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Rechtsgeschichte (ru)

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Russische Föderation > Rechtsgeschichte
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Die riesige russische Nation wurde rechtlich weitgehend durch die vielen europäischen Abwehrkämpfe gegen eindringende asiatische Kriegerhorden geprägt. Schon seit der großen Völkerwanderungszeit im dritten Jahrhundert nach Christus, als solidarische Menschengruppen der sogenannten Alamannen, Burgunder, Franken, Goten, Vandalen und viele andere aus Asien fliehten vor chinesischen, indischen und/oder persischen Kaiserreichsknechtschaften, bildete die weite Tundra Asiens eine karge Ausweichmöglichkeit, die das menschliche Überleben möglich aber entbehrungsreich machte. So kamen die schönen blonden Frauen nach Skandinavien

Für die zukünftige russische Nation erstand zunächst eine weltliche Herrschermacht durch die schwedischen Waräger (= Wikingerstamm), die im neunten Jahrhundert das russische Gebiet am Ladogasee an der Grenze zu Finnland besiedelten. Diese Wikinger gründeten die Handelsstadt Nowgorod am Ilmensee.

Viele Jahrhunderte später erstarkte als geistliche Herrschaftsmacht – nach dem Fall von Byzanz im Jahr 1453 – die Russisch-orthodoxe Kirche etwa im Jahr 1478, als der Moskauer Großfürst Iwan III., der Große (1440 – 1505), die Stadt Nowgorod kriegerisch für das orthodoxe Christentum eroberte. Iwan III. hatte im Jahr 1472 die Nichte des letzten byzantinischen Kaisers, Sophia von Byzanz, geheiratet. Ihre neue mütterliche Kaiserresidenz Moskau sah auch das russisch-griechische Volk seit damals als rechtmäßige christlich orthodoxe Nachfolgerin von Konstantinopel an. Entsprechend fundamentalistisch herrschte dann ja auch als Zar Iwan IV., der Schreckliche (1530 – 1584), zwischen den Jahren 1547 und 1584. Dieser erste russische Kaiser/Zar gründete unter anderem die Stadt „Zarizyn“, die 1925 zu „Stalingrad“ umbenannt wurde und seit 1961 Wolgograd heißt. Aus dieser russischen Gegend am Fluss Wolga stammen die sogenannten wolgadeutschen Heimatvertriebenen, die unter der deutschstämmigen Zarin Katharina II. (1729 – 1796) dort angesiedelt worden waren.

Unter dem Absolutismus von Zar Iwan IV. endete die schwedische Herrschaft der Waräger in Russland gewaltsam. Mit Hilfe der damaligen Zarengattin Anastasia Romanowa kam 1613 anschließend jedoch durch Fürstenwahl die neue Zarendynastie der Romanows an die Macht. Ihr erster Zar hieß Michail Fjodorowitsch Romanow (1613 – 1645). Die Russisch-Orthodoxe Kirche, im Jahr 1589 von der Griechisch-Orthodoxen Kirche zaristisch abgespalten, wurde im Jahr 1653 von Zar Alexej Michailowitsch zur russischen Staatskirche erhoben (= privilegiert). Nun gab es offiziell in Europa und Russland drei Staatskirchen mit konkurrierenden weltkirchlichen Ansprüchen: Vatikanstadt, Established Church of England und die Heilige Synode von Moskau. Die verheerenden Folgen dieses fundamentalistischen Konkurrenzkampfes der Christenheit werden heute rückblickend von einzelnen Personen erkannt. Möge die Islamwissenschaft daraus etwas lernen!


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