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Mahatma Gandhi

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Der Befreier des britisch besetzten, d.h. kolonialen Indien "Mahatma" Gandhi wurde am 30.01.1948 von einem fanatischen Hindu ermordet.


Feministische Betrachtung

„Wem fiele da nicht die häufig von Frauen gemachte Erfahrung ein, dass in Gremien und Diskussionen das von Frauen Gesagte regelmäßig übergangen, dann aber genauso regelmäßig etwas später von Männern wiederholt und als eigenes Gedankengut ausgegeben wird, für das sie dann auch noch Applaus und Anerkennung ernten.

In der Mitte dieses Jahrhunderts gab es für diese Praxis wenigstens ein recht spektakuläres Beispiel. Ich denke an Mahatma Gandhi. In den Jahrzehnten vor seiner Öffentlichkeitsarbeit hatte er Frau und Kinder tyrannisiert, seine Frau über lange Jahre gezwungen, als Demutsübung tagtäglich die Toilette zu schrubben. Auch Prügel bezog sie nicht selten; denn schließlich war es ja seine Aufgabe, aus ihr eine gute Hindufrau zu machen, die keinen eigenen, sondern nur noch den Willen ihres Mannes kennt. Er hatte Erfolg, wunderte sich aber selbst darüber, dass seine Frau nach vielen Jahren der Tyrannei immer noch keinen Hass ihm gegenüber zeigte, sondern ihm weiterhin in Liebe diente, wo sie doch eigentlich ein gehöriges Maß an Aggressionen ihm gegenüber hätte entwickeln müssen. Schließlich wurde er von ihrer stillen Liebe überwunden und lernte durch sie die Macht der Gewaltfreiheit kennen, auf die er dann seine politischen Aktionen aufbaute. Dafür erfuhr er den Beifall der Welt, der bis heute anhält. Wer aber weiß eigentlich, dass er seiner Frau gebührt? Wer kennt überhaupt ihren Namen? Die weibliche Namenlosigkeit hat im Patriarchat Geschichte, die es aufzubrechen gilt: Ihr Name ist Casturba. Die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte sie mit ihrem Mann in einem Ashram in Poona. Dort wurde sie aufgrund ihrer Liebe und Charaktergröße von den Ashrambewohnern über die Maßen verehrt. Ihr Tod wurde als äußerst schmerzlich empfunden. Von Casturba heißt es bis heute: Sie hatte Größe, ohne es zu wissen, und Mut, ohne es zu zeigen …

Im Patriarchat wird diese Art weiblicher Größe auf breiter Ebene nicht geehrt, sondern lediglich ausgebeutet. Generelle Anerkennung findet sie nur durch einen Mann, der daraus politische Maximen entwickelt.“[1]

Fußnoten

  1. Christa Mulack, Jesus – der Gesalbte der Frauen, Weiblichkeit als Grundlage christlicher Ethik, Seiten 163 + 164, Kreuz Verlag, Stuttgart 1987


Siehe auch

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