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Norm

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Das lateinische Wort „norma“ bedeutet Winkelmaß, Richtschnur und bezeichnete ursprünglich einen materiellen Gegenstand zum Messen. Durch Abstraktion bekam das Wort im sozialen Leben die Bedeutungen Regel, Vorschrift, Maßstab, Soll.

Heute versteht man unter Norm einen relativen Vergleichswert, auf den sich der Mensch bei der Beurteilung von individuellen Leistungen, Merkmalen oder Verhaltensweisen beziehen kann bzw. soll. Normen sind stets kulturabhängig und daher relativ verschieden. Allgemein menschliche Normen gibt es jedoch auch, da alle heute lebenden Menschen zu der gleichen Gattung des „homo sapiens“ (keine Halbgötter! keine Menschenaffen!) gehören. Über die dauerhafte Geltung dieser Normen in einem Rechtsraum müssen sich die Staatsbürger jedoch stets neu einig sein, sonst entstehen naturbedingt Revolutionen, die die unverträglich gewordenen Normen durch vorübergehende Anarchie faktisch abschaffen.

In Demokratien gibt es für diese lebensnotwendigen Ausgleichsprozesse von Ist-Soll-Diskrepanzen sozialer Normen eigene Regeln, d.h. Veränderungsnormen. Man nennt diesen sozialstaatlichen Ausgleichsprozess Reform. [Der Begriff Reformation ist aus historischen Gründen religiös belegt.] Eine staatliche Reform besteht aus dem jeweiligen Reformgesetz und dem dazugehörigen reformierenden Verwaltungsprozess, der sowohl innerbehördlich als auch in der Gesellschaft - bewusst und/oder unterbewusst - vollzogen werden muss. Aktuelle Beispiele sind in Deutschland die Sozialreformen durch die sogenannten "Hartz IV"-Gesetze und durch die Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Prinzipiell kann man heute soziale und funktionale Normen, zum Beispiel Moral und Recht voneinander unterscheiden. Dies ist eine Folge der Evolution des menschlichen Denkvermögens und der Europäischen Aufklärung. Beide Prozesse bedingen sich gegenseitig, d.h. die fortschreitende Evolution des Denkvermögens machte die Aufklärung möglich und die fortschreitende Aufklärung förderte das menschliche Denkvermögen. Es ist hierdurch heute keine gerechtfertigte Normenhierarchie zwischen Moral und Recht mehr erkennbar.


Normen lassen sich folgendermaßen untergliedern:

A Soziale Normen

1. Statistische Normen, z.B. der statistisch signifikante Zusammenhang zwischen einzelnen Einflussfaktoren und ihren Auswirkungen im Prozess --> Deutsche Bibliotheksstatistik; Deutsche Arbeitsmarktstatistik

2. Subjektive Normen (= persönliche Erwartungen oder Selbstkontrolle)

3. Kollektive Normen (= Religionen, Yoga, Weltanschauungen, Spielregeln, Privilegien, Internationaler Lebensmittelstandard)

B Funktionale Normen

1. Technische Standards, z.B. die moderne Zeitrechnung, der elektronische Archivzeitstempel, die Festlegung von Trigonometrischen Punkten, Bauhaus-Ideen u.a.

2. Recht, Rechtskollisionsregeln, auch Siegel, Geld, Regelbedarf ...

3. Naturgesetze, z.B. Chemische Elemente, Klima u.v.a.


Siehe auch

International.png Den Begriff Normen UND Hierarchie im weltweiten juristischen Web finden
International.png Den Begriff "homo sapiens" im internationalen juristischen Web finden