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Ars celebrandi

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Religions- bzw. rechtsphilosophische Betrachtungen

Die Kunst des religiösen Zelebrierens heißt in lateinischer Sprache ‚ars celebrandi‘. Diese Kunst stellt zugleich die zentrale Aufgabe aller Priester und Geistlichen dar. In ihrem Berufsrecht als Religionsdiener wird demnach Kunst zu Pflicht. Deshalb verlieren monotheistische Religionsdiener – im Gegensatz zu den Schamanen - innerhalb ihres Religionsrechtsraumes zwangsläufig bzw. formallogisch ihre künstlerische Freiheit. Dies ist der tiefere Grund für das zwangsläufige Zersplittern der monotheistischen Religionsgemeinschaften. Es ist ein natürlicher, menschheitlicher Wachstumsprozess, der die oberen Zweige der baumartigen, biologischen Abstammungslehre ins Geistige hinein fortbildet.

„Die tiefe Verbindung von Schönheit und Liturgie muss uns zu einer aufmerksamen Betrachtung aller in den Dienst der Zelebration gestellten künstlerischen Ausdrucksmittel anregen. Eine wichtige Komponente sakraler Kunst ist natürlich die Architektur der Kirchen, in denen die Einheit der besonderen Elemente des PresbyteriumsAltar, Kruzifix, Tabernakel, Ambo und Sitz – hervortreten muss. … Das gleiche Prinzip gilt allgemein für alle sakrale Kunst, besonders für Malerei und Bildhauerei, in denen die religiöse Ikonographie sich an der sakramentalen Mystagogie orientieren muss. Eine vertiefte Kenntnis der Formen, welche die sakrale Kunst im Laufe der Jahrhunderte hervorgebracht hat, kann denen sehr hilfreich sein, die gegenüber Architekten und Künstlern die Verantwortung der Auftragsvergabe für Kunstwerke haben, die mit der liturgischen Handlung verbunden sind. Darum ist es unverzichtbar, dass zur Ausbildung der Seminaristen und der Priester als wichtige Disziplin die Kunstgeschichte gehört … Einen bedeutenden Platz in der ‚ars celebrandi‘ nimmt der liturgische Gesang ein. Zu Recht bekräftigt der Heilige Augustinus in einer seiner berühmten Reden: Der neue Mensch weiß, welches das neue Lied ist. Das Singen ist Ausdruck der Freude und – wenn wir ein wenig aufmerksamer darüber nachdenken – ist Ausdruck der Liebe.“[1]

Fußnoten

  1. 177. Apostolisches Schreiben „Sacramentum Caritatis“, Absätze Nr. 41 + 42, Papst Benedikt XVI., Libreria Editrice Vaticana 2007, Hrsg. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2007

Siehe auch

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