Willkommen auf JurisPedia! Sie sind dazu eingeladen, ein Benutzerkonto einzurichten und zu teilzunehmen. Sie dürfen dafür neue Beiträge schreiben oder bearbeiten, oder die Suchemaschine im Recht Ihres Landes verbessern. Nutzer sollten die Lizenzbestimmungen lesen.
Es gibt zur Zeit 15.600 in ständiger Konstruktion …

Leistungsschutzrecht (de)

aus jurispedia, das gemainsame Recht
(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche
K
K
Zeile 38: Zeile 38:
 
* [[Nachbildungsrecht (de)|Nachbildungsrecht]]
 
* [[Nachbildungsrecht (de)|Nachbildungsrecht]]
 
* [[Schutz des Presseverlegers (de)|Schutz des Presseverlegers]]
 
* [[Schutz des Presseverlegers (de)|Schutz des Presseverlegers]]
 +
* [[Content Syndication (int)|Content Syndication]]
 
* [[Landespressegesetz (de)|Landespressegesetze von Deutschland]]
 
* [[Landespressegesetz (de)|Landespressegesetze von Deutschland]]
 
* [[Grundversorgungsauftrag (de)|Staatlicher Grundversorgungsauftrag in Deutschland]]
 
* [[Grundversorgungsauftrag (de)|Staatlicher Grundversorgungsauftrag in Deutschland]]

Version vom 13. Juli 2020, 11:12 Uhr

Dieser Beitrag ist ein Entwurf betreffend das deutsche Recht. Ihr könnt Eure juristischen Kenntnisse durch Bearbeitung mitteilen. Ihr könnt auch die Suchemaschine benutzen… '
'
Suche im deutschen Recht De flag.png
Google Custom Search

Deutschland > Privatrecht > Urheberrecht > Medienrecht
De flag.png


Das sogenannte Leistungsschutzrecht in Deutschland dient dem Schutz von individuellen geistigen Leistungen auf kulturellem Gebiet, die keine Schöpfungen im Sinne des Urheberrechts darstellen. Um die schwierige Abgrenzung in der juristischen Praxis zu erzielen, wird Rechtstatsachenforschung betrieben. Diese beschäftigt sich mit folgenden Fragen bzw. Problemen:

Da der menschliche Erfindungsgeist seit Platon aus dem kontinuierlich wachsenden Reich der Ideen schöpft, ergibt sich für Juristinnen und Juristen stets neu das rechtliche Problem der Schutzwürdigkeit einer Idee. In vielen Fällen ist die reine Entdeckerleistung nicht (mehr) schutzwürdig, sondern sollte für alle Menschen frei zugänglich gemacht werden, z.B. durch eine internationale gemeinnützige Bibliothek, wie sie Byblos (heute: Libanon) im Altertum besaß.

Die innere Form dieser Bibliothek, d.h. ihr Ordnungsprinzip, bildet sich zunächst im Geist des Werkschöpfers. Er zeigt auf diese Weise seine individuelle Denk- und Vorstellungsweise und gibt ihr einen sichtbaren Ausdruck. Er ist demnach formaljuristisch ihr Urheber.

Fraglich ist, ob eine innere Form, die dem Vorbild der Natur technisch nachgebildet wurde (= Bionik), im Sinne des Urheberrechts inhaltlich schutzwürdig sein kann. Gemäß dem synthetischen Aufbauprinzip des deutschen Urheberrechts (Monistische Theorie) würde dies nämlich zu einem formallogischen Widerspruch führen. Daher müssen Rechtstheorien, die der Natur und dem menschlichen Sozialleben abgeschaut wurden, logischerweise Gemeingut sein.

Wenn also die wettbewerbsorientierte globale Leistungsgesellschaft ihr gemeinsames Recht in die Form eines digitalen Wikis gießt, dann bildet sich allmählich ein internationaler, technisch abgegrenzter geistiger Gegenstand, das Immaterialgut JurisPedia, heraus, das sich durch seinen individuellen Aufbau von allen anderen Wikis signifikant unterscheidet. Es wird dadurch zum Rechtsgegenstand, der den Hochschulen, die sich offiziell am Projekt beteiligen, als Gemeineigentum gehört. Die juristischen Informationen, die sich auf dieser elektronischen Plattform allmählich ansammeln, stellen als Datenbank den gemeinsamen Besitz der Autorenschaft dar (Datenmitbesitz).

Das Nutzungsrecht steht satzungsgemäß prinzipiell allen Menschen zu, die mit Hilfe eines Internetzugangs und einer Allgemeinen öffentlichen Lizenz kostenfrei zugreifen dürfen und sich so über Recht und Gerechtigkeit informieren und weiterbilden können.


"Hamburger Erklärung" vom 26.06.2009

„Das Internet ist für den Journalismus eine große Chance. Aber nur, wenn die wirtschaftliche Basis auch in den digitalen Vertriebskanälen gesichert bleibt. Das ist derzeit nicht der Fall. Zahlreiche Anbieter verwenden die Arbeit von Autoren, Verlagen und Sendern, ohne dafür zu bezahlen. Das bedroht auf die Dauer die Erstellung von Qualitäts-Inhalten und von unabhängigem Journalismus. Wir treten deswegen entschieden dafür ein, den Schutz geistigen Eigentums im Internet weiter zu verbessern. Freier Zugang zu Webseiten bedeutet nicht zwingend kostenlosen Zugang. Wir widersprechen all jenen, die behaupten, dass Informationsfreiheit erst hergestellt sei, wenn alles kostenlos zu haben ist. Der freie Zugang zu unseren Angeboten soll erhalten bleiben, zum Verschenken unseres Eigentums ohne vorherige Zustimmung möchten wir jedoch nicht gezwungen werden. Wir begrüßen deshalb die wachsende Entschlossenheit von Bundesregierung, Landesregierungen und den im Bundestag vertretenen Parteien, die Rechte von Urhebern und Werkmittlern weiter an die Bedingungen des Internets anzupassen. Im Internet darf es keine rechtsfreien Zonen geben. Gesetzgeber und Regierung auf nationaler wie internationaler Ebene sollten die geistige Wertschöpfung von Urhebern und Werkmittlern besser schützen. Ungenehmigte Nutzung fremden geistigen Eigentums muss verboten bleiben. Am Ende muss auch im World Wide Web gelten: Keine Demokratie gedeiht ohne unabhängigen Journalismus.“


Siehe auch

De flag.png Den Begriff Leistungsschutzrecht im deutschen juristischen Web finden