Willkommen auf JurisPedia! Sie sind dazu eingeladen, ein Benutzerkonto einzurichten und zu teilzunehmen. Sie dürfen dafür neue Beiträge schreiben oder bearbeiten, oder die Suchemaschine im Recht Ihres Landes verbessern. Nutzer sollten die Lizenzbestimmungen lesen.
Es gibt zur Zeit 14.864 in ständiger Konstruktion …

Rechtsnachfolge (de)

aus jurispedia, das gemainsame Recht
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Beitrag ist ein Entwurf betreffend das deutsche Recht. Ihr könnt Eure juristischen Kenntnisse durch Bearbeitung mitteilen. Ihr könnt auch die Suchemaschine benutzen… '
'
Suche im deutschen Recht De flag.png
Google Custom Search

Deutschland > Privatrecht > Rechtsnachfolge
De flag.png


Die sogenannte Rechtsnachfolge sorgt für eine durchgängige Dynamik im Rechtsleben. Gemeint ist mit dem Begriff die automatische, d.h. gesetzlich geregelte Übernahme von bestehenden Rechtsverhältnissen durch andere, zeitlich nachfolgende Personen. Die bekannteste Form der Rechtsnachfolge ist die Erbschaft (vgl. § 1922 Abs. 1 BGB) beim Tod eines Rechtsträgers.

Man unterscheidet bei der Rechtsnachfolge zwischen Gläubigerwechsel und Schuldübernahme. Die Rechtskraft der Rechtsnachfolge regelt § 325 ZPO.


Inhaltsverzeichnis

Gläubigerwechsel

1. Rechtsgeschäftlicher Forderungsübergang durch Abtretung, §§ 398411 BGB

2. Gesetzlicher Gläubigerwechsel („cessio legis“) nach § 412 BGB, z.B. bei:

3. Gläubigerwechsel durch staatlichen Hoheitsakt, z.B. bei Pfändung (vgl. §§ 829, 835 ZPO)


Schuldübernahme

1. Befreiende Schuldübernahme durch rechtsgeschäftlichen Schuldnerwechsel, z.B. bei

2. Kumulative Schuldübernahme durch vertraglichen Schuldbeitritt eines Neuschuldners; Bildung einer Gesamtschuld (vgl. § 25 HGB oder § 416 BGB)


Keine Rechtsnachfolge liegt vor bei:


Religionsrechtsphilosophische Betrachtung (= Allegorie?)

Gemäß dem Evangelium hat Jesus von Nazareth drei (3) juristisch unterscheidbare Nachfolgeschaften zu seinen Lebzeiten mit göttlicher Vollmacht geregelt.

1. Seinen Apostel Johannes hat Jesus am Kreuz mit letztwilliger Verfügung bzw. Nottestament spontan zum Adoptivbruder und Sohnersatz für seine Mutter Maria bestimmt, denn Frauen waren damals im Römischen Reich noch nicht rechtsfähig. „Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.“[1]

2. Seinen ersten Apostel Simon Petrus bestimmt Jesus zum ersten Kirchenvater, d.h. zum „pater familias“ des neuen Rechtsraums Kirche. „Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“[2]

3. Zwölf Männer aus der Schar der zahlreichen Christusjünger werden - zahlenmagisch - zu Predigern, Lehrbeauftragten und Psychotherapeuten für die zwölf Stämme Israels bestimmt. Es sind dies die beiden Brüder Simon Petrus und Andreas, die beiden Brüder Jakobus und Johannes Zebedäus, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus Alphäus, Thaddäus (gemäß dem Lukas-Evangelium: Judas, Sohn des Jakobus), Simon Kananäus (ein Zelot) und Judas Iskariot, der spätere Verräter.[3] Der depressive Selbstmörder Judas Iskariot wird später durch Matthias ersetzt.[4] Nach der Neuwahl gab es wieder zwölf (12) erste Kirchenlehrer – der Beginn der Apostolischen Sukzession - ausgehend von einer internationalen Gesamthand ...


Fußnoten

  1. Die Bibel, Einheitsübersetzung, Das Evangelium nach Johannes, Johannes 19.26 + 27
  2. Die Bibel, Einheitsübersetzung, Das Evangelium nach Matthäus, Matthäus 16.18
  3. Die Bibel, Einheitsübersetzung, Das Evangelium nach Markus, Markus 3.14-19
  4. Die Bibel, Einheitsübersetzung, Apostelgeschichte 1.15-26


Siehe auch

De flag.png Den Begriff Rechtsnachfolge im deutschen juristischen Web finden

In anderen Sprachen