Willkommen auf JurisPedia! Sie sind dazu eingeladen, ein Benutzerkonto einzurichten und zu teilzunehmen. Sie dürfen dafür neue Beiträge schreiben oder bearbeiten, oder die Suchemaschine im Recht Ihres Landes verbessern. Nutzer sollten die Lizenzbestimmungen lesen.
Es gibt zur Zeit 14.972 in ständiger Konstruktion …

Magdeburg

aus jurispedia, das gemainsame Recht
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Beitrag ist ein Entwurf betreffend das deutsche Recht. Ihr könnt Eure juristischen Kenntnisse durch Bearbeitung mitteilen. Ihr könnt auch die Suchemaschine benutzen… '
'
Suche im deutschen Recht De flag.png
Google Custom Search

Deutschland > Öffentliches Recht > Landesrecht > Landeshauptstadt > Sachsen-Anhalt
De flag.png


Die heutige Landeshauptstadt des deutschen Gliedstaates Sachsen-Anhalt leitet ihren Namen von Magdalena, einem neutestamentarischen Frauen- bzw. Stadtnamen her. Bekanntlich war Maria von Magdala (= Maria Magdalena, eine ehemalige Tempelhure) die platonische Freundin bzw. eine keusche Jüngerin von Jesus von Nazareth. Nach ihr wurde die weströmisch-christliche, d.h. nicht-orthodoxe Grenzstadt zum slawischen Sprachraum benannt. Nachdem Otto I. der Große im Jahr 962 in Rom zum Römischen Kaiser gekrönt worden war, bestätigte der „deutsche“ Kaiser die Pippinsche Schenkung der Franzosenkaiser, die die formalrechtliche Unabhängigkeit der Vatikanstadt regelt. Der Papst war jedoch - wie im Byzantinischen Kaiserreich der Patriarch – faktisch noch vom Kaiser weisungsabhängig.

Um die slawischen Völker Osteuropas zum Christentum zu bekehren, wurde Magdeburg im Jahr 968 n. Chr. zum Erzbistum erhoben. Die Bistümer Merseburg, Naumburg und Meißen gehörten zu Magdeburg. Die Ungarn, ein asiatisches Reitervolk, waren von Otto I. bereits im Jahr 955 bei Augsburg „auf dem Lechfeld“ besiegt worden. Die bayerische Ostmark als römisch-rechtliche Kolonie der Bajuwaren hieß damals ‚Ostarrîchi‘ (= Österreich). Unter den sogenannten „Ottonen“ blühte die eigenständige deutsche Kultur erstmals in der Mitte Europas auf. Es bestanden dynastische Verbindungen mit Burgund, Byzanz, Lothringen, Saliern und Sueben (Schwaben). So entstanden die neuen Dynastien der Babenberger und Staufer durch „europäische“ Eheschließungen. Im Jahr 972 erkannte der Kaiser von Byzanz das neue Westkaisertum an (= Rechtsspaltung). Diese offizielle Zweiteilung des europäischen Christentums in „Oströmer“ (= Orthodoxe) und „Weströmer“ (= Katholiken) konnte erst nach dem Gemeinschaftserlebnis des Hölleninfernos des Zweiten Weltkrieges mit Hilfe der Römischen Verträge Schritt für Schritt überbrückt werden. Die Protestanten als dritte christliche Allianz sind als Friedensbringer leider gescheitert:

Das einstige Erzbistum Magdeburg wurde im Schwedischen Krieg (1630 – 1635), geführt zur Rettung des Protestantismus gegen den Römisch-katholischen Kaiser Ferdinand II. von Habsburg (1619 – 1637), im Jahr 1631 durch den kaiserlichen Heerführer Tilly zurückerobert bzw. als Ketzerhochburg zerstört. Als protestantischer Verteidiger eilte damals König Gustav II. Adolf (1611 – 1632) aus Schweden zu Hilfe. Er besiegte Tilly zwar in der Schlacht bei Rain am Lech, wo dieser starb, König Gustav II. fiel aber selbst in der Schlacht bei Lützen. Nach weiteren tödlichen Familienstreitigkeiten der europäischen Monarchien kam es im Jahr 1648 endlich zum Westfälischen Frieden. Friedrich Schiller hat in seinem Theaterstück „Wallenstein“ die tragischen Ereignisse künstlerisch verewigt. Albrecht von Wallenstein war ein böhmischer Adeliger, der 1632 Tillys Nachfolge als kaiserlicher Heerführer antrat, jedoch 1634 von Offizieren ermordet wurde


Siehe auch

De flag.png Den Begriff Magdeburg im deutschen juristischen Web finden