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Kruzifix-Urteil (de)

aus jurispedia, das gemainsame Recht
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Das sogenannte Kruzifix-Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Mai 1995 stellt bis heute einen „kategorischen Imperativ“ der Gewaltenteilung in Deutschland dar. Damals hatten die deutschen Verfassungsrichter der Klage auf negative Glaubensfreiheit für staatliche Pflichtschulen in Bayern Recht gegeben. Ein "Kruzifix" ist die bildhafte Darstellung des judäischen Hinrichtungsopfers Jesus von Nazareth.

Demnach stellt die Anbringung des christlichen Symbols „Kruzifix“ in Unterrichtsräumen von staatlichen Pflichtschulen, die ja verfassungsgemäß keine Bekenntnisschulen sind, faktisch einen Verstoß gegen Art. 4 Abs. 1 GG dar. Konkrete Grundrechtsverletzungen liegen immer dann vor, wenn sich bestimmte Schüler oder Schülerinnen – bzw. deren Eltern - durch das Symbol des Kreuzes im Klassenzimmer in ihrer negativen Glaubensfreiheit behindert bzw. bedroht fühlen. In diesem Fall muss die Schulleitung aus verfassungsrechtlichen Gründen für Abhilfe sorgen.


Siehe auch

De flag.png Den Begriff Kruzifix Bundesverfassungsgericht im deutschen juristischen Web finden