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Operation Walküre (de)

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Deutschland > Rechtsgeschichte > Drittes Reich > Militärputsch > Staatstheater > Verschwörung > Nominalismus
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Der gescheiterte Umsturzversuch des deutschen (adeligen) militärischen Widerstandes während des Dritten Reiches hatte 1943 den Geheimcode "Operation Walküre" erhalten. Eine 'Walküre' ist ein altisländisches weibliches Botengeistwesen, das die männliche Kriegerseele nach ihrem irdischen Tod sicher ins Kriegerparadies geleiten soll. Der Attentatsversuch auf den Führer scheiterte jedoch und die Attentäter wurden standrechtlich erschossen oder in Volksgerichtshofprozessen zum Tod verurteilt und hingerichtet.


Inhaltsverzeichnis

Kunstbetrachtung

Der bekannte deutsche Schriftsteller Heinrich Heine (1797 – 1856) lebte als Zeitungskorrespondent seit 1831 in Paris, wo er auch starb. Als studierter und promovierter Jurist wechselte er vom jüdischen zum christlichen Glauben. Er ließ sich vom revolutionären Frankreich stark inspirieren und wurde zum politischen Schriftsteller, Lyriker und Volkslieddichter. Die alte Erbfeindschaft (Vertrag von Verdun???) zwischen Deutschland und Frankreich wollte er mit seinem Werk überwinden helfen. Sein berühmtes Lied über die mythische Rheinnymphe „Loreley“ wurde vom schwäbischen Schullehrer, Reformpädagogen und Komponisten Friedrich Silcher (1789 – 1860) meisterhaft vertont und dadurch beim deutsch singenden Volk bekannt gemacht.

Der Liedtext greift die alte Mär von der heidnischen Todesgöttin wieder auf:

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin, ein Märchen aus uralten Zeiten, das kommt mir nicht aus dem Sinn. Die Luft ist kühl und es dunkelt, und ruhig fließt der Rhein, der Gipfel des Berges funkelt im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet dort oben wunderbar, ihr goldnes Geschmeide blitzet, sie kämmt ihr goldenes Haar. Sie kämmt es mit goldenem Kamme und singt ein Lied dabei, das hat eine wundersame, gewaltige Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe ergreift es mit wildem Weh; er schaut nicht die Felsenriffe, er schaut nur hinauf in die Höh‘. Ich glaube, die Wellen verschlingen am Ende Schiffer und Kahn; das hat mit ihrem Singen die Lorelei getan.“


Rechtsanthropologische Betrachtung

Der kubanische Synkretismus unter den Diktaturen des spanischen Kolonialismus und des revolutionär-kubanischen Proletariats hat eine neue Liebesgöttin „Ochún“ hervorgebracht, die sich religionsrechtlich mit der römisch-katholischen Schutzpatronin Kubas, der „Barmherzigen Jungfrau von El Cobre“, verbunden hat. Die Ähnlichkeiten mit der europäischen „Loreley“ und altgriechisch-römischen Göttinnen sind überraschend:

„Sie besitzt alle hochgeschätzten weiblichen Vorzüge: Sie ist kokett, schön, schmeichlerisch, zärtlich, fügsam und tüchtig, außerdem eine gute Tänzerin, sehr sinnlich und musikalisch. Sie gehört zu jenen Gottheiten, deren Vaterschaft alle für sich beanspruchen. Man bezeichnet sie als eine mulattische Orisha, als Herrin des Flusses und des Süßwassers, von Gold und Honig. Sie lebt am sandigen Grund der Flüsse und kämmt ihre Haarflut, die sich mit den Algen und Quallen vermischt. Einer der größten und wasserreichsten Nebenflüsse des Niger-Stroms in Nigeria trägt ihren Namen.

Sie wird als die Aphrodite der Lucumí angesehen, sie ist die Göttin der körperlichen Liebe und wird mit der Patronin Kubas, der Barmherzigen Jungfrau von El Cobre, gleichgesetzt. Wie Ortiz schreibt, verlangt Ochún in ihren Tänzen: ‚Oní! Oní!‘ – das heißt: ‚Honig! Honig!‘, ein Aphrodisiakum, das Süße und Wohlgeschmack, die wesenhafte Liebeskraft des Lebens symbolisiert.

Ihre eigene Farbe ist das Gelb, das den sandigen Flussufern gleicht. Man ruft sie mit einem Glöckchen (Aggogó) aus Messing, das man vor der weißgelben Suppenschüssel läutet, in der sie lebt. Von allen Tieren ist ihr der stolze und schöne Pfau am liebsten.

Als bedingungslose Verbündete der Babalaos und Helferin Orulas besitzt sie auch seherische Gaben, deren sie sich nicht mehr bedient, die sie aber, wie die alten Schwarzen erzählen, in weit zurückliegenden Zeiten benutzt hat.“[1]


Heilkunst


Fußnoten

  1. Miguel Barnet, Afrokubanische Kulte, Seiten 58 – 60, deutsche Übersetzung aus dem Spanischen („Cultos afrocubanos“ 1995) durch Ulrich Kunzmann; edition suhrkamp 2143, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000

Siehe auch

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