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Koan

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Der zen-buddhistische Begriff ‚Koan‘ bezeichnet eine gleichnishafte Aussage eines Zen-Meisters oder einer Zen-Meisterin (= Philosophin), die der geistigen Unterweisung der Schüler und Schülerinnen dient. Die rätselhafte bzw. närrische Aussage dient dabei als sprachliches Mittel, der Zuhörerschaft ihre rationale Denk- und Argumentationsfähigkeit zu nehmen. Das Lernziel ist die individuelle Erkenntnis, dass das unterscheidende Wissen des Menschen vollkommen unfähig ist, das grundsätzliche Problem des Menschen, die Erkenntnis seiner selbst, zu lösen. Die zen-buddhistische Methode treibt die Erkenntnissuchenden absichtlich in den Abgrund der eigenen Verzweiflung (= Depression), aus dem sie als neue Menschen hervorgehen werden, wenn ihr Trainer oder ihre Trainerin bei ihnen bleibt …


Inhaltsverzeichnis

Beispiel eines ‚Koan‘ des Zen-Meisters ‚Mumon‘ (Japan, 13. Jahrhundert)

„Einmal stritten sich die Mönche der Östlichen Halle mit den Mönchen der Westlichen Halle um eine Katze. Nansen hob die Katze hoch und sagte: ‚Mönche, wenn ihr ein Zen-Wort sagen könnt, dann will ich die Katze verschonen. Wenn ihr es nicht könnt, bringe ich die Katze um!‘ Kein Mönch konnte antworten. Schließlich tötete Nansen die Katze. Als Joshu gegen Abend zurückkehrte, erzählte ihm Nansen den Vorfall. Da zog Joshu seine Sandale aus, legte sie sich auf den Kopf und ging weg. Nansen sagte: ‚Wenn du hier gewesen wärest, hätte ich die Katze verschont!“[1]


Koan aus Deutschland

Auf seine persönliche Frage nach dem Sinn des Lebens antwortete die Philosophin dem männlichen Liebesschüler: „Entweder trinkst Du Milch von Maria oder Kaba.“

--> Tertium non datur-Grundsatz = Inkultation

Fußnoten

  1. Zenkei Shibayama, Quellen des Zen, 14. Koan des Mumon, Übersetzung aus dem Amerikanischen durch Margret Meilwes, Lizenzausgabe des Scherz Verlag, Bern, München, Wien 1976

Siehe auch

International.png Den Begriff Zen AND Koan im weltweiten juristischen Web finden