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Juda

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Der altorientalische Stamm Juda Israel hatte auf die Entwicklung des Römischen Rechts maßgeblichen Einfluss. Das kann man daran erkennen, dass das antike Stammesgebiet in Südpalästina ‚Iudaea’ und ein römischer Richterspruch in lateinischer Sprache ‚iudicium’ heißen. Die beiden Wörter sind lautverwandt. Das alte Jüdische Recht scheint für die Römer damals besser zur Machtdurchsetzung geeignet gewesen zu sein. Die Römer haben es daher zum Teil übernommen und zusammen mit ihrem griechischen Zwölftafelrecht für ihre Zwecke weiterentwickelt. Das Römische Recht stellt demnach eine pandektistische Juristenarbeit von semitischen und griechischen Männern dar. Alle diese Männer durften die Ehe schließen, d.h. mit Frauen zusammen leben. Das Zölibat ist eine spätere religionsrechtliche Entwicklung.

Gemäß 1. Mose bzw. Genesis 49.8 – 12 war die Herrschaft eigentlich für Juda biblisch prophezeit worden. Der Stamm wird im Alten Testament mit einem Löwen, d.h. mit dem König der Tiere, schamanistisch verglichen. Königlicher Wohlstand und rechtliche Macht wurden für Juda vorhergesagt. Dieser Stamm sollte also der Mächtigste der israelischen Bruderstämme werden. Das bedeutet gemäß altem Feudalrecht, dass der Augustus bzw. Kaiser als Höchster unter Gleichen aus dem Stamm Juda kommen sollte (= Hoffnung). Wie wir wissen, kam es historisch jedoch ganz anders – zumindest in Bezug auf die weltliche Macht.

Der Rechtsbegriff Judas wurde zunächst zum Herrschernamen und dynastischen Titel des kriegerischen Priesterkönigs der Makkabäer (siehe 1. Makkabäer 3.1 – 9.22). Durch die kultische Trennung von weltlicher und geistlicher Macht im Selbstopfer des Jesus von Nazareth wurde die Gestalt des Judas zum Prototyp des Verräters. Heute können wir endlich erkennen, dass nur durch den Verrat des ‚alten’ Judas an seinem Priesterkönig eine Erneuerung („Reformation“) der geistlichen Macht im damals fundamentalistischen Jerusalem möglich wurde. Dazu musste der „Heilige König“ als Märtyrer des Rechts ein letztes Mal nach alter matriarchalischer (Un-)Sitte unter Folter am "Totempfahl" geopfert werden.

Im Persischen Reich war der Löwe das Totemtier der Großen Göttin 'Ischtar'. Die Übertragung des Löwen auf den Israelischen Stamm Juda (--> Tempelberg) begründete im Heiligen Spiel die Königsherrschaft von Saul, David und Salomo und später von Jesus von Nazareth mit Hilfe des Rechts. Das einstige babylonische Stadttor ("Hohe Pforte"?) in der Himmelsfarbe Blau der 'Ischtar' ist heute im Pergamonmuseum in Berlin zu bestaunen. Babylon selbst ist untergegangen, Berlin ist wieder aufgestanden.

Seit der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 ist die Bezeichnung "Jude" oder "Jüdin" ein rein religionsrechtlicher (Satzungrechts-)Begriff. Der nationale bzw. staatsrechtliche Begriff heißt nun "Israeli" bzw. "Israelin". Somit sind jüdische Religion und israelische Staatsbürgerschaft heute rechtlich sauber voneinander getrennt - zumindest formal.


Siehe auch

International.png Den Begriff Juda OR Judas im weltweiten juristischen Web finden