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Naphtali

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Gemäß 1. Mose bzw. Genesis 49.21 sind die Mitglieder des altorientalischen Stammes Naftali Israel als Sprach- bzw. Schriftgelehrte (Philosophen) tätig. Der etwas seltsame, biblische Vergleich mit einer Hirschkuh könnte ein Hinweis auf das naturreligiöse Totemtier Hirsch sein, das in schamanistischen Kulturen einst sehr beliebt war. Hirsche kämpfen bekanntlich nicht mit ihren Zähnen und/oder ihren Klauen und sie töten sich nicht gegenseitig im Kampf. Diese tierische Verhaltensweise könnte früher als Gleichnis für die Wortgefechte der philosophischen Rhetoriker gegolten haben. --> Gewaltfreie Kommunikation


Inhaltsverzeichnis

Heimatgeschichtliche Betrachtung

Das Wappen des ehemaligen württembergischen Königshauses zeigt heute noch die drei Hirschgeweihstangen als altes Stammeszeichen der Grafen von Württemberg. Auf dem Württemberg, dem alten Stammsitz der Württemberger, einem kleinen Hügel beim Stuttgarter Stadtteil Rotenberg, steht heute die Grabkapelle der ehemaligen Württembergischen Königin Katharina (1788 – 1819). Diese russische Zarentochter war die Gründerin des Allgemeinen Wohltätigkeitsvereins, aus dem später die Diakonie Württemberg hervorging. Die Diakonie Württemberg kann daher als eine königliche Gründung gelten und nicht als eine Gründung der Kirche. Heute – im Zeitalter der Europäischen Aufklärung - stellt die Diakonie jedoch eine kirchliche Organisation dar. Die Grabkapelle wird heute als russisch-orthodoxes Kirchengebäude und als Museum genutzt.


Religionsphilosophische Betrachtung

Der altisraelische Stammesname Naftali dürfte lautmäßig verwandt sein mit der altägyptischen Unterweltgöttin Nephthys. Im griechischen Mythos trug diese dunkle Seite der Großen, d.h. dreieinigen Göttin "Isis" den Namen "Nephele". Von der griechischen Nephele leiten sich die deutschen Wörter Nebel und Nibelungen her. Die Nibelungen waren demnach Anhänger der archaischen, d.h. heidnischen dunklen Muttergöttin.


Naturphilosophische Betrachtung

Die Hirschfrau

Ein Indianer-Mythos der Algonkin aus dem US-Staat New York

Vor langer Zeit lebte im Dorf ein berühmter Jäger. Tag für Tag folgte er der Hirschfährte, und seine Frau und sein Sohn litten nie Hunger. Als er wieder einmal durch den Wald pirschte, traf er auf frische Rotwildfährten, denen er viele Tage lang folgte. Immer weiter entfernte er sich von seinem Menschendorf. Die Wälder hier waren ihm fremd. Da begegnete ihm eine Frau, die einen Knaben an ihrer Hand führte. Der Jäger fragte sie, ob sie nicht zwei Hirsche gesehen habe; die Fährte sei noch ganz frisch. Da sprach die Frau: „Die beiden Hirsche wirst Du nicht finden, aber weil du ein guter Jäger bist, will ich dich zu meinen Leuten führen. Du kennst meine Brüder und Schwestern besser als alle anderen Menschen. Und ich will deine zweite Frau sein.“ Der Jäger gehorchte, und nach langer Wanderung kamen sie zu einer Höhle, in der Männer und Frauen wie in einem Erdhause wohnten. Sie waren in Hirschleder gekleidet und trugen mit Stachelschweinborsten bestickte Mokassins. Sie riefen: „Endlich hat sich unsere Tochter einen Mann geholt!“ – Sie aber sagte: „Wir müssen mit der Hochzeit bis in den Herbst, bis zur Hirschbrunft warten.“ Da wusste der Jäger, dass er bei den Hirschleuten war, und lernte von ihnen alle Geheimnisse der Hirsche.

Eines Tages schickten die Hirschleute einen ihrer Männer auf die Jagd. Sie sagten: „Schaffe uns Fleisch, dass wir nicht hungern.“ Er nahm Pfeil und Bogen und ging auf die Jagd. Auf einem Hügel standen zwei junge Hirsche, die tötete er und brachte ihr Fleisch ins Lager. Das aber waren zwei junge Männer der Hirschleute gewesen, und als man das Mahl bereitete, fehlten diese. Nach dem großen Essen wurden alle Knochen der beiden Hirsche sorgfältig gesammelt und im Wasser versenkt. Alsbald waren die beiden jungen Hirschleute wieder gesund im Kreise ihrer Verwandten. So werden die Hirsche nie weniger, wenn nur darauf geachtet wird, dass kein Stück Fleisch vergeudet und kein Knochen verloren wird!

Ein Jahr lebte der Jäger bei den Hirschleuten, dann gebar ihm die Hirschfrau einen Sohn. Zu dritt zogen sie zurück in das Dorf der Menschen. Hirschsohn wuchs heran. Er wusste alles, was man von den Hirschen wissen kann, und er lehrte es seinen Freunden. Hirschfrau aber bekam Sehnsucht nach ihren Verwandten, und sie beschlossen die weite Reise nach der Höhle im fernen Gebirge. Unterwegs ging ihnen das Fleisch aus. Da verwandelte sich Hirschsohn und ließ sich von seinem Menschenvater erlegen. Nachdem seine Eltern und sein Halbbruder gegessen hatten, versenkten sie nach alter Sitte alle Knochen von Hirschsohn im Wasser und alsbald stand der Junge wieder vor ihnen. Sie wanderten weiter.

Am nächsten Tage ließ sich Hirschfrau erlegen, und auch mit ihr geschah es wie mit ihrem Sohn. Sie erreichten das Lager der Hirschleute und blieben viele Monde lang dort. Es waren aber Begleiter aus dem Dorf der Menschen mitgekommen, und diese wollten heim. Auch der erste Sohn des Jägers, Hirschsohns Halbbruder, wollte zurück zu den Menschen. Hirschsohn liebte seinen Halbbruder sehr. Da zog er mit den Menschen zurück ins Menschendorf. Sein Vater und Hirschfrau blieben bei den Hirschleuten. Hirschsohn kehrte auch später nie zurück zu seinen Eltern. Unter den Menschen wurde er der tüchtigste Jäger, den es je gab. Von ihm stammen alle die ab, die den Geist der Hirsche verehren. Sie wissen alles, was man von den Hirschen wissen kann.[1]

Fußnoten

  1. Übersetzung ins Deutsche entnommen aus „Der Kleine Tierfreund“ Nr. 4, April 1969, Verlag Helios Diemer KG, Mainz

Links


Siehe auch

International.png Den Begriff Naftali OR Naphtali OR Nephthys OR Nephele im weltweiten juristischen Web finden