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Panslawismus

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Die politische Bewegung des Panslawismus strebte den Zusammenschluss aller slawischen Volksgruppen in einer (christlich-orthodoxen) Sprachenfamilie an. So entstand eine imperialistische Balkanpolitik ab dem 19. Jahrhundert. Der nationalistische Panslawismus schließt andere Rechtssprachengruppen faktisch aus ... --> Segregation


Rechtshistorische Betrachtung

Die jeweilige Muttersprache lernt ein Kind in der Regel von seiner leiblichen Mutter. Über die meist ungebildeten Mütter der von Fremddynastien beherrschten Völker wurden auch die Märchen und Volkssagen der dominierten Stämme weitergegeben. Aus diesem unterschwellig weiterfließenden Volksgut konnte sich dann irgendwann ein Nationalgefühl oder gar ein Nationalismus herausbilden.

Die osteuropäische Sprachengruppe der "Slawen" bildete sich im zweiten Jahrhundert nach Christus im Kernland der heutigen Ukraine heraus. Die Urslawen waren Ackerbauern und Viehzüchter, die allmählich in die Gebiete der germanischen Stämme nach Westen vorrückten. Durch die langsame Christianisierung spalteten sich zahlreiche Nationalitäten - und Nationalkirchen - ab. Zu den slawischen Sprachen zählen Bulgarisch, Kroatisch, Polnisch, Russisch, Serbisch, Slowenisch, Sorbisch, Tschechisch, Ukrainisch u.a. Ein Teil der slawischen Amtssprachen wird mit dem "Kyrillischen" Alphabet geschrieben.

Die slawischen Volksstämme Osteuropas wurden von Byzanz aus christianisiert. Als erster christlich-slawischer Großfürst gilt Wladimir I. Swjatoslawitsch (d.h. der Sohn von Swjatoslaw), der Heilige, (ca. 956 – 1015) von Kiew. Er hatte um die Hand der byzantinischen Prinzessin Anna erfolgreich gekämpft und sich dafür auch griechisch-orthodox taufen lassen. So kam die byzantinische Kultur in die heutige Ukraine.

Eine darauf folgende dynastische Hochzeit fand im Jahr 1089 statt zwischen Praxedis, Großfürstentochter von Kiew, und Salierkaiser Heinrich IV. (1050 – 1106). Aber bereits nach fünf Jahren Ehe beantragte Praxedis 1094 die Scheidung von ihrem tyrannischen Mann und bekam vom damaligen "Gegenpapst" Urban II. (Regierungszeit 1088 - 1099) aus Rom ihre Absolution.

Dieser Rechtsakt der Freisprechung der orthodoxen Kaisertochter entspricht aus heutiger Sicht formaljuristisch einem Kirchen- bzw. Konfessionswechsel. Diese geistige Abstraktionsleistung war im juristischen Denken des Mittelalters jedoch sicherlich noch nicht möglich. Papst Urban II. (1042 – 1099) stammte geistlich aus dem Reformkloster Cluny in Burgund. Im Investiturstreit mit dem Kaisertum rief er im Jahr 1095 zum 1. Kreuzzug nach Jerusalem auf. Sein – verfehltes - Ziel war die Überwindung des Schismas zwischen Ost- und Westrom.

Auch die drei schwäbischen Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa, Heinrich VI. und Friedrich II. scheiterten in ihren Regierungsjahren zwischen 1155 und 1250 an dieser unlösbaren Wiedervereinigung der Christenheit. Nur die freiwillige Ökumene kann zwischen den streitsüchtigen, potenziell fundamentalistischen Gemeindeverbänden weltweit Frieden ohne materielle Waffen schaffen …


Siehe auch

International.png Den Begriff Panslawismus im weltweiten juristischen Web finden