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Inhaltsverzeichnis

Naturwissenschaftliche Betrachtung 1

Der italienische Volkstanz „Tarantella“ entstand schon in alter Zeit als naturreligiöser Abwehrzauber gegen die unheimliche Bedrohung durch die giftige Jagdspinne „Tarantel“. Früher glaubten die ungebildeten Menschen der Mittelmeerländer (z.B. in Nizza), dass der Biss der Tarantel bei den Opfern unwillkürliche Tanzbewegungen, den sogenannten „Veitstanz“ auslöst. Dieser Aberglaube ist heute als Gruselmärchen entlarvt.

Die sogenannten Wolfsspinnen (Lycosidae) als Gattung bauen keine Netze, sondern fangen ihre Beute - verteilt über die ganze Erde - durch plötzliche Überfälle. Weibliche Wolfsspinnen sind sehr belastbare Muttertiere, denn sie tragen zunächst ihren Eierkokon und danach ihre vielen geschlüpften Spinnenkinder mit sich herum. Ihre Fürsorge ist vorbildlich. Die Jungspinnen verlassen den Rücken der Mutter erst, wenn sie – jede für sich - gelernt haben, selbstständig als Jagdspinne zu leben. Im sogenannten „Altweibersommer“ klettern die Jungtiere dann auf ein höheres Pflanzenniveau, stoßen lange Spinnfäden aus ihrer Spinndrüse aus und lassen sich vom Wind davontragen – relativ weit weg von ihrer Mutter - manche bis nach Moskau. Die feinen Spinnenfäden der jungen Wolfsspinnen bilden am Ort ihres natürlichen Vorkommens (= Lebensraum) im Herbst vorübergehend ein glitzerndes, natürliches Netz.

Eine der größten Wolfsspinnenarten ist die "Tarantel" (Tarentula tarentula). Sie wird bis zu 5 cm groß und ihr giftiger Biss ist mit dem Stich einer Wespe vergleichbar. Nachts jagt die "Tarantel" Insekten.


Naturwissenschaftliche Betrachtung 2

Das Sippenauer Moor ist ein kleines Naturschutzgebiet in Bayern südlich von Regensburg nahe an der Donau. Dort entspringt eine kalte Schwefelquelle, die natürliche Nahrung für Archaeen liefert. Damit die urzeitlichen Mikroben vor dem Luftsauerstoff geschützt sind, lassen sie sich von einer Bakteriensymbiose umhüllen, die milchig-weiß schimmernde Perlen bildet. Die etwa einen Millimeter dicken „Perlen“ sind wie an Perlenschnüren aus Bakterien als aufgereihte Archaeen-Kolonien über der Schwefelquelle ausgespannt. Jede Perle besteht etwa aus 100 Millionen Euryarchaeen. In der sauerstofffreien Erde kommen die Mikroben ohne ihren Bakterienschutzwall aus.

Je nach Schwefelgehalt der Quelle überzieht ein dünneres oder dichteres Netz feiner weißer Perlenfäden den Quelltümpel. Die Sippenauer Archaeen setzen unterschiedliche Schwefelverbindungen in ihrem geschlossenen Stoffwechselkreislauf um. Diese chemischen Zyklen existieren auf der Erde schon seit vier Milliarden Jahren. Die fast unsichtbaren Archaeen sind demnach entscheidende Mitspieler des Lebens.


Quellen

(2) Klaus Wilhelm, Manche mögen’s heiß, Seiten 80/82, GEO Das neue Bild der Erde, Heft 07, Juli 2005, Verlag Gruner + Jahr AG & Co. KG Hamburg


Siehe auch