten juristischen Web finden
De flag.png Den Begriff "Satz vom ausgeschlossenen Dritten" im deutschen juristischen Web finden