Willkommen auf JurisPedia! Sie sind dazu eingeladen, ein Benutzerkonto einzurichten und zu teilzunehmen. Sie dürfen dafür neue Beiträge schreiben oder bearbeiten, oder die Suchemaschine im Recht Ihres Landes verbessern. Nutzer sollten die Lizenzbestimmungen lesen.
Es gibt zur Zeit 14.972 in ständiger Konstruktion …

Nunc

aus jurispedia, das gemainsame Recht
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel ist ein Entwurf für ein Rechtsthema. Ihr könnt mit Bearbeitung Inhalte einfügen oder ändern. Ihr könnt auch die Suchmaschine benutzen…

Suche im Recht weltweit 20px-International.png
Google Custom Search

Hauptseite > Methodenlehre des Rechts > Kategorie > Zeit > Rechtssprache > Juristenlatein
International.png



Inhaltsverzeichnis

Rechtsphilosophische Betrachtungen

Das lateinische Zeitadverb ‚nunc‘ ist eine Kurzform, die sich aus ‚num-ce‘ sprachgebildet hat. ‚num‘ bedeutet sowohl zeitlich bzw. gegenwartsbezogen ‚nun‘ als auch in direkter Rede fragend ‚nun‘. ‚-ce‘ ist ein hinweisender, d.h. sprachwirkverstärkender Partikel. ‚nunc‘ müsste demnach korrekt ins Deutsche übersetzt werden als ‚hier nun‘ oder ‚ja nun‘ - im englischen Sprachraum würde man vielleicht "by now" sagen, Friedrich Schiller dichtete "jetzo", die Schwaben und Schwäbinnen sagen "jetzedle sodele" ...

Sprachgeschichtlich wurde ‚num‘ als religiöses Fremdwort ins Lateinische übernommen. Das antike Land ‚Numidien‘ lag hinter Karthago in Nordafrika, bewohnt von afrikanischen, nichtsemitischen Hirtenvölkern. Die Numidier wurden vom ägyptischen Pharao unterworfen und in das Alte Reich, d.h. ins erste Kaiserreich der Erde zwangsintegriert. ‚Numidien‘ umfasste ursprünglich auch das Quellgebiet des Nils. Heute gehört dieses Gebiet zu Äthiopien (siehe: Äthiopisch-Orthodoxe Kirche). Ähnlich wie Ägypten war das Land jahrhundertelang nur eine Provinz, die von fremdstämmigen Kriegervölkern aus Asien und Europa beherrscht wurde.

In der hebräischen Rechtssprache ist „nun“ ein Buchstabe, der Fisch bedeutet. Bekanntlich wurde dem Jesus von Nazareth in seiner christlichen Rolle als menschenfischender (judäischer) Gottkönig von den frühen Theologen dieses Wasserlebewesen als ein Symboltier zugeordnet. Diese Zuordnung bzw. schamanische Rechtsbeziehung gilt bis heute. In der englischen Rechtssprache bedeutet ‚nun‘ sinnigerweise Nonne.

Wie alles mit allem zusammenhängt, können wir im biblischen Buch „Josua“ im Alten Testament nachlesen:

„Nachdem Mose, der Knecht des Herrn, gestorben war, sagte der Herr zu Josua, dem Sohn Nuns, dem Diener des Mose: Mein Knecht Mose ist gestorben. Mach dich also auf den Weg und zieh über den Jordan hier mit diesem ganzen Volk in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, geben werde. Jeden Ort, den euer Fuß betreten wird, gebe ich euch, wie ich es Mose versprochen habe. Euer Gebiet soll von der Steppe und vom Libanon an bis zum großen Strom, zum Eufrat, reichen – das ist das ganze Land der Hetiter – und bis hin zum großen Meer, wo die Sonne untergeht.“[1]

Der Prophet Josua war demnach ein numidischer Stammesführer, der dem Pharaonensohn Mose treu gedient hatte. Als Belohnung für diese Treue hatten diese monarchistischen Numidier wohl den Rechtsanspruch auf ein eigenes Siedlungsgebiet im Hethiterreich erworben. Bekanntlich waren die Pharaonen mit den Hethitern zumindest seit Amenophis III. (14. Jahrhundert vor Christus) verschwägert. Während der Regierungszeit des Pharaonensohnes Amenophis IV./Echnaton kam es wohl zu religiösen Unruhen im Alten Reich, was damals wie heute zu Flüchtlingsströmen geführt hat …


Sprachphilosophische Betrachtungen

Einer der 28 Konsonanten der arabischen Schrift heißt ‚Nun‘. Dieses Schriftzeichen steht im islamistischen Raum als Symbol für die „Nazarener“ (= nasrani) als einer gegnerischen Glaubensgruppe. Als „Nazarener“ werden im Koran die Christen bezeichnet. Es ist quasi ein Sammelbegriff für alle Kirchenmitglieder dieser Erde, der auf den Wohnort von Jesus von Nazareth sprachlich Bezug nimmt wie bei einer Königsdynastie. Der durch die Jerusalemer Bevölkerung damals denunzierte absichtslose Religionsgründer und jüdische Reformator Jesus hatte als asketischer „Essener“ bekanntlich keine Kinder gezeugt, der sprachliche Bezug ist daher bio-logisch falsch. Besonders die Kopten in Ägypten leiden unter Verfolgungen und Mordanschlägen als Folgen dieses unaufgeklärten religiösen Dualismus von Gut und Böse. Nur die säkulare und/oder nationale Judikative als dritte, ausgleichende Kraft kann diesen religiösen Hordenkonflikt lösen …


Fußnoten

  1. Die Bibel, Einheitsübersetzung, Josua 1.1-4, Schwabenverlag, Ostfildern 1992


Siehe auch

International.png Den Begriff nunc im weltweiten juristischen Web finden