Willkommen auf JurisPedia! Sie sind dazu eingeladen, ein Benutzerkonto einzurichten und zu teilzunehmen. Sie dürfen dafür neue Beiträge schreiben oder bearbeiten, oder die Suchemaschine im Recht Ihres Landes verbessern. Nutzer sollten die Lizenzbestimmungen lesen.
Es gibt zur Zeit 15.617 in ständiger Konstruktion …

Rechtsgeschichte (bg)

aus jurispedia, das gemainsame Recht
(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche
K
K
Zeile 40: Zeile 40:
 
{{Suchen (eu)|"Alexander Stambolijski"}}
 
{{Suchen (eu)|"Alexander Stambolijski"}}
 
{{Suchen (eu)|"Veliko Tarnovo"}}
 
{{Suchen (eu)|"Veliko Tarnovo"}}
 +
{{Suchen (eu)|"Christo Javacheff"}}
 
* [[Griechisch-Orthodoxe Kirche]]
 
* [[Griechisch-Orthodoxe Kirche]]
 
* [[Rumänisch-Orthodoxe Kirche]]
 
* [[Rumänisch-Orthodoxe Kirche]]

Version vom 30. Juni 2020, 09:18 Uhr

Dieser Beitrag ist ein Entwurf betreffend das bulgarische Recht. Ihr könnt Eure juristischen Kenntnisse durch Bearbeitung mitteilen. Ihr könnt auch die Suchemaschine benutzen…
Suche im bulgarischen Recht Bg flag.png
Google Custom Search

Bulgarien > Rechtsgeschichte > Ureinwohner und Recht
Bg flag.png


Der bäuerliche Volksstamm der Bulgaren ist aus dem russischen Gebiet um die untere Wolga seit dem 6. Jahrhundert nach Christus in das osteuropäische Stammesgebiet der dezentral organisierten indogermanischen Thraker, d.h. in die einstige Römische Provinz „Thracia“ eingewandert. Beide Kulturen vermischten sich unter dem religiösen Einfluss der Griechisch-Orthodoxen Kirche im Abwehrkampf gegen den Islam der Turkvölker. Das erste Bulgarische Reich wurde schon im Jahr 681 n. Chr. vom bulgarischen Stammesführer Asparuch nach einer siegreichen Schlacht gegen den byzantinischen Kaiser Konstantin IV. gegründet. Asparuch regierte noch als „Khan“ bis zu seinem Tod im Jahr 702. Einer seiner Rechtsnachfolger führte dann im Jahr 865 das orthodoxe Christentum als Staatsreligion ein. Nun nannten sich die bulgarischen Herrscher „Zar“. Die beiden Mönche Kliment und Naum, beides Schüler der Schriftentwickler Kyrill und Method, gründeten in Bulgarien Schulen zur Verbreitung der slawischen Schrift und Sprache. Deshalb konnte sich die heutige Amtssprache von Bulgarien allmählich als eigenständige slawische Sprache entwickeln und durchsetzen.


Inhaltsverzeichnis

Reichsvisionen

Das erste Bulgarische Reich endete im Jahr 1018, als das Stammesgebiet der „Bulgaren“ in das Byzantinische Reich eingegliedert wurde. Das zweite Bulgarische Reich konnte zwischen 1185 und 1393 für etwa zweihundert Jahre seine nationale Unabhängigkeit erneut verteidigen. Dann gliederte der osmanische Sultan das Land in sein Osmanisches Reich ein. Diese Fremdherrschaft des Islam über das orthodoxe Christentum bulgarischer Nation dauerte sehr lange. Erst der russisch-türkische Krieg von 1877/1878 brachte für Bulgarien erneut seine Unabhängigkeit – aber wieder nur vorübergehend.


Deutsche Visionen

Die Verhandlungen auf dem Berliner Kongress 1878 konnten Bulgariens Staatssouveränität noch nicht völkerrechtlich klären. Deshalb verabschiedete die verfassunggebende bulgarische Versammlung 1879 in Veliko Tarnovo ihre liberalkonservative Verfassung und wählte den deutschstämmigen Prinzen Alexander von Battenberg, den Neffen der russischen Zarin, zum ersten bulgarischen Monarchen. Doch Russland erzwang dessen Abdankung im Jahr 1886.

