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Liebe

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Die sogenannte „Liebe Gottes“ als die geheimnisvolle Lebensenergie, die uns Menschen seit Jahrtausenden fördert und straft, ist nicht unmittelbar zu sehen. Ihre Größe ist eine rein geistige Größe. Deshalb können wir sie nicht physikalisch messen, zählen oder wiegen. Wir vergleichen sie im Alltag mit unserer eigenen Liebesfähigkeit, vor allem mit der Liebe unserer oder anderer guter Eltern. Jede vergleichende Größenschätzung führt immer nur zu einer relativen und niemals zu einer absoluten Größe (= Benchmarking). Wenn ein Gegenstand unserer Vergleichung das Maß übersteigt, welches wir als das höchste und äußerste annahmen, dann können wir immer noch danach fragen, um wie viele Male der Gegenstand das bisherige Topmaß übersteigt. Die ideale Mutterliebe ist ein Topmaß innerhalb der Gattung Liebe, stellt aber noch nicht die größtmögliche Liebe dar. Allgemein gilt: Wenn das reale Maß einmal überschritten ist, so kann der Gegenstand ins Unendliche idealisiert werden.

Wir vernünftigen Menschen suchen jedoch lieber nach absoluten Größen, weil nur diese uns das reale Fundament eines allgemein geltenden Vorzugs liefern können. Alle komparativen Größen, wenn wir sie nebeneinander betrachten, sind einander in der Art gleichwertig und unsere Auswahl würde eine rein ästhetische Geschmacksfrage darstellen. Weil aber nichts unseren gesunden Menschenverstand dazu bringen kann, mit der dauernden Vergleichsuche aufzuhören, so muss eben unsere Einbildungskraft dem Verstand eine Grenze setzen. Frau kann es auch so sagen: Die Größenschätzung der „Liebe Gottes“, d.h. die Gotteserkenntnis, muss zwangsläufig unlogisch und doch abstrakt erfolgen. Sie muss ästhetisch wie eine Kunstbetrachtung am heiligen Ort ausprobiert und dann stetig weiter ausgeführt, d.h. freilassend geübt werden.

„Wenn ich eine Größe logisch schätze, so beziehe ich sie immer auf mein Erkenntnisvermögen; wenn ich sie ästhetisch schätze, so beziehe ich sie auf mein Empfindungsvermögen. Dort erfahre ich etwas von dem Gegenstand, hier hingegen erfahre ich bloß an mir selbst etwas, auf Veranlassung der vorgestellten Größe des Gegenstandes. Dort erblicke ich etwas außer mir, hier etwas in mir. Ich messe also eigentlich nicht mehr, ich schätze keine Größe mehr, sondern ich selbst werde mir augenblicklich zu einer Größe, und zwar zu einer unendlichen.“[1]

Die Größe der „Liebe Gottes“ ist also einerseits objektiv-personale Eigenschaft Gottes, dem sie beigelegt wird. Sie ist andererseits zugleich die Wirkung unseres eigenen menschlichen Wesens auf Veranlassung Gottes. Sie entspringt eines Teils aus unserem Unvermögen, den von unserer Vernunft als Forderung aufgestellten Superlativ der „Liebe Gottes“ uns mit unserer Einbildungskraft vorzustellen, anderen Teils aus unserer Vernunft als Urheberin, da sie einst diese Forderung an die Menschheit selbst stellte. Der erste Grund lässt die Menschen vor der Größe der „Liebe Gottes“ wie Kinder zurückschaudern, der zweite Grund wirkt auf Gläubige mit anziehender Kraft des Großen und sinnlich-unendlichen Erhabenen. Liebe bildet. Sie herrscht nicht, sondern sie steuert.

Obwohl also die Größe der „Liebe Gottes“ eine Dimension ist, die erst in uns selbst zum Bewusstsein kommen kann, so muss von Anfang an in uns Menschen schon der Grund (= Idee) enthalten sein, dass gerade nur wir Menschen zu diesem göttlichen Wirken Anlass geben. Bei diesem Urteil legen wir das Prädikat des Göttlichen in den Menschen selbst, vergessen dabei aber nicht, dass von Anbeginn an in uns ein notwendiger Grund gelegt wurde, damit wir so von uns Menschen denken können. Sowohl unsere Einbildungskraft als Phantasie wie auch unsere Vernunft müssen sich mit einem gewissen Grad an Stärke äußern, wenn die Größe der „Liebe Gottes“ an den menschlichen Eigensinn für Erhabenes rühren soll. Ohne eine gewisse Stärke der menschlichen Phantasie kann „Gottes Liebe“ nicht ästhetisch erfahren werden und ohne eine gewisse Stärke der menschlichen Vernunft – das gilt auch für Frauen! - können wir aus dieser ästhetischen Empfindung nichts Erhabenes bilden. Im glücklichen Kreuzungspunkt zwischen Phantasie- und Vernunftentwicklung kann dem sich bildenden Menschen Gott als Vater und/oder Sohn begegnen. Der Heilige Geist ist nicht sichtbar ...


Fußnote

  1. Friedrich Schiller, Zerstreute Betrachtungen über verschiedene ästhetische Gegenstände, Von der ästhetischen Größenschätzung, Erstveröffentlichung in der Zeitschrift „Neue Thalia“ Nr. 5/1793


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