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Kindschaft

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Ein Kind ist ein Mensch, der noch nicht geschäftsfähig und auch noch nicht schuldfähig ist. In Deutschland ist ein Kind gemäß § 104 Nr. 1 BGB unter sieben Jahre alt. Diese ersten Jahre prägen den Menschen sein Leben lang!


Auf die Menschheit als Gattung übertragen:


Inhaltsverzeichnis

Nationale Kindschaften


u.a.

Moralphilosophische Betrachtung

„Du hast das Recht, zu vertrauen, auch wenn es zum guten Ton gehört, skeptisch und kritisch zu sein. Sie werden dich blauäugig nennen. In ihren Augen bist du naiv. Sie werden auf die Realität deuten und dir sagen, dass du in einer Welt wie dieser kein Recht hast, zu hoffen und zu glauben.

Aber du hast das Recht, zu glauben, zu hoffen und zu vertrauen. Die Misstrauenden werden mit ihrem Misstrauen die Zustände heraufbeschwören, die sie am meisten fürchten. Blind in ihrer Hoffnungslosigkeit werden sie auch das nicht mehr sehen, was ihrer Hoffnung wieder Mut machen würde.

In ihrer Skepsis werden sie weltweise wirken, mit ihrem Zynismus werden sie ihre Überlegenheit demonstrieren. Wenn sie vorgeben, alles zu durchschauen (nur sich und ihre Ängstlichkeit nicht), sehen sie doch nur die Oberfläche und glauben, dass Macht Stärke ist und Vertrauen Schwäche. Ihre Weisheit ist Kurzsichtigkeit.

Du hast das Recht, zu vertrauen, nicht blindlings wie jemand, der nicht sehen kann; nicht dumm, wie jemand, der nicht denken kann; nicht wirklichkeitsfern, als würdest du alles durch eine rosarote Brille sehen.

Aber kühn, weil es Mut erfordert; als Risiko, um dem anderen einen Freiraum zu schaffen; als praktische Liebe, die auch ohne Grund liebt, um das „Auge um Auge“ und „Zahn um Zahn“ zu durchbrechen; als Vorschuss an Zuwendung, um eine andere Grundlage des Miteinanders zu schaffen und nicht in der Angst steckenzubleiben; als praktizierte Verletzbarkeit, als Fenster der Verwundbarkeit, durch das der Feind einfallen kann, es aber vielleicht nicht tut. So werden neue Arten des Umgangs gefunden werden können. Es ist eine Einstellung, die du wählen kannst.

Vertrauen können ist Stärke, bei der sich der Vertrauende selbst aufs Spiel setzt und doch nicht verliert, solange er auch nach Niederlagen und Enttäuschungen nicht aufgibt, sondern neu vertraut.

Immer wieder zu vertrauen, Vertrauen zu üben, heißt, die zarten Verbindungen zu knüpfen, nach denen wir uns alle sehnen, die uns aber nicht gelingen, weil wir Sicherheit wollen. Um zu vertrauen, müssen wir die Sicherheit aufgeben, an der wir so hängen.“[1]

Fußnoten

  1. Ulrich Schaffer, Grundrechte, Ein Manifest, Seite 42 – 44, Kreuz Verlag, Stuttgart 1988

Siehe auch

International.png Den Begriff Kindschaft im internationalen juristischen Web finden
International.png Den Begriff infans im internationalen juristischen Web finden

  • Den Begriff infancia im spanischen juristischen Web finden

Uk flag.png Den Begriff childhood im juristischen Web des Vereinigten Königreiches finden
Us flag.png Den Begriff childhood im Vereinigten Staaten juristischen Web finden
Fr flag.png Den Begriff filiation im französischen juristischen Web finden (filiation in Deutsch)
Be flag.png Den Begriff filiation im belgischen juristischen Web finden
Lu flag.png Den Begriff filiation im luxemburgischen juristischen Web finden
Eu flag.png Den Begriff filiation im juristischen Web der Europäischen Union finden

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