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Reichsdeputationshauptschluss (de)

aus jurispedia, das gemainsame Recht
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Version vom 19. Januar 2020, 18:49 Uhr

Dieser Beitrag ist ein Entwurf betreffend das deutsche Recht. Ihr könnt Eure juristischen Kenntnisse durch Bearbeitung mitteilen. Ihr könnt auch die Suchemaschine benutzen… '
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Deutschland > Rechtsgeschichte > Verfassungsgeschichte > Römisches Bürgerrecht
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Nach dem Frieden von Lunéville zwischen Napoleon Bonaparte und dem Christlichen Kaiser im Jahr 1801 war die alte ‚Heilige’ Reichsordnung gemäß dem Dictatus Papae-Grundsatz aus dem Mittelalter nicht länger zu halten. Deshalb verabschiedete der Deutsche Reichstag 1803 den sogenannten Reichsdeputationshauptschluss, den der Christliche Kaiser 1804 sanktionierte. Dieses rechtskräftige Reichsgesetz veränderte die Landkarte in Europa grundlegend. Viele geistliche Reichsfürsten (= Theokratien) verloren ihre landesherrliche Gewalt. Ihre Gebiete wurden säkularisiert. Andere Gebiete wechselten ebenfalls ihre Landesherren. Diese territorialen Umwälzungen führten zur Entmachtung durch Enteignung der Reichsritterschaft, d.h. des alteuropäischen ‚christlichenKriegerstandes –> das Heilige Römische Reich Deutscher Nation fiel auseinander.

Diese Erklärung des Christlichen Kaisers Franz II. (1768 - 1835) am 6. August 1806 war die vernunftlogische Folge:

„Die Folgerung, welche mehreren Artikeln des Preßburger Friedens gegeben worden, und die allgemein bekannten Ereignisse, welche darauf im Deutschen Reiche statthalten, haben Uns die Überzeugung gewährt, dass es unmöglich sein werde, die durch Wahlvertrag eingegangenen Verpflichtungen ferner zu erfüllen. Bei der Überzeugung von der gänzlichen Unmöglichkeit, die Pflichten Unseres kaiserlichen Amtes länger zu erfüllen, sind wir es Unserer Würde schuldig, auf eine Krone zu verzichten, welche nur so lange Wert haben konnte, als wir dem von Kurfürsten, Fürsten und Ständen und den übrigen Angehörigen des Deutschen Reiches Uns gezeigten Zutrauen zu entsprechen imstande waren.

Wir erklären, dass Wir das reichsoberhauptliche Amt und Würde durch die Vereinigung der konföderierten rheinischen Stände als erloschen und Uns von allen übernommenen Pflichten gegen das Deutsche Reich losgelöst betrachten und die Kaiserkrone niederlegen.“

Den letzten "Kaiserbrief" als Wahlvertrag der deutschen Könige schrieb der römisch-katholische bayerische König Ludwig II. (1845 - 1886) auf Bitten Bismarcks. So entstand "rechtmäßig" das protestantische Deutsche Reich.


Siehe auch

De flag.png Den Begriff Reichsdeputationshauptschluss im deutschen juristischen Web finden
Fr flag.png Den Begriff Médiatisation im französischen juristischen Web finden (Médiatisation in Deutsch)
Be flag.png Den Begriff Médiatisation im belgischen juristischen Web finden
Lu flag.png Den Begriff Médiatisation im luxemburgischen juristischen Web finden
Eu flag.png Den Begriff Médiatisation im juristischen Web der Europäischen Union finden

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