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Kraftpost (de)

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Rechtshistorische Betrachtung

Die Deutsche Kraftpost, die die traditionellen Postkutschen - gezogen von mindestens vier Pferden (= 4 PS) - nach und nach mit eigenen (gelben) Kraftfahrzeugen ersetzt hatte, wurde bis zum Jahr 1867, als die Reichsverfassung des Norddeutschen Bundes in Kraft trat, als Deutsche Post - noch ohne maschinelle Kraft - ausschließlich durch die verschwägerten Adelsfamilien der Thurn und Taxis aufgebaut und betrieben.

Die Fürstenfamilie Taxis stammte ursprünglich aus der Lombardei (= Langobardenreich) in Italien. Dieser Familie entstammte der berühmte italienische Dichter Torquato Tasso (1544 – 1595), der auch Goethe nachweislich inspiriert hat.

Die Familie Thurn stammte ursprünglich aus Böhmen und hatte im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) auf der Seite der Protestanten gekämpft. Im Jahr 1618 war dieses Adelsgeschlecht am sogenannten „Prager Fenstersturz“ aktiv, d.h. kriegsauslösend beteiligt gewesen. Der örtliche Volksaufstand gegen das absolutistisch-katholische Kaisertum führte nach drei Jahrzehnten voller Kriegsleid schließlich zum Westfälischen Frieden von Münster.

Der Römische Kaiser Maximilian I. (1459 – 1519) hatte seit dem Jahr 1491 reitende Postbotenlinien im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation einrichten lassen. Dazu hatte er Franz von Taxis sein kaiserliches Postprivileg erteilt. Der “Firmensitz“ der Thurn und Taxis-Post befand sich seit 1748 in Regensburg. Deshalb wurde auch die erste Kraftpostlinie im Deutschen Reich nach der Erfindung des Automobils von der Königlich Bayerischen Post zwischen Bad Tölz und Lenggries eingerichtet. Dies geschah im Jahr 1905. Erst vier Jahre später folgte Württemberg als Erfinderland des Automobils.


Siehe auch

De flag.png Den Begriff Kraftpost im deutschen juristischen Web finden