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Boni mores (de)

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Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist in Deutschland gemäß § 138 BGB nichtig. --> Sittenwidrigkeit in Deutschland, Einigungsmangel

Nach den traumatisierenden Erfahrungen in und nach den beiden Weltkriegen, die von deutschen Reichsführern 1914 und 1939 begonnen worden waren, werden die globalen Ursachen und Folgen nicht nur in Deutschland wissenschaftlich erforscht. Die Forschungserkenntnisse werden teilweise in der aktuellen Geschichtspolitik praktisch umgesetzt. Die traditionell religiös begründeten, "guten Sitten" werden zunehmend humanisiert. Die sozialen Probleme der Antike existieren zwischen einzelnen Menschen anderer Sprache und Herkunft jedoch fast unverändert weiter. Es werden sogar immer noch vereinzelt Verstümmelungsstrafen vollstreckt! Der allgemeine kulturelle Fortschritt der Menschheit ist demnach eine theologische Illusion! Kultur wird immer eine spezielle, d.h. nationale Leistung bleiben! Sie kann auch (vorübergehend?) wieder verloren gehen, z.B. durch sogenannte "Malware"!

Der religiös motivierte Kampf zwischen Gut und Böse als geistige Kategorien stammt ursprünglich aus dem Parsismus, d.h. aus der antiken persischen Staatsreligion. Die formallogische Folge dieser (dualistischen) Theologie ist der Glaube an böse Geister, d.h. an Dämonen. Die Europäische Aufklärung hat diese Dämonen wieder zurück in die (bösen) Seelen der Menschen verbannt. So wurden sie zu professionellen Aufgaben für Psycholog(inn)en, Psychiater(innen), Theolog(inn)en und religiösen Heilpädagogen. Als Handreichung für den Umgang mit Geistergläubigen – nicht mit Geistwesen! - haben die Evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg folgende Empfehlung schriftlich herausgegeben:

„Für sie wäre der Blick auf natürliche, lebensgeschichtliche, seelische und soziale Ursachen ihrer Probleme, die sie im Vertrauen auf den befreienden Gott gestärkt angehen können, oft hilfreicher. Der biblische Umgang mit dem Bösen entscheidet sich nicht daran, ob das Böse personal oder als überpersönliche Macht vorgestellt wird, sondern daran, ob er den Christen stärkt im Umgang mit dem Bösen. Letzteres ist sehr zu unterstützen. Alles, was die Menschen aber in immer größere Ängste treibt, ist zu hinterfragen. Alles kommt darauf an, wie viel Macht wir dem Bösen einräumen; ob wir wirklich daraus leben, dass Jesus Christus das Böse im Kern überwunden hat und der Herr über alle Mächte und Gewalten ist.“[1]


Fußnoten

  1. Gemeinsam auf dem Weg, Kap. 4.2.3 Geister und Dämonen, Seite 20, Dr. Martin Frank, Annette Kick, Dr. Benjamin Simon, Evangelisches Medienhaus GmbH, Stuttgart 2014


Siehe auch

De flag.png Den Begriff "gute Sitten" im deutschen juristischen Web finden
De flag.png Den Begriff "boni mores" im deutschen juristischen Web finden
International.png Den Begriff GUTEMINE im weltweiten juristischen Web finden
Fr flag.png Den Begriff "bonnes mœurs" im französischen juristischen Web finden ("bonnes mœurs" in Deutsch)
Be flag.png Den Begriff "bonnes mœurs" im belgischen juristischen Web finden
Lu flag.png Den Begriff "bonnes mœurs" im luxemburgischen juristischen Web finden
Eu flag.png Den Begriff "bonnes mœurs" im juristischen Web der Europäischen Union finden

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