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Nachhaltigkeitsprinzip

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Die Menschheit als Ganzes stellt bezogen auf ihren Wohnplaneten Erde eine Haftungsgemeinschaft dar. Jeweils unterschiedliche Teilmengen der Menschheit stellen bezogen auf ihre Wohnkontinente eigene unabhängige Haftungsgemeinschaften dar. Eine kontinentale bzw. nationale Nachhaltigkeitsstrategie dient dem Nachhaltigkeitsprinzip als einem globalen Rechtsgrundsatz.


Inhaltsverzeichnis

Rechtshistorische Betrachtung

Der deutsche Rechtsbegriff ‚Nachhaltigkeit‘ bildete sich schon im 18. Jahrhundert in Sachsen durch die königlich-forstamtliche Erkenntnis, dass es ohne genügend Holznachwuchs in den Wäldern auf Dauer keine blühende Bergbauindustrie mehr geben würde. Holz war damals zusammen mit Steinkohle und Eisenerz die unverzichtbare Rohstoffbasis für die Montanindustrie. Der damalige sächsische Berghauptmann Hans Carl von Carlowitz verwendete in seinem forstwissenschaftlichen Buch „Sylvicultura oeconomica“, dessen Titel in Latein ‚Forstwirtschaft‘ bedeutet, den Begriff ‚nachhaltend‘ im Erscheinungsjahr 1713 zum ersten Mal öffentlich. Es war die Zeit des Nordischen Krieges.

Der preußische Staatsrat und Forstmeister Prof. Dr. h.c. Georg Ludwig Hartig griff den Begriff einige Jahrzehnte später wieder auf und definierte ihn unter Anwendung der Goldenen Regel folgendermaßen: „Jede weise Forstdirection muss daher die Waldungen des Staates, ohne Zeitverlust, taxieren lassen, und sie zwar so hoch als möglich, doch so zu benutzen zu suchen, dass die Nachkommenschaft wenigstens eben so viel Vortheil daraus ziehen kann, als sich die jetzt lebende Generation zueignet.“

Der alte Fachbegriff ‚Sylvicultura‘ setzt sich übrigens aus dem weiblichen griechischen Waldgeist „Sylphe“ und dem lateinischen Begriff ‚cultura‘ zusammen, der Bearbeitung, Veredlung, Huldigung bedeutet.


Naturphilosophische Betrachtung

Hans Carl von Carlowitz dürfte in Sachsen an seinem Arbeitsplatz als Oberberghauptmann im 18. Jahrhundert von einer Sylphe inspiriert worden sein. Gemäß der griechischen Mythologie bzw. Naturphilosophie sind Sylphen weibliche Luftgeister, die wie unsichtbare Engel fliegen und deren Stimmen im leisen Wind für manche Menschen vernehmbar sind. Die Antwort des inspirierten Mannes wurde uns schriftliche überliefert: „Wird derhalben die größte Kunst / Wissenschaft / Fleiß und Einrichtung hiesiger Lande darinnen beruhen / wie eine sothane Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen / daß es eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe / weiln es eine unentbehrliche Sache ist / ohne welche das Land in seinem Esse nicht bleiben mag.“


Links


Siehe auch

International.png Den Begriff Nachhaltigkeitsprinzip im weltweiten juristischen Web finden
De flag.png Den Begriff "Georg Ludwig Hartig" im deutschen juristischen Web finden
De flag.png Den Begriff "Hans Carl von Carlowitz" im deutschen juristischen Web finden
De flag.png Den Begriff "Sylvicultura oeconomica" im deutschen juristischen Web finden