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Heilige Mutter (va)

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Religionsphilosophische Betrachtung

In der koranischen „Sura von Maria“ wird die göttliche Abstammung des erstgeborenen Sohnes Jesus bezweifelt. In der Übersetzung durch Lazarus Goldschmidt heißt es dazu: „Erinnerung der Barmherzigkeit deines Herrn an seinen Diener Zacharias. Als er einst seinen Herrn mit heimlichem Ruf anrief. Sprach er: O Herr, siehe, schwach ist nun mein Gebein, mein Haupt leuchtet vor Grauhaarigkeit. Und noch nie war ich unglücklich, o Herr, beim Gebet zu dir. Nun aber fürchte ich meine Angehörigen nach mir, denn mein Weib ist unfruchtbar. So gib mir von dir aus einen Vertreter. Der mich beerbe und die Familie Jakobs beerbe, und mache ihn, o Herr, dir wohlgefällig. O Zacharias, siehe, wir verkünden dir einen Knaben Namens Johannes. Wir haben keinen seines Namens zuvor geschaffen. Jener sprach: O Herr, wie soll mir ein Knabe werden, wo doch unfruchtbar ist mein Weib, und ich bereits des Alters Schwäche erlangt habe? Er erwiderte: So sprach dein Herr: dies ist für mich ein Leichtes; habe ich zuvor auch dich geschaffen, und du warst ein Nichts.[1]

… Gedenke im Buch auch Marias, als sie sich von ihrer Familie entfernte nach einem östlichen Ort. Und vor ihnen einen Schleier nahm. Da sandten wir zu ihr unsren Geist, und er erschien ihr als richtiges Fleischwesen. Sie sprach: Ich flüchte mich vor dir zum Allerbarmer, wenn du gottesfürchtig bist. Er erwiderte: Ich bin nur ein Gesandter deines Herrn, dass ich dir einen reinen Knaben geben. Sie sprach: Wie soll mir ein Knabe werden, da mich doch kein Fleischwesen berührt hat, und ich auch keine Hure bin? Er erwiderte: So sprach dein Herr: Dies ist für mich ein Leichtes. Wir machen ihn zum Wunderzeichen für die Menschen und zur Barmherzigkeit von uns. Und die Sache ist entschieden. Und sie empfing ihn und entfernte sich mit ihm in einen fernen Ort. Da kamen ihr die Wehen am Stamm einer Palme, und sie sprach: Oh, wäre ich doch vor diesem gestorben, wäre ich doch als Vergessene vergessen. Da rief es ihr von unten her zu: Betrübe dich nicht, bereits hat dein Herr unter dich ein Bächlein gemacht. Schüttle nun den Stamm der Palme gegen dich, und sie lässt über dich frische Datteln fallen. So iss und trink und erheitre das Auge. Und wenn du der Fleischwesen eines siehst, so sprich: Ich habe dem Allerbarmer ein Fasten gelobt und rede heute mit niemand. Als sie dann ihn tragend zu ihrem Volk kam, sprachen sie: O Maria, du hast nun eine sonderbare Sache getan.[2]

… Das ist Jesus, der Sohn Marias, das Wort der Wahrheit, über den sie zweifeln. Es kommt Gott nicht zu, einen Sohn zu zeugen. Preis ihn! Hat er etwas beschlossen, so spricht er nur: es werde, und es wird. Wahrlich, Gott ist mein Herr und euer Herr, so verehret ihn; das ist der gerade Weg. Die Zünfte aber stritten untereinander, und wehe denen, die ungläubig sind, vor der Versammlung des großen Tags.[3]

Die Geburtsszene wurde im Koran vom Stall an die Palme verlegt. Viehställe waren und sind in Arabien wegen der Hitze nicht üblich und können dem Volk daher nicht als Armutssymbol dienen. Auch der nach Talmudischem Recht moralisch notwendige Ehemann Josef wird nicht erwähnt. Ansonsten wird die Geburtsgeschichte Jesu „wahrheitsgetreu“ überliefert. Die Frage nach der Göttlichkeit des Jesus von Nazareth wird als rechtliche Statusfrage im Koran eigentlich offen gelassen. Klar abgelehnt wird wohl nur die naive Annahme bzw. grammatikalische Gesetzesinterpretation, eine Jungfrau könnte vom "göttlichen Wind" geschwängert worden sein. Dies hielt Mohammed wohl schon im siebten Jahrhundert nach Christus für eine Volksverdummung.


Fußnoten

  1. Der Koran, 19. Sura von Maria, Verse 1 – 10, Komet Verlag, Frechen 2000
  2. Der Koran, 19. Sura von Maria, Verse 16 – 28, Komet Verlag, Frechen 2000
  3. Der Koran, 19. Sura von Maria, Verse 35 – 38, Komet Verlag, Frechen 2000

Siehe auch

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