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Meteora (gr)

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Das Touristenziel „Meteora“ liegt in Thessalien in Nordgriechenland nordwestlich der Regionalhauptstadt Larisa.


Rechtshistorische Betrachtung

Der Mönch „Athanasios“ vom Klosterberg „Athos“ auf der nordostgriechischen Halbinsel „Hágion Óros“ gründete das erste selbstverwaltete Felsenkloster von „Meteora“ in Thessalien im 14. Jahrhundert. Ein Meteor ist bekanntlich ein Gesteinsbrocken in bzw. aus der Luft. Die Klöster von „Meteora“ hängen auf ihren über 400 Meter hohen Felsnadeln buchstäblich zwischen Himmel und Erde.

Das erste Kloster wurde vom serbischen Königshaus finanziell unterstützt, weil einer der serbischen Prinzen sich dort zum orthodoxen Mönch „Ioasaph“ weihen ließ. Sowohl „Athanasios“ als auch „Ioasaph“ sind heute orthodoxe Heilige. Im Lauf der Jahrhunderte entstanden auch auf anderen Felsennadeln des „Felsenwaldes“ Klöster, so dass „Meteora“ schließlich aus 21 Klöstern bestand, von denen einige bis heute von Mönchen bewohnt sind.

Der Namensgeber „Athanasios der Heilige“ (ca. 295 – 373) hatte am Konzil von Nizäa im Jahr 325 teilgenommen. Er wurde ab 328 zum Bischof und Patriarchen von Alexandria bestimmt. Von dort kämpfte er erfolgreich gegen den Römischen Kaiser Konstantin I. (ca. 280 – 337), der zunächst den „Arianismus“ in seiner Residenz „Konstantinopel“ zur Reichsreligion erklärt hatte. Im „Arianismus“ besaß Jesus von Nazareth als Religionsgründer noch keinen göttlichen Status – im Unterschied zum Römischen Kaiser! Die Zeit des griechisch-orthodoxen „Investiturstreits“ dauerte nur bis zum Tod Konstantins I., der bekanntlich auf seinem Sterbebett zum orthodoxen Christentum konvertiert ist. So wurde spätestens im Jahr 337 die Griechisch-Orthodoxe Kirche zur Staatskirche des Byzantinischen Reichs.

Nachdem die türkischen Osmanen dieses christlich-fundamentalistische Byzantinische Reich im Jahr 1453 schließlich erobert hatten, wurden die griechisch-orthodoxen Klöster zu spirituellen Zufluchtstätten für geistliche Männer. Eine rein männliche Klosterrepublik „Meteora“ entstand faktisch, wo als spirituelles Staatsoberhaupt Jesus „Christus“ als Pantokrator herrschte. Eine wichtige Aufgabe der uneinnehmbaren Klöster war das Sammeln von Wissen durch handschriftliche Aufzeichnungen. Zahlreiche Bibliotheken mit unschätzbar wertvollen handschriftlichen Urkunden und Büchern in griechischer Schrift konnten in „Meteora“ für die forschende Nachwelt erhalten werden.

Als 400 Jahre später im Jahr 1853 durch den Russischen Zaren der sogenannten „Krimkrieg“ erklärt wurde, sahen die Thessalier ihre Chance gekommen zum erfolgreichen Aufstand gegen die Zustände nach dem unheiligen „Friede von Adrianopel“ aus dem Jahr 1829 unter osmanischer Herrschaft. Der „Aufstand von Thessalien“ fand im Jahr 1854 statt – geistlich unterstützt durch die Mönche von „Meteora“. Ein römisch-katholisch sozialisierter König Otto I. (1815 – 1867) als christlicher Statthalter unter türkischer Oberhoheit war für die orthodoxen Mönche schlicht undenkbar! So kam es in Griechenland im Jahr 1862 zum Militärputsch und Otto wurde wieder zum Prinzen von Bayern degradiert …


Siehe auch

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