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Lufthoheit (int)

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Beeinflusst durch das Werk des Völkerrechtlers Hugo Grotius besteht heute weitgehend Konsens über den völkerrechtlichen Gemeingebrauch am Luftraum als Rechtsgrundsatz. Da aber die notwendigen Flughäfen und Start- und Landeanlagen auf nationalen Territorien liegen, existiert zumindest rechtspraktisch im inneren Staatsgebiet eine gewisse staatliche Lufthoheit. Als Höhenmaß für die staatliche Lufthoheit über der Erdoberfläche gilt heute nach herrschender Lehre des Völkerrechts die Höhe des Eiffelturms in Paris (331 m) als Norm bzw. Maßstab im ganz konkret-praktischen Sinn.

Darüber gilt das freie Überflugrecht für zivile und staatliche Luftfahrtunternehmen ohne Landerecht. Es dürfen keine Überflugzölle erhoben oder Überflugverbote im Zivilverkehr erlassen werden. Beim militärischen Flugverkehr gelten andere völkerrechtliche (= kriegs- und friedensrechtliche) Regeln.


Rechtsphilosophische Betrachtung

Schon seit dem Altägyptischen Reich neigt die menschlich-männliche Architektur zur triebgesteuerten Gigantomanie. Hohe Gebäude werden bis heute als Sinnbilder für Macht, Potenz und Staatsgewalt angesehen. Mächtige Männer hinterlassen auf den Spuren des Pharao „Cheops“ (die "Cheops-Pyramide" in Memphis aus dem 3. Jahrtausend vor Christus ist über 140 m hoch) ihrer Nachwelt sehr gerne ein weithin sichtbares, d.h. materielles Maß für ihre körperliche und seelisch-geistige Potenz. So entsteht ein dauernder staatlicher Wettbewerb beim biblischen Spiel „Turmbau zu Babel“.

Durch die völkerrechtliche Definition bzw. Beschränkung des staatlichen Rechtsraumes nach oben ragen heutige Hochhäuser, die höher sind als der Eiffelturm, in den völkerrechtlich gesamthänderischen Luftraum hinein. Die Menschen, die in den obersten Stockwerken dieser Gebäude arbeiten oder wohnen, verlassen daher beim Aufzugfahren nach oben faktisch ihren nationalen Rechtsraum und reisen in den juristischen „Weltraum“. Sie werden so faktisch, aber unbewusst spielend zu Weltbürgerinnen und Weltbürgern gemäß der Rechtslehre von Immanuel Kant. Beispiele für solche spielenden „Weltbürgerinnen und Weltbürger“ gibt es bereits in Chicago, Taipeh, Shanghai, Dubai, London und anderen Großstädten (nicht Hauptstadt!!!).


Siehe auch

International.png Den Begriff Lufthoheit im internationalen juristischen Web finden
Eu flag.png Den Begriff "Droit aérien" im juristischen Web der Europäischen Union finden
Fr flag.png Den Begriff "Droit aérien" im französischen juristischen Web finden ("Droit aérien" in Deutsch)
Fr flag.png Den Begriff "souveraineté aérienne" im französischen juristischen Web finden ("souveraineté aérienne" in Deutsch)
Be flag.png Den Begriff "souveraineté aérienne" im belgischen juristischen Web finden
Lu flag.png Den Begriff "souveraineté aérienne" im luxemburgischen juristischen Web finden
Eu flag.png Den Begriff "souveraineté aérienne" im juristischen Web der Europäischen Union finden

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