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Jeanne d’Arc

aus jurispedia, das gemainsame Recht
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Inhaltsverzeichnis

Die Biografie der französischen Nationalheldin bzw. Nationalheiligen im Überblick:

Am 06.01.1412 wird Jeanne als Bauerntochter des Jacques d’Arc und seiner Frau Isabelletta in Domrémy-la-Pucelle, einem kleinen Ort zwischen Toul und Neufchâteau an dem Fluss Meuse - liegt ungefähr auf einer Luftlinie zwischen Straßbourg und Paris -, geboren.

Vom eigenen Willen getrieben trifft sie im Jahr 1429 während des „Hundertjährigen Krieges“ zwischen England und dem Römisch-katholischen Frankreich mit dem französischen Thronfolger Karl zusammen, der Jeanne daraufhin zu seiner Heerführerin macht.

Dann folgt sie ihrer Mission:


1449 Rückeroberung von Rouen, das von den Engländern besetzt war, durch Charles VII.

1450 – 1456 erfolgreicher französisch-juristischer Rehabilitationsprozess für Jeanne d’Arc: Jeanne wird zur Nationalheldin Frankreichs; die Heiligsprechung durch den Vatikan erfolgt nach dem formellen Antrag durch Frankreich im Jahr 1456 in Rom jedoch erst am 16. Mai 1920. Rechtsphilosophisch betrachtet bedeutete dies insident einen Vertragsbruch zwischen dem Vatikan und Großbritannien sowie das päpstliche Eingeständnis eines Justizirrtums der christlichen Weltkirche.

Religionsphilosophische Betrachtung

„Man denke sich einmal die Tat der Jungfrau von Orléans hinweggestrichen aus der Geschichte, man denke sich Frankreich seinem Schicksal überlassen, ohne dass sie eingegriffen hätte, man frage sich: Was wäre aus Frankreich ohne diese Tat geworden? – Und dann bedenke man, welche Rolle Frankreich in den nachfolgenden Jahrhunderten für das ganze Geistesleben der Menschheit gespielt hat! … Und Sie wissen ja vielleicht aus der äußeren Geschichte, wie dann sie es war, die unter den fortwährenden Impulsen und unter dem fortwährenden Eindruck ihres starken Glaubens – man würde besser sagen, durch ihr unmittelbares Schauendie Heere unter den größten Schwierigkeiten zum Siege führte und den König zur Krönung. ... Die Jungfrau von Orléans sah die Jungfrau Maria und den Erzengel Michael in einem gewissen Bilde. Diese Bilder dürfen wir uns nicht unmittelbar in die spirituelle Realität hineindenken; der Gestalt dieser Bilder dürfen wir nicht unmittelbare Objektivität zuschreiben. Wenn aber jemand sagen würde, es sei nur eine Einbildung, so ist das Unsinn. ... Wir müssen unterscheiden zwischen der Objektivität des Inhaltes und der der Tatsachen, die aus der geistigen Welt kommen. - Ich musste das insbesondere deshalb betonen, weil auf diesem Felde sowohl von denen, welche die spirituelle Welt anerkennen, wie auch von den Gegnern zwar entgegengesetzte, aber doch überall Fehler gemacht werden.

So also stellt uns die Jungfrau von Orléans gleichsam eine historische Persönlichkeit dar, die schon ganz in dem Sinne unserer Epoche wirkt, wo ja zum Geistigen hinaufgerichtet sein muss alles das, was wir sozusagen produzieren können auf Grundlage unserer äußeren Eindrücke. Was heißt das aber, wenn wir es anwenden auf unsere Kultur? Das heißt: Wir mögen den Blick hinauswenden zunächst naiv auf unsere Umgebung. Wenn wir aber dabei bleiben, das Auge bloß auf die äußeren Eindrücke zu richten, dann tun wir nicht unsere Schuldigkeit. Wir tun sie nur dann, wenn wir uns bewusst sind, dass wir die äußeren Eindrücke beziehen müssen auf hinter ihnen stehende geistige Mächte. Wenn wir Wissenschaft treiben und machen es so wie die Gelehrsamkeit, dann tun wir nicht unsere Schuldigkeit. Wir müssen alles das, was wir erfahren können über die Gesetze der Naturerscheinungen, über die Gesetze der Seelenerscheinungen so betrachten, dass wir es wie eine Sprache anschauen, die uns hinaufführen soll in eine göttlich-geistige Offenbarung. Wenn wir das Bewusstsein haben, dass wir alle physikalischen, chemischen, biologischen, physiologischen, psychologischen Gesetze so betrachten sollen, dass wir sie auf etwas Geistiges beziehen, was sich uns offenbart, dann tun wir unsere Schuldigkeit.“[1]

Aufgeklärt-rechtsphilosophische Betrachtung

Die von Anhängerinnen oder Anhängern mitgeschriebenen Reden und Vorträge Rudolf Steiners zeugen von einer bildreichen Erzählsprache, die erwachsenenpädagogischen Zwecken dient. Die geisteswissenschaftlichen Forschungsinhalte des promovierten, katholischen, österreichischen Berufsphilosophen lassen sich heute in seinem umfangreichen Werknachlass am leichtesten entdecken, wenn man sich bei der Lektüre vorstellt, dass Steiner beim Vortragen wie ein Brahmane gesungen hat ... --> Wer oder was ist der Erzoberlenker?


Fußnoten

  1. Dr. Rudolf Steiner, zitiert aus der sechsteiligen Vortragsreihe in Stuttgart, 27.12.1910 bis 01.01.1911, 2. + 3. Vortrag, Seiten 29/30, 50-52, veröffentlicht u.a. in „Okkulte Geschichte“, Rudolf Steiner Taschenbücher aus dem Gesamtwerk, Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz 1993

Siehe auch

Fr flag.png Den Begriff Jeanne d’Arc im französischen juristischen Web finden (Jeanne d’Arc in Deutsch)

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