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Miklós Horthy

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Ungarn > Rechtsgeschichte > Diktatur > Admiral > Monismus
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Am 01.03.1920 wurde nach dem Scheitern einer Rätediktatur - vergleichbar mit der Bayerischen Revolution - Admiral Miklós Horthy Reichsverweser auf Lebenszeit.


Kriegshistorische und biografische Betrachtungen

Der ungarische Reichsverweser Miklós Horthy von Nagybánya (1868 – 1957) war zwischen 1904 und 1914 Flügeladjutant des Christlichen Kaisers Franz Joseph I. (1830 – 1916) gewesen. Dann wurde er als Admiral im Ersten Weltkrieg der Oberbefehlshaber der nationalen Reichsflotte, die er bei Kriegsende 1918 – beschämend - an den jugoslawischen Volksrat übergeben musste. Das traditionsreiche österreichisch-ungarische Kaisertum mit Sitz in Wien endete für immer.

Der treue Nationalist Horthy stellte eine ungarische Nationalarmee auf und besetzte die Hauptstadt Budapest. Die ungarische Nationalversammlung wählte ihn daraufhin 1920 zum Reichsverweser. Die gewohnheitsrechtliche Nähe zu Deutschland und Italien machte Ungarn vorübergehend zu einem Verbündeten der faschistischen Mittelmächte (--> Belgrad). Am 27.06.1941 erklärte Ungarn der Sowjetunion den Krieg innerhalb der Koalition der Besessenen. Jedoch schickte Admiral Horthy am 24.09.1944 seinen General Gábor Faraghó zu Waffenstillstandsverhandlungen nach Moskau und beauftragte seinen Feldmarschallleutnant Szilárd Bakay mit einem Putsch gegen alle deutschen Dienststellen in Budapest. Der Putsch misslang jedoch und der Anstifter der Verschwörung Horthy wurde am 15.10.1944 in Budapest von deutschen Einheiten gefangengenommen und zur Abdankung gezwungen. Als sein Nachfolger wurde damals der Anführer der ungarischen Faschisten „Pfeilkreuzler“ Ferenc Szalasi eingesetzt. Miklós Horthy überlebte den Zweiten Weltkrieg als Internierter in Deutschland und ging 1948 ins Exil nach Portugal. Dort herrschte António de Oliveira Salazar (1889 - 1970) diktatorisch bis 1970.


Siehe auch

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