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Habsburgergesetz (at)

aus jurispedia, das gemainsame Recht
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Österreich > Öffentliches Recht > Verfassungsgeschichte > Dynastie > Adelstitel > Blutadel
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Das von den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges verordnete sogenannte (Anti-)Habsburgergesetz in Österreich beendete auf exekutiv-legislativem Weg die reichsdynastische Familiengeschichte der katholischen Habsburger, die die Luxemburger auf dem römisch-deutschen Kaiserthron abgelöst hatten.

Der letzte Kaiser aus dem europäischen AdelshausLuxemburg“ war Sigismund, König von Böhmen und Ungarn. Unter seiner Herrschaft fand von 1414 bis 1418 das Konzil von Konstanz statt. Kaiser Sigismund starb im Jahr 1437. Nach seinem Tod wurde 1438 sein Schwiegersohn Albrecht von Österreich (= Ostmark des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, seit dem Jahr 1278 habsburgisches Lehen) von den deutschen Fürsten als Albrecht II. zum Deutschen König gewählt. Rechtsgrundlage dieser (germanischen) Fürstenwahl war seit 1356 die sogenannte „Goldene Bulle“. Albrecht II. gilt als der erste Habsburger auf dem deutschen Königsthron. Die römischrechtliche Kaiserkrönung fand damals noch in Rom durch den amtierenden Papst selbst statt. Die letzte Kaiserkrönung nach diesem alten christlichen Gewohnheitsritus unter „Gottes Gnadentum“ fand im Jahr 1452 für Kaiser Friedrich III. (1440 – 1493) statt. Dann wurde Aachen zur Krönungsstadt.

Unter Kaiser Maximilian I. (1493 – 1519), dem Sohn Friedrichs III., wurde eine erste Reform der Reichsverfassung auf dem Reichstag in Worms 1495 von den dort versammelten Reichsständen in Angriff genommen. Das rechtswissenschaftlich zunehmend professionelle Reichskammergericht wurde gemeinsam gegründet und der „gemeine Pfennig“ als gemeinsame Reichssteuer wurde neu erhoben. Beide Maßnahmen sollten sich später für den Fortbestand der Rechtsordnung im christlichen Europa als entscheidend herausstellen.

Der letzte Habsburger auf dem deutschen Thron war bekanntlich Kaiser Franz II., der im Jahr 1806 das alte deutsche Reich in weltkirchlich-katholischer Ausprägung durch seinen vernünftigen Staatsakt im Angesicht der gewaltsam aufklärerischen Bedrohung durch den laizistischen Kaiser Napoleon (1804 – 1814) rechtswirksam beendete. Bis die amtierenden Päpste wieder treue und weisheitsvolle Helferinnen und Helfer finden sollten, vergingen leider einige blutige Jahrzehnte …


Siehe auch

At flag.png Den Begriff Habsburger-Gesetz im österreichischen juristischen Web finden