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Katholizismus

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Der Begriff 'Katholizismus', der kein Rechtsbegriff ist, bezeichnet eine menschliche Haltung, die blind dem Rechtsgrundsatz des 'Dictatus Papae' folgt. Das Wort stammt aus der griechischen Sprache. Ein 'Katholikos' ist ein Oberhaupt einer selbstständigen orientalischen Nationalkirche. Im Kanonischen Rechtsraum der Römischen Staatskirche hat 'katholisch' die Bedeutung von einer für alle Völker der Erde bestimmten Kirche, d.h. der Begriff bezeichnet den eigenen inneren, d.h. selbstüberhebenden (narzisstischen) Anspruch, die einzig wahre Kirche zu sein, die am Ende immer Recht hat.


Inhaltsverzeichnis

Rechtshistorische Betrachtung

Wie betriebsblind und rassistisch manche katholischen Würdenträger und Männer an der – römisch-katholisch gesponsorten - Macht urteilen, hat Carlo Schmid glaubhaft an seine Nachwelt überliefert dank seiner „Erinnerungen“ an die rechtssubjektiven Aussagen des Monsignore Tardini, damals im Jahr 1948 Sekretär der Kongregation der Außerordentlichen Angelegenheiten des Vatikan:

„ … Zehn Jahre hitlerischer Erziehung haben starke Spuren hinterlassen. Die Niederlage bringt das Gefühl zur Verzweiflung. Da gibt es nichts zu machen, da gibt es von dem preußischen oder verpreußten Bevölkerungsteil nichts zu hoffen (sic). Das sind Barbaren. Sie haben nichts gelernt und nichts begriffen. In den Gegenden Westdeutschlands oder Süddeutschlands, wo das Christentum tief eingedrungen ist, ist jedoch der Geist nicht derselbe. Mit diesen Bevölkerungen und mit ihren christlichen Elementen muss man arbeiten. Der Versuch, ihre christliche Erziehung abzuschwächen oder sie zu schockieren, indem man ihnen als eine bessere Unterrichtsmethode etwas vorsetzt, das sie nicht haben wollen, würde darum einen zwiefachen Fehler bedeuten, dessen erste Opfer ihr selber sein würdet.“[1]


Sozialwissenschaftliche Betrachtung

„Ein Papst kann im ausgehenden 20ten Jahrhundert versuchen, seine Gläubigen auf ein abstraktes lebensfeindliches Prinzip einzuschwören. Danach wird Selbstbefriedigung als ordnungswidrige Handlung gebrandmarkt, nicht-ehelicher Verkehr als Unzucht, Homosexualität als nicht zu billigende Abirrung, geplante Empfängnisverhütung als verwerflich, und Abtreibung wird mit Exkommunikation bestraft. Konzidiert, das ist Glaubenssache.

Wenn aber der politische Katholizismus mit diffamierenden Mitteln versucht, diese Glaubenssache einer Religionsgemeinschaft als allgemein gültige Moral und Ethik zu propagieren, Andersdenkende zu diffamieren, um reaktionäre Sexualnormen allgemein machtpolitisch durchzusetzen, dann müssen alle, die nichts mit solchen fundamentalistisch eingefärbten Glaubensgrundsätzen zu tun haben, aufs Spielfeld gehen. Zu ihren wichtigsten Argumenten zählt ein Menschenbild, für das das Sexuelle zum Leben und zum Lebendigsein gehört.“[2]

Die gleiche Aussage kann im 21. Jahrhundert auch für die politisch agierenden Orthodoxen und Muslime im wiedervereinigtenreligionsneutralen - Deutschland gelten!

Fußnoten

  1. Carlo Schmid, Erinnerungen, Seiten 308 + 309,Scherz Verlag, Bern München Wien 1979
  2. Aus einer Presseerklärung der „Pro FamiliaRheinland-Pfalz vom 10.01.1994


Siehe auch

International.png Den Begriff Katholizismus im weltweiten juristischen Web finden

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