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Durch die [[Reformation]] in Deutschland angeregt, erschien im Jahr 1550 der [[Katechismus]] auf Slowenisch. Kaiser Ferdinand II. (1578 – 1637) zensierte jedoch alle reformatorischen Bücher und forderte von seinen Bürgern den römisch-katholischen Treueeid ein. Falschgläubige mussten mit ihren Familien [[Emigration|emigrieren]]. Erst die [[Napoleon Bonaparte|Napoleonischen]] Kriege (1797 – 1813) brachten erste Reformen in Innerösterreich in Gang. Aber der [[Wiener Kongress]] von 1815 verhinderte diese dringend notwendigen Reformen bis 1867. Dann wurde [[Ungarn]] von [[Österreich]] rechtlich etwas unabhängiger. Die Verhandlungen auf dem [[Berliner Kongress]] 1878 brachten zunächst nur für die slawischen Staaten [[Serbien]] und [[Montenegro]] die staatliche [[Unabhängigkeitserklärung|Unabhängigkeit]].
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Im Ersten Weltkrieg wurde Slowenien dann zum Kriegsschauplatz. Nach der [[Kapitulation]] 1918 verkündete der slowenische Nationalrat einen „Unabhängigen Staat der Slowenen, Kroaten und Serben“ (SHS). Aus diesem ersten [[Panslawismus|panslawischen]] Oppositionsbündnis gegen die deutschsprachige Herrschaft entstand dann 1929 „[[Jugoslawien]]“ – zunächst als [[Königtum|Königreich]] und nach dem Zweiten Weltkrieg als ein [[Kommunismus|kommunistischer]] [[Staat]] unter dem [[Militärischer Oberbefehl|militärischen Oberbefehl]] von „[[Tito]]“. Bekanntlich zerfiel dieser [[Sozialismus|sozialistische]] [[Brüderlichkeit|Bruderstaat]] sofort nach der [[Wiedervereinigung (de)|Deutschen Wiedervereinigung]]. Am 25. Juni 1991 erklärte sich die [[Republik]] Slowenien für [[Unabhängigkeitserklärung|unabhängig]] und am 1. Mai 2004 wurde Slowenien [[Mitgliedstaat (eu)|Mitgliedstaat]] der [[Europäische Union|Europäischen Union]].
  
  

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Der bäuerliche Volksstamm der Slowenen ist aus dem russischen Gebiet des Flusses Dnjepr seit dem 6. Jahrhundert nach Christus in das osteuropäische Stammesgebiet der dezentral organisierten indogermanischen Illyrier, d.h. in die einstigen Römischen Provinzen „Noricum“ und „Pannonien“ eingewandert. Indogermanische und slawische Kulturen vermischten sich unter dem religiösen Einfluss der Römisch-Katholischen Kirche im Wettbewerb mit der älteren Orthodoxie. Das erste slawische Fürstentum nannte sich „Karantanija“ (das spätere Kärnten). Es wurde ab dem Jahr 788 durch den Frankenkönig Karl, den späteren „Großen“, ins Römische Reich integriert. Ab dem Jahr 796 wurde der slowenische Stamm nachhaltig christianisiert. Dies geschah von der Diözese Salzburg aus. Die christlich bekehrten slawischen Fürsten behielten als Belohnung bis 823 ein gewisses Selbstverwaltungsrecht. Später wurde das Lehensrecht vom Kaiser nur noch an deutsche Adelshäuser verliehen.


Inhaltsverzeichnis

Ungarische Überfälle

Nach der vom Römischen Kaiser gewonnenen Schlacht auf dem Lechfeld wurde „Karantanien“ im Jahr 976 zu einem wehrhaften östlichen Reichsgebiet im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Die neuen deutschen Länder Kärnten, Steiermark und Krain bildeten sich als „Inner-Österreich“ unter deutsch-christlicher Herrschaft. Kirchen und Klöster wurden zu kulturellen Zentren. Die wichtigsten slowenischen Städte wurden gegründet: Ljubljana im Jahr 1243 und Maribor im Jahr 1254.


Deutsche Visionen

Durch die Reformation in Deutschland angeregt, erschien im Jahr 1550 der Katechismus auf Slowenisch. Kaiser Ferdinand II. (1578 – 1637) zensierte jedoch alle reformatorischen Bücher und forderte von seinen Bürgern den römisch-katholischen Treueeid ein. Falschgläubige mussten mit ihren Familien emigrieren. Erst die Napoleonischen Kriege (1797 – 1813) brachten erste Reformen in Innerösterreich in Gang. Aber der Wiener Kongress von 1815 verhinderte diese dringend notwendigen Reformen bis 1867. Dann wurde Ungarn von Österreich rechtlich etwas unabhängiger. Die Verhandlungen auf dem Berliner Kongress 1878 brachten zunächst nur für die slawischen Staaten Serbien und Montenegro die staatliche Unabhängigkeit.


Ende der deutschen Visionen

Im Ersten Weltkrieg wurde Slowenien dann zum Kriegsschauplatz. Nach der Kapitulation 1918 verkündete der slowenische Nationalrat einen „Unabhängigen Staat der Slowenen, Kroaten und Serben“ (SHS). Aus diesem ersten panslawischen Oppositionsbündnis gegen die deutschsprachige Herrschaft entstand dann 1929 „Jugoslawien“ – zunächst als Königreich und nach dem Zweiten Weltkrieg als ein kommunistischer Staat unter dem militärischen Oberbefehl von „Tito“. Bekanntlich zerfiel dieser sozialistische Bruderstaat sofort nach der Deutschen Wiedervereinigung. Am 25. Juni 1991 erklärte sich die Republik Slowenien für unabhängig und am 1. Mai 2004 wurde Slowenien Mitgliedstaat der Europäischen Union.


Siehe auch

Eu flag.png Den Begriff Rechtsgeschichte Slowenien im juristischen Web der Europäischen Union finden