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Paulus von Tarsus

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Paulus von Tarsus (ca. 10 – 64 n. Chr.) kann aus heutiger aufgeklärter Sicht als derjenige jüdisch-christliche Rechtsphilosoph gelten, der die neue Friedenslehre des Märtyrers Jesus von Nazareth als jüdischer Schriftgelehrter übernahm.

Paulus war zugleich Missionar, Theologe, Religionsführer und Römischer Bürger. Er stammte aus Tarsus in Kilikien (heute: Türkei). Sein Geburtsname Saul bzw. Saulus weist auf eine familiäre Treue zur ersehnten jüdischen Monarchie hin. Als national-religiöser Monarchist stritt er zunächst als Rhetoriker gegen alle politischen Gegner, auch gegen die Anhänger seines Zeitgenossen Jesus von Nazareth. Dessen überzeugtes Märtyrertum als gewaltloses Opfer erkannte der Schriftgelehrte Saul jedoch - durch ein gnostisches Erlebnis in Damaskus - als „göttliches“ Zeichen an und konvertierte daraufhin zum Christentum. Er knüpfte erst nach dem Tod von Jesus – geläutert - den Kontakt zu dessen Anhängern und legte das Nasiräergelübde ab. Seine überlieferten Schriften stellen heute einen Teil des Neuen Testaments der Bibel dar.

Für die fundamentalistischen Pharisäer (= ägyptische Monarchisten) galt Saul Paulus als Verräter. Aber als Mann mit Römischem Bürgerrecht stand er mit allen seinen Leibeigenen unter dem Schutz des Römischen Rechts (vergleiche: Lex Aquilia). Als Paulus setzte er wichtige Reformen im jüdischen Gewohnheitsrecht durch, z.B. den Wegfall des Genitalbeschneidungsrituals für nichtjüdische Christen. Sicherlich hätte er auch das Fußbinden für Prinzessinnen abgeschafft, wenn es in Europa zur adeligen Tradition gehört hätte. Seine gute Bildung befähigte ihn dazu, trotz langer Gefangenschaft in Rom auch mit seinen ausländischen Glaubensbrüdern brieflich in Kontakt zu bleiben und auf diese Weise eine rein spirituelle christlich-jüdische Gemeinschaft zu begründen. Seine Hinrichtung im Auftrag des heidnischen Römischen Kaisers 'Nero' (Nero Claudius Drusus Germanicus Caesar 37 - 68 n. Chr.) als Folge der ersten Christenverfolgung machte die Paulus-Briefe faktisch zu religionsrechtlichen Texten. Es waren dies vor allem die Briefe an die Römer, die Korinther, die Philipper, die Thessaloniker, die Galater und an Philemon.

Die Paulus-Briefe begründeten aus rechtsphilosophischer Sicht einen christlichen „Städtebund“ zwischen den spirituellen Stadtgemeinden in Rom, den griechischen Gemeinden in Korinth, Philippi und Thessaloniki und den asiatischen Gemeinden in Galatia (heute: Türkei). Dieser erste christliche Städtebund war die „heilige“ Basis für die Ausbreitung des Christentums innerhalb des Römischen Reiches. Aus diesen Anfängen entwickelten sich später die Freien Reichsstädte, die die christlichen Kaiser in ganz Europa stifteten. Saul Paulus kann aus heutiger Sicht als wichtigster Reformator des Judentums gelten und steht so – rechtshistorisch betrachtet – in einer Linie mit Martin Luther.


Siehe auch

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