Willkommen auf JurisPedia! Sie sind dazu eingeladen, ein Benutzerkonto einzurichten und zu teilzunehmen. Sie dürfen dafür neue Beiträge schreiben oder bearbeiten, oder die Suchemaschine im Recht Ihres Landes verbessern. Nutzer sollten die Lizenzbestimmungen lesen.
Es gibt zur Zeit 15.570 in ständiger Konstruktion …

Manichäismus

aus jurispedia, das gemainsame Recht
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Beitrag ist ein Entwurf betreffend das Völkerrecht. Ihr könnt Eure juristischen Kenntnisse durch Bearbeitung mitteilen. Ihr könnt auch die Suchemaschine benutzen…
'
Suche im Völkerrecht 20px-International.png
Google Custom Search

Hauptseite > Rechtsphilosophie > Staatsreligion
International.png


Der „Manichäismus“ ist nach seinem persischen Religionsstifter Mani (auch Manes oder Manichaios; 216 – 277 n. Chr.) benannt. Es handelte sich anfangs um eine Erlösungslehre, die aus dem Parsismus hervorging. Später übernahmen frühe gnostische Christen die dualistische Lehre von Licht und Materie (= Schatten) und bildeten eine Konkurrenzorganisation zur frühen Kirche aus. Der später heiliggesprochene Kirchenvater Augustinus (354 – 430) war jahrelang ein bekennender Manichäer gewesen.

„Mani“ hatte das gleiche Schicksal erlitten wie Jesus von Nazareth. Er war als Aufrührer von seinem persischen König gekreuzigt worden. So wurde er für seine Anhängerinnen und Anhänger zum Märtyrer. Die Stadt seiner Hinrichtung wurde zum Wallfahrtszentrum: Gundischahpur.

Die zentrale Lehre des Manichäismus war die Spaltung der Welt in die materielle „Hölle“ und den spirituellen Himmel als Heimat der guten Menschenseele. Die jüdische „Essener“-Sekte hatte dieselbe Weltanschauung vertreten. Auch diese Gläubigen lebten einst zölibatär und aßen nur Fisch, also kein Fleisch aus sexuellen Tierpaarungen. So kam es wahrscheinlich zur Übernahme des Totemtieres Fisch für den „Christus“.

Der Kampf um die wahre christliche Kirche führte im Römischen Reich mit der Staatsreligion Christentum bekanntlich zur Ketzerverfolgung von gnostischen Nachfolgeorganisationen wie Albigensern, Bogomilen, Katharern, Paulizianern und anderen Sekten. Rom konnte sich am Ende strafrechtlich durchsetzen. In Asien konnte sich der Manichäismus beim Stamm der Uiguren im Jahr 763 vorübergehend zur Staatsreligion entwickeln. Auch im kaiserlichen China bestand der Manichäismus bis ins 14. Jahrhundert hinein offiziell weiter. Es existieren aus dieser Zeit heute noch religiöse Schriften für die akademische Erforschung dieser alten dualistischen Religion.


Siehe auch

International.png Den Begriff Manichäismus im internationalen juristischen Web finden
International.png Den Begriff Manichäismus im weltweiten juristischen Web finden