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Hexenhammer

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Im Jahr 1487, 31 Jahre nach der Rehabilitierung von Jeanne d'Arc in Frankreich, veröffentlichten die fundamentalistischen Dominikanermönche Heinrich Institoris und Jakob Sprenger ihre „wissenschaftliche“ Hexentheorie „Malleus maleficarum“, die als päpstlich anerkanntes Werk dreihundert (300) Jahre lang für viele Menschen grausame und tödliche Folgen haben sollte.

Das Werk bestand aus drei Teilen:

Der erste Teil begründete den Straftatbestand der Hexerei „rechtswissenschaftlich“ mit Hilfe der Bibel und des Kanonischen Rechts sowie für die daraus abgeleiteten bürgerlichen Rechte im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Damit war die Existenz von Hexen und Zauberern logisch begründet, d.h. juristisch bewiesen. Im Anschluss wurde der Tatbestand definiert. Er bestand im wesentlichen aus vier Ausprägungen von Hexerei: Teufelspakt, Teufelsbuhlschaft, Schadenszauber und Teufelstanz. [Aus heutiger feministischer Sicht ging es wohl um männliche Rache für Ehebruch?]

Im zweiten Teil wurden die Symptome beschrieben, an denen Hexen und Zauberer erkannt werden sollten und gleich im Anschluss wurden die kirchlichen Heilmittel dagegen in „begeisterten“ Worten beschrieben.

Im dritten Teil des ‚Hexenhammers’ wird der Hexenprozess behandelt einschließlich der Frage nach der richterlichen Kompetenz. Sowohl weltliche als auch kirchliche Richter übernahmen zunächst widerspruchslos die neue richterliche Aufgabe in den deutschen Ländern. Wie auch später bei der Vernichtung unwerten Lebens, bei der Ausrottung von nichtchristlichen Juden und Andersgläubigen und bei der Verurteilung von Homosexuellen nach § 175 StGB funktionierte die absolutistische strafrechtliche Vernichtungsmaschinerie erschreckend unvernünftig - weil mechanisch (= ‚Banalität des Bösen’). Diese dunkle Seite der menschlichen Freiheitsfähigkeit benötigt demnach - dringend - ein ewiges Verhinderungsgesetz als staatliche Verfassung. Den viel zu langen "protestantischen" Weg dorthin eröffneten in Deutschland die beiden gebildeten und mutigen Reformatoren Martin Luther (1483 – 1546) und Philipp Melanchthon (1497 – 1560).

--> Misogynie als unterbewusste "Hexenverfolgung", bzw. Wirkung von "Erinnerungsdämonen"


Siehe auch

De flag.png Den Begriff Hexenhammer OR "Malleus maleficarum" im deutschen juristischen Web finden