Im Jahr 1887 wurde daher Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha zum Monarchen von Bulgarien gewählt. Im Jahr 1908 erklärte Ferdinand selbstbewusst den anderen Beteiligten die Staatssouveränität Bulgariens und nannte sich nun „Zar der Bulgaren“. Es kam zu den Balkankriegen von 1912 und 1913. Im Ersten Weltkrieg kämpfte Bulgarien auf der Seite des Deutschen Reiches und Österreich-Ungarns. Nach der gemeinsamen Kapitulation 1918 bestimmten die Siegermächte über das zukünftige Staatsgebiet Bulgariens. So kam es auch in Bulgarien zu einem Putsch der Bulgarischen Kommunistischen Partei (BKP) und zur Ermordung des regierenden Alexander Stambolijski. Die wechselnden Regierungen Bulgariens sahen sich damals ähnlichen Problemen gegenüber wie die deutschen Regierungen in der Weimarer Republik.

Auch im Zweiten Weltkrieg trat Bulgarien wieder dem Mittebündnis zwischen Deutschland und Italien bei. Ab 1941 bestimmten zunehmen die Faschisten das politische Geschehen. Zar Boris III. weigerte sich jedoch, die bulgarischen Juden in die Konzentrationslager auszuliefern. Er starb 1943 unter ungeklärten Umständen. Ab September 1944 befreite die Rote Armee Bulgarien von der faschistischen Irrlehre. So kam es ab 1946 auch in Bulgarien zur „Volksdemokratie“. Während der langen Regierungszeit des kommunistischen Parteiführers Todor Schivkov (1962 – 1989) herrschte in Bulgarien eine starre Planwirtschaft. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde Todor Schivkov auf einer Sitzung des Zentralkomitees der KP gestürzt. Die bulgarische Einheitspartei wandelte sich langsam in die Bulgarische Sozialistische Partei (BSP) – vergleichbar mit „Der Linken“ in Deutschland.


Kunstbetrachtung

Der bulgarische Künstler Christo Javacheff (1935 – 2020) ging außer in die Kunstgeschichte auch in die europäische Rechtsgeschichte ein, als er im Jahr 1995 den Deutschen Reichstag vorübergehend verhüllte bzw. verschleierte. Das frühere deutsche Reichsparlament war durch die deutsche Wiedervereinigung im Jahr 1990 wieder zum demokratischen Bundesgesetzgebungsort für Ost- und Westdeutschland geworden.

Christo Javacheff hatte nach seinem Abitur im sozialistischen Sofia an der Kunstakademie studiert. Nach dem Volksaufstand in Ungarn 1956 war er in den Westen geflüchtet. Dort studierte er an der Wiener Kunstakademie weiter und ging dann 1958 nach Paris. Dort lernte er seine Frau Jeanne-Claude kennen. Als Künstlerehepaar begannen die beiden vergängliche Verhüllungsprojekte global zu inszenieren. Im Jahr 1964 zogen sie in die U.S.A. um.

Was der „Wrapped Reichstag“ seinen Betrachtenden erzählt, ist in der Regel rein subjektiv. Eine mögliche Symbolbedeutung vor dem Hintergrund der langen europäischen Rechtsgeschichte wäre die künstlerische Darstellung einer Sonnenfinsternis durch den silbrigweißen „Mond“ aus Stoff. Bekanntlich war ja der Gesetzgeber im Römischen Reich mit dem römischen Himmelsvater und Sonnengott „Jupiter“ assoziiert worden. Kunst kann heilsam sein


Siehe auch

Eu flag.png Den Begriff Rechtsgeschichte Bulgarien im juristischen Web der Europäischen Union finden
Eu flag.png Den Begriff "Todor Schivkov" im juristischen Web der Europäischen Union finden
Eu flag.png Den Begriff "Alexander Stambolijski" im juristischen Web der Europäischen Union finden
Eu flag.png Den Begriff "Veliko Tarnovo" im juristischen Web der Europäischen Union finden
Eu flag.png Den Begriff "Christo Javacheff" im juristischen Web der Europäischen Union finden